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Medizinisches Lexikon

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Verbrennungen

Bei Verbrennungen oder Verbrühungen kommt es durch die Hitze zur Zerstörung von Körperzellen. Die dabei freiwerdenden Stoffe bewirken, dass umliegende Gefäße durchlässig werden und Blutplasma ins Gewebe austritt. Es bilden sich mit klarer Flüssigkeit gefüllte Blasen. Bei noch stärkerer Verbrennung stirbt das Gewebe ab. Bei ausgedehnten Verbrennungen verliert der Körper große Mengen Gewebsflüssigkeit und dadurch wichtige Eiweiße und Salze. Dieser Flüssigkeitsverlust kann zum Schock führen. Zudem besteht bei offenen Wunden Infektionsgefahr.

Bei leichten Verbrennungen sind Rötung, Schmerzen und leichte Blasenbildung charakteristisch. Bei schweren Verbrennungen kommt es zu starken Blasenbildungen und im Extremfall zu Verkohlungen des Gewebes. Oberflächliche Verbrennungen heilen relativ schnell ab und führen meist zu keinen bleibenden Narben. Um hässliche Narbenbildung bei tiefergehenden Verbrennungen zu vermeiden, ist manchmal eine Hauttransplantation nötig.

Man teilt Verbrennungen danach ein, wie tief und stark die Verbrennung ist (Verbrennungen I. bis III. Grades). Für die Einschätzung ist es wichtig zu wissen, wie viel Hautoberfläche von der Verbrennung betroffen ist (Angabe in %). Gefährlich sind Verbrennungen, die bei Erwachsenen über 20 % und bei Kindern über 5% der Hautoberfläche umfassen.

Häufigste Ursachen

  • Verbrühung mit heißen Flüssigkeiten oder Dampf
  • Verbrennung an der offenen Flamme
  • Elektrische Verbrennungen
  • Sonnenbrand

Was Sie tun können

  • Leichte, oberflächliche Verbrennungen mindestens 15 Minuten unter fließendes, kaltes Wasser halten, bis der Schmerz nachlässt. Anschließend ein Brandgel auftragen, das kühlend wirkt und die Symptome der Verbrennung lindert.
  • Achtung: Verbrennungen nie mit Butter oder Mehl bestreichen und keine Eiswürfel direkt auf die Wunde legen.
  • Größere Verbrennungen nur mit einem sterilen Verband abdecken. Ideal sind mit Aluminium bedampfte Kompressen oder Salbenkompressen, da diese nicht mit der Wunde verkleben.
  • In der Wundheilungsphase mit Heilsalben und in der Narbenheilungsphase evtl. mit Narbencremes behandeln.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei großflächigen oder tiefen Verbrennungen
  • Wenn kleine Kinder betroffen sind
  • Wenn die Brandwunde nicht heilt oder sich entzündet
  • Verbrennungen am Kopf besonders im Augenbereich

Was Ihr Arzt tun kann

  • Bei größeren Verbrennungen Stabilisierung des Kreislaufes
  • Gabe von Schmerzmitteln gegen den Verbrennungsschmerz
  • Bei Wundinfektionsgefahr Antibiotikagabe
  • Tetanusimpfung, wenn Ihre Impfung älter als 5 Jahre ist
  • Wenn nötig weitere Behandlungsmaßnahmen (Hauttransplantation)

Vorbeugung

  • Verbrennungsgefahren von Kindern fernhalten, z.B. Kinder nicht alleine in der Küche lassen

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