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Vergiftungen im Haushalt

Vergiftungen im Haushalt

Ca. 20% aller Notfalleinsätze beruhen auf Vergiftungen im Haushalt. Hierbei sind besonders Kinder zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr betroffen. In den meisten Fällen werden Spülmittel, Zigaretten oder Kosmetika konsumiert. Allerdings stellen auch Alkohol, Medikamente, Granulate für Geschirrspüler oder Lampenöle eine erhebliche Bedrohung da.

Eine Anlaufstelle für Vergiftungen sind die bundesweiten Giftnotrufzentralen. Hier werden Laien, aber auch medizinische Fachbereiche rund um die Uhr betreut und beraten.

Was wurde geschluckt? Wie giftig ist es? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden? Um dies auf dem schnellstmöglichen Weg herauszufinden, bedient sich der Experte der Giftnotrufzentrale einer umfangreichen Datenbank. Dort sind Informationen zu allen bedenklichen Stoffen gespeichert, bspw. zu Inhaltsstoffen von Reinigungsprodukten und deren Giftigkeit. Oft genügt bei einer Anfrage schon die Angabe des Produkt- bzw. Markennamens um die Gefährlichkeit einschätzen zu können. Dem Experten stehen dann alle notwendigen Informationen zur Verfügung, um die Notlage entsprechend zu betreuen.

In der Datenbank der Giftnotrufzentralen finden sich u.a. Angaben zu folgenden Auslösern:

  • Reinigungs- und Lösungsmittel (sind teilweise mit Säuren/Laugen versetzt)
  • Organische Lösungsmittel (Mineralölprodukte, Kosmetika)
  • Gase (bspw. Kohlendioxid, Reizgase, Ammoniak, Stickstoffdioxid)
  • Alkohol (Vergiftung durch Ethanol, Methanol)
  • Arzneimittel
  • Nahrungsmittel (Konsum verdorbener eiweißhaltiger Konserven)
  • Pestizide (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung)
  • Pflanzen

Nützliche Tipps für den Umgang mit Vergiftungen:

  • Erbrechen
    Erbrechen ist notwendig bei stark giftigen, schnell wirksamen Substanzen. Erbrechen eignet sich besonders bei Vergiftung durch Medikamente oder Pflanzenteile. Allerdings darf die Vergiftung nicht zu lange zurückliegen.
  • Nicht Erbrechen bei …
    Spül- und Waschmittel: bei schaumbildenden Mitteln darf nicht erbrochen werden. Durch die Magenkontraktionen entstehen Schaumblasen, die eingeatmet werden könnten.
    ätzende Stoffe: wie Säuren und Laugen können beim Erbrechen die Magenschleimhaut und die empfindliche Speiseröhre verletzen.
    Lampenöl: bei einer Vergiftung mit Lampenölen muss ebenfalls von Erbrechen abgesehen werden, da der Stoff in die Lunge gelangen kann.
  • Nachtrinken/Verdünnen:
    Wenn ätzende Stoffe nicht erbrochen werden dürfen, ist eine Verdünnung des aufgenommenen Giftes nötig. Am besten ist die Gabe von reichlich Wasser, Tee oder verdünnten Säften.
  • Nicht Nachtrinken bei Spül- und Waschmitteln:
    Bei Aufnahme von so genannten Schaumbildnern (bspw. Spül- und Waschmittel) darf keine Flüssigkeit gegeben werden.
  • Entschäumungsmittel mit dem Inhaltsstoff Dimeticon
    Besonders zu empfehlen bei Kindern, die bspw. Spül- oder Waschmittel geschluckt haben. Hiermit wird die Schaumbildung unterbunden.
  • Medizinische Kohle
    Bei gering giftigen Pflanzen, Medikamenten oder Substanzen ist die Gabe von medizinischer Kohle sinnvoll. Damit werden giftige Stoffe innerhalb von 2 Minuten gebunden. Bei Säuren- und Laugenvergiftungen ist von der Gabe von Kohle abzuraten.
  • Irrtum: Hausmittel Milch
    Das Fett in der Milch kann eine vermehrte Aufnahme der zugeführten Giftstoffe bewirken.

Vorbeugung

  • Gefährliche Substanzen sicher verschließen und/oder außer Reichweite von Kindern aufbewahren   Aschenbecher regelmäßig entleeren
  • abgelaufene Medikamente nicht in den Müll werfen, sondern  zur Entsorgung zum Apotheker bringen
  • Medikamente in einer verschließbaren Hausapotheke aufbewahren
  • Alkoholreste in Flaschen und Gläsern sofort auskippen oder spülen - nicht auf dem Tisch oder an der Spüle stehen lassen
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie mit Giftstoffen arbeiten (z. B. mit Terpentin und Farben).
  • Einkäufe wie Zigaretten, Alkohol, Wasch- und Reinigungsmittel sofort sicher verstauen. Kinder schnuppern gerne in den Einkaufstaschen der Eltern.
  • Giftsubstanzen nicht im Abfalleimer des Hauses/der Wohnung entsorgen, da sie dort von Kinder gefunden werden könnten.
  • Giftsubstanzen nie in Lebensmittelbehältern, wie Limonanden-, Milch-, Wasser- oder Bierflaschen, aufbewahren (auch nicht in Einmachgläsern o.ä.).

Wichtiger Hinweis: diese Informationen ersetzen nicht die Beratung der Giftnotrufzentralen, Ihres Arztes oder Apothekers!

Die Experten stehen aber nicht nur im Akutfall zur Verfügung. Auch für Fragen zur Vorbeugung geben Ihnen die Giftnotrufzentralen rund um die Uhr Auskunft.

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