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Leben mit Asthma

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Das schwere Schnaufen der griechischen Sagenhelden beim Kämpfen gab der krankhaften Atemnot ihren Namen: Asthma. Und ein Kampf sind die wiederkehrenden Attacken in den Bronchien für Betroffene – die meisten davon sind Kinder – allemal. Doch auch wenn sich Asthma nach wie vor nicht heilen lässt: Es gibt gute Möglichkeiten, weitgehend unbeschwert damit zu leben.

Patientenratgeber Asthma (PDF)



Asthma bronchiale – chronische Entzündung der Atemwege

Bei Asthma bronchiale haben wir es mit einer chronischen Entzündung der Atemwege zu tun. Vereinfacht gesagt, droht das Atemsystem, sich selbst die Luft abzuschnüren. Die Schleimhaut in den Bronchien schwillt an, die Muskeln im Atemsystem verkrampfen, den Betroffenen wird buchstäblich die Luft knapp. Nach einem Anfall gehen die Beschwerden in aller Regel zurück und Asthmatiker sind belastbar wie jeder andere auch. Allerdings weiß niemand, wie lange die Verschnaufpause dauert. Manchmal können Jahre vergehen, manchmal nur wenige Stunden. Wer eine Ahnung davon bekommen möchte, wie sich ein Asthmatiker bei einem Anfall fühlt, nimmt einen Strohhalm zwischen die Lippen, hält sich dann die Nase zu und versucht, durch den Strohhalm zu atmen. Beklemmend? Ja.

Achtung, Asthma-Attacke!

Bei Atembeschwerden ist es häufig sinnvoll, eine Körperhaltung einzunehmen, die Arme und Schultergürtel entlastet. Regelmäßiges Üben verschafft Ihnen im Notfall entscheidende Vorteile!

Die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern

Vor allem unter Kindern und Jugendlichen ist Asthma weit verbreitet: In Deutschland muss jedes zehnte Kind mit den meist unvorhersehbaren und beklemmenden Asthma-Attacken leben. Damit ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Bei der Hälfte der Kinder „verwächst“ sich das Asthma bis zur Pubertät. Die andere Hälfte nimmt die chronische Atemwegserkrankung mit ins Erwachsenenleben. Fünf Prozent der Erwachsenen haben Asthma.

Obwohl sie so häufig vorkommt, geben die Ursachen der Erkrankung den Medizinern immer noch Rätsel auf. So weiß man zwar, dass Reizstoffe wie Blütenpollen, Tierhaare, Hausstaub und andere berühmt-berüchtigte Allergene speziell bei Kindern Asthma verursachen. Man spricht dann von "allergischem Asthma". Warum aber nicht jeder, der allergisch reagiert, Asthma entwickelt, ist zum Beispiel unklar. Ebenfalls ungeklärt ist, warum manche Erwachsene nach einer Erkältung eine chronische Entzündung der Atemwege entwickeln, das sogenannte nicht-allergische Asthma. Gleiches gilt für Raucher: Inhalierter Zigarettenrauch kommt als Verursacher von nicht-allergischem Asthma in Frage, aber eben nicht unbedingt. Und wieder andere Menschen entwickeln Asthma in der Folge körperlicher Belastungen (Anstrengungsasthma). Das Fatale bei allen Formen: Ist die Schleimhaut einmal entzündet, reagiert sie nicht nur auf den eigentlichen Verursacher, zum Beispiel auf bestimmte Blütenpollen, sondern auf alle möglichen sogenannten unspezifischen Reize, etwa auf kalte oder verschmutzte Luft.

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Maßnahmen für ein beschwerdefreies Leben

Heilen lässt sich Asthma nach den derzeitigen Erkenntnissen der Medizin nicht. Dennoch ist mit Hilfe von Medikamenten und verschiedenen vorbeugenden Maßnahmen ein weitgehend beschwerdefreies Leben möglich. Wichtig ist dabei, Asthma so früh wie möglich zu erkennen und der Entzündung energisch entgegenzutreten. Zur Behandlung stehen je nach Art und Schweregrad verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Sie sorgen entweder dafür, dass sich die Bronchien erweitern (Beta-2-Symphatomimetika) oder sie die Entzündung hemmen (Kortison). Auch Mischformen sind im Einsatz. Darüber hinaus gibt es gute Möglichkeiten für Asthmatiker, den beklemmenden Anfällen wirkungsvoll vorzubeugen. Das gelingt umso besser, je mehr man über seine Erkrankung weiß: Was löst die Attacken aus? Wie kündigt sich ein Anfall an? Ein Asthma-Tagebuch leistet dabei wertvolle Dienste, sich und sein Asthma besser kennenzulernen – und seinen Arzt über die Entwicklung auf dem Laufenden zu halten. Sinnvoll ist es außerdem, die unterschwellige Entzündung der Bronchien im Blick zu behalten. Dies geschieht über die sogenannte Peak-Flow-Messung (s. Kasten). Die Werte geben einen guten Hinweis, ob ein Asthma-Anfall droht. So kann man frühzeitig gegensteuern, etwa durch Atemübungen, Entspannungstechniken oder eine Intensivierung der medikamentösen Behandlung.

