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Medizinisches Lexikon

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Zyklusstörungen

Die erste Menstruation tritt etwa mit 12-13 Jahren auf. Die letzte Menstruation (Menopause) kommt meist zwischen dem 48. und 52. Lebensjahr. Während der Schwangerschaft und meist auch während der Stillzeit findet keine Monatsblutung statt. Ein Zyklus, der Zeitraum vom ersten Tag der Monatsblutung bis zum Tag vor der nächsten Menstruation, dauert ungefähr 28 Tage. Es gibt große individuelle Schwankungen. Bei einer Frau bleiben Dauer und Stärke der Blutung und Abstand zwischen den einzelnen Blutungen relativ konstant. Durch verschiedene Ursachen kann es jedoch zu Störungen kommen:

  • Zu lange Zyklen (mehr als 30 Tage) oder völliges Ausbleiben der Regel
  • Zu kurze Zyklen (weniger als 22 Tage) oder Zwischenblutungen (meistens schwache, dunkle Schmierblutungen)
  • Zu starke (mehr als 6 Tampons pro Tag) oder zu lange (mehr als 7 Tage) Blutungen
  • Zu kurze oder zu leichte Blutungen


Sehr schwache Blutungen sind selten Zeichen einer Krankheit. Anders ist es bei zu starken oder zu langen Blutungen. Der starke Blutverlust kann zu Schwächegefühl, Schwindel und Kreislaufbeschwerden führen.

Wenn die Menstruation zur Regel wird

In Erwartung einer befruchteten Eizelle vergrößert die Gebärmutter ihre Schleimhaut, in die sich die Eizelle später einnisten soll. Bleibt dies aus, wird die Schleimhaut nicht mehr benötigt und löst sich ab bzw. blutet ab. Über die Scheide findet sie ihren Weg aus dem Körper.
Häufige Ursachen sind z.B.:

  • Körperliche Belastungen, z.B. Leistungssport, Fehlernährung, Diäten usw.
  • Fehlfunktion der Hormonsteuerungsorgane im Gehirn (z.B. bei Mädchen, deren erste Periode ausbleibt)
  • Durch die Einnahme der Antibabypille ist die Monatsblutung oft schwach. Nach Absetzen der Pille kann die Regel vorübergehend ausbleiben. Die Antibabypille kann Zwischenblutungen hervorrufen
  • In der Frühschwangerschaft können sehr schwache Blutungen auftreten
  • Bei fehlendem oder sehr "frühem" Eisprung kann der Zyklus verkürzt sein
  • Das Tragen einer Spirale oder blutgerinnungshemmende Arzneimittel führen ebenfalls zu verstärkten Blutungen


Was Sie tun können

  • Für ausgewogene, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sorgen
  • Führen eines Zykluskalenders (PDF) in dem Beginn, Dauer und Stärke der Menstruation eingetragen werden. Außerdem kann zur Überprüfung, ob und wann ein Eisprung (Verhütung) stattfindet, die morgendliche Temperatur gemessen und protokolliert werden. Diese Daten können auch Ihrem Arzt helfen
  • Regelmäßige Einnahme von pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln (z.B. Pulsatilla oder Mönchspfeffer) gegen Zyklusstörungen. Achtung, einige dieser Mittel dürfen nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden
  • Moorganzbäder oder -sitzbäder stabilisieren das seelische und körperliche Wohlbefinden und auch die hormonellen Kreisläufe


Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn die Menstruation plötzlich ausbleibt
  • Die Menstruation sich stark in Menge und Dauer verändert
  • Die erste Menstruation ausbleibt
  • Zwischenblutungen auftreten
  • Die Blutungen sehr stark sind
  • In der Schwangerschaft oder nach der Menopause plötzlich Blutungen auftreten
  • Andere Beschwerden hinzukommen


Was Ihr Arzt tun kann

  • Feststellen der Ursache für die Zyklusstörung und falls erforderlich entsprechende Therapie einleiten
  • Der Arzt entscheidet über eine Behandlung der Zyklusstörungen, z.B. bei starken Blutungen oder Kinderwunsch


Vorbeugung

  • Körperlichen und psychischen Stress vermeiden.
  • Regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt.

 

 

 

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