- 06.03.2026
Parlamentarischer Abend in Berlin von STADA ein voller Erfolg
Einigkeit über die steigende Bedeutung von Medizinalcannabis in der Schmerztherapie. Streeck unterstreicht ärztliche Therapiehoheit.
- Fachlicher Austausch und Evidenzbasis: In der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und ärztlicher Praxis die Rahmenbedingungen der Patientenversorgung; die CARE-Studie belegt dabei deutliche therapeutische Erfolge in der Schmerztherapie, insbesondere bei geriatrischen Patienten (86 % profitieren von CBD-reichen Cannbisextrakten).
- Klare Abgrenzung zum Freizeitkonsum via Telemedizin: Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck, MdB, betont die Relevanz von Medizinalcannabis in der Therapie und die Notwendigkeit des ärztlichen Kontaktes bei der Verordnung von Cannabisextrakten.
- Expertenforderung: Streichung des § 31 Abs. 6 SGB V, da dieser aktuell den Einsatz von medizinischem Cannabis stark limitiert und die Therapiehoheit der Ärzteschaft beschneidet. Ärztliche Entscheidungen sollen damit gestärkt und Bürokratie abgebaut werden.
Berlin, 6. März 2026 – Wie kann Medizinalcannabis konsequent als medizinisch fundierte Therapieoption in der Schmerztherapie verankert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des parlamentarischen Abends, zu dem die STADA Arzneimittel AG am gestrigen 5. März 2026 in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft (DPG) nach Berlin eingeladen hatte.
Vor rund 130 geladenen Gästen – einem hochkarätigen Fachpublikum aus Politik, Wissenschaft und Praxis – brachte Gastgeber STADA maßgebliche Akteure an einen Tisch und miteinander ins Gespräch.
Evidenz statt Ideologie: Ein Plädoyer für die Patientenversorgung
Frank Staud, Executive Vice President Global Communications & Government Affairs bei STADA, eröffnete den Abend im historischen Kaisersaal und betonte die Verantwortung des Unternehmens, das seit März 2021 ein eigenes Portfolio an Cannabispräparaten vertreibt. „Medizinalcannabis darf keine ideologische Debatte sein, sondern muss als das behandelt werden, was es ist: eine wertvolle, evidenzbasierte Therapieoption für schwerstkranke Menschen“, so Staud.
Er unterstrich, dass STADA die Bestrebungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) begrüßt, die Verschreibungspraxis und Abgabewege für Cannabisblüten stärker zu regulieren und unseriöse Vertriebswege über Telemedizinanbieter zu beenden.
Bundesdrogenbeauftragter Streeck: Trennung von Medizin und Genusskonsum
Ein besonderes Gewicht erhielt die Veranstaltung durch die Teilnahme des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck, MdB. In seinem Grußwort plädierte er für eine glasklare Trennung zwischen Freizeitkonsum und medizinischer Anwendung von Cannabis sowie für den gezielten Schutz vor systematischem Missbrauch. Streeck warnte davor, dass ohne regulatorische Grenzen die medizinischen Standards durch unseriöse Verschreibungspraktiken aufgeweicht würden.
Als zentrales Element für eine verantwortungsvolle Therapie hob er die Bedeutung des persönlichen Arzt-Patienten-Kontakts hervor. Nur so könne eine fundierte Diagnostik sichergestellt und verhindert werden, dass Menschen über Onlineplattformen mit wenigen Klicks durch Fragebögen geleitet werden, um sich Privatrezepte zu erschleichen.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, MdB (Foto: axentis/Lopata)
Das Experten-Panel: Medizinische Expertise als Fundament
In der anschließenden Paneldiskussion, moderiert von Susan Knoll (Der Tagesspiegel), traten die medizinischen Experten PD Dr. med. Michael Überall (DGS & DSL), Dr. Claudia BöttgeWolpers (Fachärztin für Allgemeinmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin) und Prof. Dr. Thomas Herdegen (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) in den Austausch mit den Gesundheitspolitikern Dr. Thomas Pauls (MdB, CDU/CSU) und Serdar Yüksel (MdB, SPD).
Den fachlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. Thomas Herdegen. Er lieferte eine detaillierte Einordnung der komplexen Wirkmechanismen und beschrieb die große Bedeutung für die psychische Gesundheit und die Auflösung des Schmerzgedächtnisses. Eine seriöse und erfolgreiche Therapie mit Medizinalcannabis erfordere zwingend eine sorgfältige Anamnese und engmaschige Begleitung. Rein telemedizinische Verschreibungen ohne ausreichende Diagnostik stünden dem medizinischen Anspruch und der damit verbundenen Verantwortung entgegen, so Herdegen.
