Volkskrankheit Stress
Welcher Stress-Typ sind Sie?
Nicht der Stress an sich, sondern unsere Reaktion darauf und wie wir emotional mit den unterschiedlichen Stressauslösern umgehen, ist entscheidend. Eine stressige Anforderung, die man positiv eingestellt bewältigt und für die man belohnt wird, kann durch beruhigende, entspannende Erholungsfaktoren abgemildert werden. Deutliche Zeichen für Stress sind Herzklopfen, Schwitzen, Spannungsgefühl. Man kann vier Stress-Typen unterscheiden.
Der In-sich-Hineinfresser macht Probleme eher mit sich aus und schluckt Ärger hinunter. In Folge dessen hat er das höchste Erkrankungsrisiko und leidet an Schlafstörungen und Verdauungsstörungen.
Der Konfliktvermeider stellt meist seine eigenen Interessen zurück, um Auseinandersetzungen zu umgehen. Auch er hat ein ähnlich hohes Risiko, an den beschriebenen Symptomen zu leiden.
Der Polterer nimmt alles persönlich und lässt bei Ärger richtig laut Dampf ab, hat auch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.
Der Problemlöser versucht, aus jeder Situation das Beste zu machen, kann mit erhöhten Anforderungen gut umgehen. Das Risiko, vom Stress aufgefressen zu werden, ist bei diesem Typ am niedrigsten.
Der Mensch braucht Stress
Strategien zur Stressbewältigung
Am besten setzt man sich mit seinem eigenen Stressempfinden auseinander. Mit einem guten Zeitmanagement bleibt man trotz vieler Aufgaben entspannt. Dazu einige Tipps:
- Machen Sie eine Zeitanalyse über Ihre Tätigkeiten: Wie lange brauche Ich wofür?
- Wo liegen meine Zeitfallen wie Ablenkung, Aufschieben, schlechte Organisation?
- Unterbrechungen meiden (E-Mail, SMS)
- Prioritäten setzen: A-sofort erledigen, B-kann warten, C-Routinearbeiten delegieren oder aufschieben, D-unwichtig, Papierkorb
- Pausen machen Puffer einplanen (gibt es keinen mehr, ist das Pensum zu hoch)
Wenn Sie an der Grenze Ihrer persönlichen Belastbarkeit sind, dann können Ihnen folgende Strategien zur Stressbewältigung helfen.
Die richtige „Nervennahrung“

Es lohnt sich, in Stressphasen auch über eine veränderte Ernährung nachzudenken, denn Stress erhöht auch den Bedarf an Vitalstoffen. Bestimmte Vitamine und Mineralien können nämlich die schädlichen Auswirkungen von Stress abmildern.
| Vitalstoff | Wirkung | Lebensmittel |
|---|---|---|
| Magnesium | Reguliert die Erregungsvorgänge an Nerven und Muskeln | Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, grünes Gemüse, Beeren, magnesiumreiches Mineralwasser |
| Kalzium | Reguliert u. a. die Reizleitung an Nerven und Muskeln | Milchprodukte, Käse, kalziumreiches Mineralwasser |
| Kalium | Wichtig für die Wasser- und Elektrolytversorgung im Körper | Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte |
| B-Vitamine | Nervenvitamine: unabdingbar für einen gesunden Energiestoffwechsel und ein funktionierendes Nervensystem | Fisch, Schweinefleisch, Milch- und Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse |
| Vitamin A (Betacarotin), Vitamin C, Vitamin E | Schutz vor Zellschäden durch freie Radikale (aggressive zellangreifende Teilchen) | Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Pflanzenöle, Samen und Nüsse |
| Tryptophan (Aminosäure; Baustein des "Gute-Laune-Hormon" Serotonin) | Sorgt für Ausgeglichenheit, Entspannung und gute Laune | Eiweißreiche Lebensmittel wie Quark, Käse, Hülsenfrüchte, Geflügel, mageres Fleisch, Fisch |
Stressabbau leicht gemacht
Zuletzt aktualisiert 01/2015; Wie wir arbeiten