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Medizinisches Lexikon

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In unserem medizinischen Lexikon STADApedia möchten wir Ihnen helfen, schnelle und zuverlässige Antworten auf Ihre gesundheitlichen Fragen zu finden.

Appetit auf Gesundheit! Alles über gesunde Ernährung

Appetit auf Gesundheit! Alles über gesunde Ernährung

Magenbeschwerden

Der Magen ist dem eigentlichen Verdauungssystem vorgeschaltet und gibt die Nahrung langsam an den Darm ab. Die Magenmuskeln durchmischen den Nahrungsbrei mit der Magensäure und Verdauungsenzymen. Der Magensaft (etwa 2-3 Liter) bereitet die Nahrung für die Verdauung im Dünndarm vor. Hauptbestandteil des Magensafts sind Salzsäure, eiweißspaltende Pepsine und Schleim. Sodbrennen entsteht, wenn Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt, z.B. wenn die Magenklappe nicht richtig funktioniert oder zuviel Magensäure gebildet wird. Die Magenmuskelbewegung und die Säurebildung werden vom vegetativen (unterbewussten) Nervensystem gesteuert und sind damit auch von psychischen Faktoren abhängig. Man spricht von einem Reizmagen oder von funktionellen Oberbauchbeschwerden wenn folgende Beschwerden auftreten:

Einige der genannten Beschwerden treten auch bei anderen Magenerkrankungen,
z.B. bei Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwür auf. Im Gegensatz zum Reizmagen können hier aber organische Veränderungen festgestellt werden,
z.B. eine Schädigung der Magenschleimhaut. Aus einem Reizmagen kann eine chronische Magenschleimhautentzündung werden.

Häufigste Ursachen

  • Übermäßiger Alkohol-, Kaffee- oder Nikotinkonsum reizt die Magenschleimhaut und regt die Magensäureproduktion an
  • Stress und Probleme
  • Ungesunde Ernährung
  • Hastiges Essen, ungenügendes Kauen
  • Zu kalte oder zu heiße Speisen
  • Stark gewürzte Speisen
  • Erkrankungen des Magens
  • Allergien oder Unverträglichkeiten bei bestimmten Lebensmitteln

Was Sie tun können

  • Stress, Ärger, Angst vermeiden. Abschalten und entspannen, Autogenes Training
  • Alkohol, Koffein und Nikotin möglichst meiden
  • Eine Wärmflasche oder warme Umschläge wirken lindernd bei Magenschmerzen
  • Durch Anregung der Verdauung können Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Magendrücken beseitigt werden. Die Verdauung wird durch pflanzliche Dragées, Kapseln, Tropfen oder Tees, die z.B. Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Artischockenblätter (z. B. Heparstad® Artischocken Kapseln), Angelikawurzel oder Chinarinde enthalten, angeregt. Häufig handelt es sich um Bitterstoffe, bei deren Einnahme mehr Magensaft produziert wird.
  • Durch beruhigende Magentees oder Tropfen mit Kamille, Schafgarbe oder Pfefferminze kann eine Linderung aller Symptome des Reizmagens erreicht werden
  • Führt ein Mangel an Magensäure zu Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit, so helfen Säurepräparate (Azida), die z.B. Pepsin und Citronensäure enthalten
  • Zur Abpufferung der überschüssigen Magensäure und bei Magensäurerückfluss helfen Antazida, z.B. Aluminium- und Magnesiumsalze (Sodbrennen) oder Mittel mit Magaldrat. Beschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl und saures Aufstoßen lassen sich dadurch mildern
  • Gegen allgemeine Verdauungsbeschwerden helfen Verdauungsenzyme
  • Gegen Magenkrämpfe sind krampflösende Mittel, die sog. Spasmolytika geeignet
  • Oft helfen gerade beim nervösen Magen homöopathische Präparate sehr gut

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn Sie über längere Zeit oder wiederholt Beschwerden haben
  • Wenn weitere Beschwerden auftreten (Schmerzen, Blutung, usw.)

Was Ihr Arzt tun kann

  • Feststellen, ob eine andere Erkrankung die Beschwerden ausgelöst hat, z.B. Magengeschwür, Gallensteine, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Tumor und diese behandeln.
  • Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und bei zuviel Magensäure können z.B. Magensäureblocker verordnet werden; bei Magenmuskelstörungen Medikamente, die die Muskelbewegungen und damit die Magenentleerung beschleunigen.
  • Ggf. weiterführende Diagnostik

Vorbeugung

  • Gesunde, ausgewogenen Ernährung. Fette und kalorienreiche Kost meiden
  • Sich für das Essen immer Zeit nehmen. Langsam essen und ausreichend kauen. Nicht kurz vor dem Schlafengehen zu Abend essen
  • Den Genuss von Alkohol, Koffein und Nikotin einschränken
  • Eine spezielle Diät ist unnötig. Essen Sie, was Ihnen schmeckt und vermeiden Sie, was Ihnen nicht bekommt. Vorteilhaft ist ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Früchten und Vollkornprodukten

 

Pflichtangaben
  • Heparstad® 400 mg Hartkapseln

    Zur Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen.

    Wirkstoff: Artischockenblätter–Trockenextrakt. Zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden), besonders bei funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems. Hinweis: Bei Beschwerden, die länger als 1 Woche andauern oder periodisch wiederkehren, sollte, wie bei allen unklaren Beschwerden, ein Arzt aufgesucht werden. Enthält Lactose.

    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    STADA GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel

    Stand: Juli 2017

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