CARE-Studie: Neue Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung
Eine zentrale Rolle in der Fachdebatte nahmen die Ergebnisse der Versorgungsforschung ein. PD Dr. med. Michael Überall präsentierte hierzu Daten der CARE-Studie, die kurz vor Veröffentlichung im Journal of Pain Research steht. Sie gibt neue Einblicke in die erfolgreiche Anwendung von CBD-dominanten Cannabisextrakten im Therapiealltag.
Die über sechs Monate erhobenen Daten von 968 Patienten zeigen, dass CBD-dominante Cannabisextrakte im Versorgungsalltag einen relevanten Nutzen für multimorbide geriatrische Patienten bieten. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung individueller Therapiekonzepte und weisen auf eine verbesserte Alltagsfunktion und Schmerzlinderung sowie eine signifikante Reduktion der Begleitmedikation, einschließlich Opioide, hin. Dabei steht nicht nur die konkrete Reduktion des Schmerzes im Vordergrund, sondern dass der Patient sein Leben wieder selbstbestimmt führt. Zudem sieht er in der Therapie von chronisch Kranken keine Begründung mehr für den Einsatz von Cannabisblüten. Der Markt biete hier deutlich bessere Optionen, wie zum Beispiel ölige Lösungen mit auf den Patienten abgestimmten Cannabinoid-Kombinationen.
Bürokratie und Regressängste: Hürden im ärztlichen Alltag
Anknüpfend an die Studiendaten wurden die systemischen Hürden im Versorgungsalltag intensiv diskutiert. Dr. Claudia Böttge-Wolpers kritisierte dabei die derzeit oft negativen und nicht einheitlichen Entscheidungen der Kostenträger bei der Auslegung des § 31 Abs. 6 SGB V, was ein zentrales bürokratisches Hindernis darstelle. Sie plädierte für eine gestärkte Therapiefreiheit: „Wir müssen weg von der Vorgabe, erst Opioidbehandlungen ausschöpfen zu müssen, bevor Medizinalcannabis verordnet werden kann. Ziel muss eine individuelle Versorgung ohne Regressangst sein, in der Cannabis auch First-line-Therapie sein darf“, so die Schmerzmedizinerin.
Fazit: Einigkeit zu Qualität und persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt
Der parlamentarische Abend in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft verdeutlichte den Bedarf an einer zukunftsfähigen medizinischen Cannabisversorgung mit klarem Fokus auf Patientensicherheit und Qualität. Zentrale Voraussetzung bleibt dabei der direkte Austausch zwischen Ärzten, Patienten und Apotheken, während digitale Modelle nur als ergänzende Versorgungsform betrachtet werden. Das heißt: kein Rezept einfach per Klick. Darüber waren sich überraschenderweise auch die beiden Mitglieder aus dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages Serdar Yüksel (SPD-Fraktion) und Dr. Thomas Pauls (CDU/CSUFraktion) einig.
Vor dem Hintergrund einer bislang unzureichend klaren gesetzlichen Trennung zwischen Konsum- und Medizinalcannabis fordert STADA klare politische Entscheidungen, die zu mehr Handlungsfreiheit im ärztlichen Umfeld führen. Die Streichung des § 31 Abs. 6 SGB V kann mehr Klarheit bei dieser Therapieform schaffen und den früheren Einsatz einer Cannabistherapie ermöglichen.
Mit dem parlamentarischen Abend unterstreicht STADA seine langfristige Dialogstrategie, den konstruktiven Austausch mit Politik und Ärzteschaft nachhaltig zu fördern.
v.l.: Serdar Yüksel, MdB, Frank Staud, Stada, Prof. Dr. Thomas Herdegen, Susan Knoll, Dr. Thomas Pauls, MdB, Dr. Claudia BöttgeWolpers und Dr. Michael Überall (Foto: axentis/Lopata)
Über die STADA Arzneimittel AG
Die STADA Arzneimittel AG hat ihren Sitz im hessischen Bad Vilbel. Das Unternehmen setzt auf eine Drei-Säulen-Strategie bestehend aus Consumer-Healthcare-Produkten, Generika und Spezialpharmazeutika. Weltweit vertreibt die STADA Arzneimittel AG ihre Produkte in mehr als 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte STADA einen Konzernumsatz von 4.059 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 886 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte STADA weltweit 11.649 Mitarbeiter.
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