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Medizinisches Lexikon

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Malaria

Sie ist ein Reisemitbringsel der üblen Art – die Malaria, deutsch auch als Sumpf- oder Wechselfieber bezeichnet. Die Infektionskrankheit ist weltweit in tropischen, teils auch in subtropischen Regionen verbreitet. Wenn Menschen hierzulande erkranken, dann in der Regel aufgrund einer Infektion in einem Reiseland.

Hervorgerufen wird die Malaria durch einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium. Je nach Art des Erregers kann die Erkrankung einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kam es 2008 weltweit zu 247 Millionen Erkrankungsfällen, wobei fast eine Million Menschen starben.

Kommt es zu einer Infektion, treten etwa zehn bis 15 Tage nach der Übertragung die ersten Symptome auf. Typisch sind Fieberschübe, die mit dem Zerfall der Blutkörperchen (Erythrozyten) einhergehen. Sie wiederholen sich je nach Art des Erregers alle 46 bis 72 Stunden. Daneben leiden Betroffene oft an Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen oder Durchfall.

Mögliche Ursachen

Die Malaria-Erreger gelangen über einen Stich der Anopheles-Mücke in den menschlichen Organismus. Mit dem Blutstrom wandern sie in die Leber, vermehren sich dort und befallen anschließend rote Blutkörperchen. In einem weiteren Schritt platzen die Blutkörperchen, und die Erreger werden in die Blutbahn entlassen. Dort können sie wieder von einer saugenden Mücke aufgenommen werden und der Zyklus beginnt von Neuem.

Was Sie tun können

Sprechen Sie vor einer Reise in ein Malaria-Risikogebiet mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen Medikamente verordnen, die vorbeugend eingenommen das Infektionsrisiko deutlich senken. Wenn Sie in Gegenden mit schlechter medizinischer Versorgung reisen, können Sie mit Ihrem Arzt auch einen Plan für eine notfallmäßige Selbstbehandlung aufstellen. Darüber hinaus sind im Reiseland alle Maßnahmen hilfreich, die Mückenstiche und damit die Übertragung der Erreger unterbinden (Moskitonetze, Anti-Mücken-Sprays etc.).

Wann Sie zum Arzt müssen

Die eingangs genannten Zahlen machen deutlich, dass die Malaria eine ernsthafte Erkrankung ist. Sie sollten daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen,

  • wenn Sie sich in einem Gebiet aufhalten oder aufgehalten haben, in dem die Malaria vorkommt
    und
  • kurz nach der Ankunft oder bis drei Monate nach der Rückreise Fieber auftritt.

Weisen Sie Ihren Arzt auf diesen Zusammenhang hin, und lassen Sie sich gegebenenfalls in einem tropenmedizinischen Institut beraten (siehe Adressen).

Was Ihr Arzt tun kann

Ihr Arzt kann die Erkrankung durch einen Schnelltest feststellen. Bestätigt sich dabei die Diagnose, sind verschiedene Medikamente zur Behandlung verfügbar.

Adressen

Hier finden Sie tropenmedizinische Institute, die Ihnen vor Ihrer Reise oder bei Verdacht auf eine Malaria-Erkrankung weiterhelfen.

http://www.dtg.org/institut.html

 

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