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Medizinisches Lexikon

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Appetit auf Gesundheit! Alles über gesunde Ernährung

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Völlegefühl & Blähungen

Blähungen entstehen durch verschluckte Luft oder durch Gase, die sich im Dickdarm bei der Verdauung bilden. Der Bauch fühlt sich hart an und oft kommt es zu krampfenden, kolikartigen Schmerzen. Viele Säuglinge leiden in den ersten Wochen unter Blähungen (Dreimonatskoliken).

Eine gestörte Verdauung mit Blähungen kann zu Magendrücken und Völlegefühl führen. Gleichzeitig können Verstopfung oder krampfartige Durchfälle auftreten. Bestehen die Beschwerden Monate oder Jahre, spricht man von einem Reizdarm.

Häufigste Ursachen

  • Blähende Speisen (z.B. Kohl, Hülsenfrüchte, frisches Brot, Zwiebeln, kohlensäurereiche Getränke).
  • Zu reichliche, zu fette oder zu süße Kost.
  • Übermäßiger Alkohol-, Nikotin- und Kaffeegenuss.
  • Ernährungsumstellung, z.B. auf Vollwertkost.
  • Stress, Angst, Depressionen.
  • Reizdarm.
  • Erkrankungen des Magens (z.B. nervöser Magen).
  • Verdauungsstörungen im allgemeinen, z.B. durch zu wenig Bauchspeicheldrüsenenzyme, zu wenig Gallensäure.
  • Gestörte Darmflora, z.B. bei Pilzinfektionen oder nach Antibiotikabehandlung.

Was Sie tun können

  • Auflegen einer Wärmflasche.
  • Bewegung nach dem Essen.
  • Bei Blähungen helfen blähungslösende Stoffe sog. Carminativa, z.B. als Tees mit Fenchel, Kümmel, Anis oder Pfefferminze. Sie wirken auch beruhigend auf Magen und Darm.
  • Bei Völlegefühl helfen pflanzliche Bittermittel als Tropfen wie z.B. Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Angelikawurzel. Sie wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. In vielen Präparaten und Tees sind Bittermittel und Carminativa gemischt.
  • Die Einnahme eines Entschäumerpräparates als Kautablette oder Suspension mit Dimeticon, eventuell in Kombination mit Verdauungsenzymen, hilft bei Blähungen. Diese Präparate zerstören die Gasblasen im Darm durch ihre entschäumend wirkende Oberfläche.
  • Bei krampfartigen Bauchschmerzen können spasmolytische (krampflösende) Tropfen, Tabletten oder Zäpfchen angewendet werden, z.B. mit Belladonna, Pfefferminzöl.
  • Regeneration der Darmflora mit Bakterienpräparaten.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn die Beschwerden nicht nachlassen.
  • Wenn das Völlegefühl bei leerem Magen auftritt.

Was Ihr Arzt tun kann

  • Feststellen, ob eine Krankheit oder schwere Verdauungsstörung (z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung) vorliegt und entsprechende Behandlung durchführen.

Vorbeugung

  • Verzichten Sie auf blähende Speisen (s. o.).
  • Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten meiden.
  • Langsam essen.
  • Ausreichend bewegen. Sport treiben!
  • Für eine gute natürliche Verdauung (Verstopfung) sorgen.

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