STADA

Krankenhausbehandlung, Zahnersatz und Sehhilfen

Krankenhausbehandlung, Zahnersatz und Sehhilfen

Krankenhausbehandlung

Wenn Sie in einem Krankenhaus stationär behandelt werden oder eine Reha-Klinik aufsuchen müssen, zahlen Sie 10 Euro pro Tag zu.

Die Zuzahlung ist – auch bei mehrfachen Klinikaufenthalten – und bei Anschlussrehabilitation nach einem Krankenhausaufenthalt auf 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt, so dass Sie jährlich maximal 280 Euro zuzahlen müssen.

Auch hier gilt:
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind von der Zuzahlung befreit.

Zahnersatz

Der Zahnersatz (Kronen, Brücken und Prothesen) bleibt weiterhin im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankversicherung enthalten, allerdings in Form von so genannten befundbezogenen Festzuschüssen. D. h. der Zuschuss orientiert sich am Befund und nicht daran, wie er behandelt wird.
 
Die bundeseinheitlichen Festzuschüsse für einen geplanten Zahnersatz liegen bei 50 % der anfallenden Kosten. Die Kosten orientieren sich dabei an der jeweils üblichen Behandlung (Regelversorgung).

Beispiel:

 Anfallende Kosten: 200,00 Euro 
 - Festzuschuss GKV 50 % 100,00 Euro 
 - eigener Anteil 100,00 Euro 

Der Zuschuss erhöht sich um 20 %, wenn man sich als Erwachsener in den letzten 5 Jahren vor der Behandlung mindestens 1-mal jährlich vom Zahnarzt untersucht wurde. Kann man die Vorsorgeuntersuchungen für die letzten 10 Jahre nachweisen, erhöht sich der Zuschuss um weitere 10 % (Bonusheft). Somit kann sich der Festzuschuss der Krankenkasse auf bis zu 65 % der anfallenden Kosten der Regelversorgung belaufen.

Wichtig:
Das vorstehende Beispiel bezieht sich rechnerisch auf die sog. Regelleistung, die die Krankenkasse für sinnvoll und notwendig erachtet, also 200,00 Euro. Wählt der Patient einen aufwendigeren, teureren Zahnersatz, z. B. für 400,00 Euro, bleibt der Kassenzuschuss bei 100,00 Euro!

Sehhilfen

Seit 2004 sind die Zuschüsse der Krankenkassen zu Sehhilfen gestrichen. Sie bezahlen die gesamten Optikerkosten (Brillengestell und Gläser) selbst. Die Leistungen Ihres Augenarztes – z. B. Sehschärfebestimmung, Ausstellung der Brillenverordnung – bleiben auch weiterhin eine Kassenleistung.

Ausnahme:
Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie Patienten mit schweren Sehfehlern erhalten weiterhin Zuschüsse für Brillen und Kontaktlinsen. Ferner werden Kosten für therapeutische Sehhilfen nach bestimmten Augenverletzungen oder –erkrankungen übernommen (z. B. Speziallinsen, besondere Gläser).

Hier lohnt es sich, Informationen bei Ihrer Krankenkasse einzuholen.

Zusatzversicherungen für GKV-Mitglieder

Die Gesundheitsreform 2004 (GKV-Modernisierungsgesetz, GMG) hat gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht, ihren Mitgliedern – auf freiwilliger Basis – Zusatzversicherungen anzubieten. Damit können GKV-Versicherte Versorgungslücken schließen und individuelle Sonderleistungen vereinbaren, die sonst nur Privatversicherten vorbehalten sind.

Die einzelnen Krankenkassen bieten diese Zusatzversicherungen in Kooperation mit privaten Versicherungsunternehmen an. Der Vertragsabschluss erfolgt bei der gewählten gesetzlichen Krankenkasse.
 
So können Versicherte beispielsweise Tarife für Einbettzimmer-Unterbringung und Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder einen Ergänzungstarif für Heilpraktikerbehandlung und Naturheilverfahren wählen. Auch Leistungen wie Brillen, Kontaktlinsen und verbesserte Zahnersatzleistungen sowie Auslandsreiseversicherungen können vereinbart werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen bewerben die Zusatzversicherungen mit Sonderkonditionen, die Prämien sind besonders günstig und langfristig stabil. Es ist jedoch zu beachten, dass jede gewünschte Leistung natürlich auch eine zusätzliche Prämie erfordert und die Prämien von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen abhängig sind.
 
Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse und vergleichen Sie Angebote.