STADA Health Report 2026
Jahr für Jahr haben wir die Ergebnisse des STADA Health Report aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, doch ein übergeordneter Trend ist heute präsenter denn je. In den 20 Ländern, die wir 2026 befragt haben, treffen drei verschiedene Kräfte aufeinander: überlastete Systeme, wachsende Eigenverantwortung für Gesundheit und Künstliche Intelligenz (KI). Akteure im Gesundheitssystem müssen sich kollektiv auf die damit verbundenen Änderungen einstellen und entsprechend handeln.
Europas Gesundheitssysteme stehen unter anhaltendem Druck, und nur knapp über die Hälfte der Europäer ist mit ihrem System zufrieden. Zwei von drei Europäern nennen den Fachkräftemangel und lange Wartezeiten als die größten Herausforderungen in ihrem Land.
Gleichzeitig warten die Menschen nicht mehr darauf, dass das System diese Lücken schließt: Mehr als drei von vier Europäern sind der Meinung, ihre Gesundheit selbst gut im Griff zu haben, Selbstmedikation ist längst ein Massenphänomen, und acht von zehn Europäern nutzen bereits ein oder mehrere Hilfsmittel, um ihre Gesundheit im Blick zu behalten.
In diese Gemengelage tritt die KI. 55 Prozent der Europäer nutzen sie bereits im Gesundheitskontext, die Mehrheit würde eine medizinische Beratung durch KI in Betracht ziehen, und fast jeder Zweite vertraut KI-Diagnosen bereits oder wäre bereit dazu.