Außerdem gilt: Wer weiß, was einen Anfall auslöst, hat es leichter, ihm auszuweichen. Um Raucherlounges und Shishabars zum Beispiel sollte jeder Asthmatiker einen großen Bogen machen. Vorbeugend kann außerdem eine gute Pflege der Atemwege wirken, etwa durch Inhalationen oder Nasenduschen. Einen positiven Effekt können auch Entspannungs- und Atemtechniken haben, wie man sie beim Yoga oder Autogenen Training lernen kann.  Und falls es doch zu einer Attacke kommt, ist es wichtig, zu wissen, wie man sich verhält. Notfall-Medikamente dabei zu haben gehört ebenso dazu, wie das Wissen um Körperstellungen, die das Atmen erleichtern. So gewappnet, stehen die Chancen gut, das schwere Keuchen so oft wie möglich den echten Helden zu überlassen.

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Wie funktioniert das eigentlich: Atmen?

Wie ein umgedrehter Baum mit der Luftröhre als Stamm und die Bronchien der Lunge als fein verästelte Baumkrone versorgt uns das Atemsystem mit dem lebenswichtigen Sauerstoff. Am Ende der kleinsten Bronchialästchen, den Bronchioli, hängen die Luftbläschen wie winzige Trauben. Hier wird der Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut abgegeben. Gleichzeitig wird das Kohlenstoffdioxid aus dem Blut zurück in die Lungen verfrachtet, von wo aus es auf dem umgekehrten Weg wieder ausgetauscht wird. Das Ganze funktioniert wie bei einem Blasebalg mit Unterdruck, der durch das Zusammenziehen von Zwerchfell und weiteren Muskeln entsteht. Das Innere des „Rohrsystems“ ist mit der schützenden Schleimhaut ausgekleidet. Hier bleiben Schmutzteilchen in der Atemluft, zum Beispiel Blütenpollen, Feinstaub und andere winzige Feststoffe, haften und werden mit Hilfe feiner Flimmerhärchen aus dem Lungensystem nach oben transportiert, wo sie über die Speiseröhre im Magen landen und dort kurzerhand mit verdaut werden. 

Asthma und Sport

  • Ausdauersportarten

    Gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Jogging, Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Wandern und Tanzen. Weniger günstig sind Sportarten, bei denen starke Belastungswechsel vorkommen, z.B. Sprints aus dem Stand beim Fußball oder Handball.

  • Medikament

    Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob ein bronchialerweiterndes Medikament unmittelbar vor dem Sport sinnvoll ist.

  • Aufwärmen

    Lassen Sie sich beim Aufwärmen Zeit.

  • Pause

    Entwickeln Sie keinen falschen Ehrgeiz. Wenn Sie erste Anzeichen einer Atemnot spüren, machen Sie eine Pause und drosseln Sie die Belastung.

So behalten Sie Ihr Asthma im Blick

Auch wenn das Asthma den Betroffenen oft lange Verschnaufpausen gönnt: Die Entzündung der Schleimhaut in den Bronchien bleibt auch in den beschwerdefreien Phasen bestehen. Die Messung der Ausatmungsgeschwindigkeit ermöglicht es Ihnen, einschätzen zu lernen, wie gut das Asthma eingestellt ist. Dies geschieht mithilfe eines Peak-Flow-Meters. Einfach dreimal kräftig in das Gerät pusten und den höchsten Wert notieren. Die Bewertung der Messwerte hilft bei der Einschätzung.

Asthma-Ampel

Grün: OK. Peak-Flow-Werte bei 80 bis 100 Prozent des persönlichen Bestwertes.
Gelb: Achtung! Peak-Flow-Werte bei 50 bis 80 Prozent des persönlichen Bestwertes.
Rot: Gefahr! Peak-Flow-Werte unter 50 Prozent des persönlichen Bestwertes. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf!

Richtig inhalieren

Beim Inhalieren kommt das Medikament ohne Umwege direkt zum Ort des Geschehens. Die richtige Atemtechnik hilft, dass der Wirkstoff auch tatsächlich ins Bronchialsystem gelangt. Übung macht den Meister!

1. Vorbereiten:

Atmen Sie langsam und entspannt aus.

2. Inhalieren:

Das Inhalationsgerät auslösen und tief einatmen.

3. Luft anhalten:

Wenn möglich, halten Sie die Luft für fünf bis zehn Sekunden an.

4. Ausatmen:

Atmen Sie langsam aus, benutzen Sie dabei die „Lippenbremse“.

Patientenratgeber Asthma

Patientenratgeber Asthma

Möchten Sie weiterlesen?

In der interaktive Patientenbroschüre mit Videointerviews und Atemtechniken erfahren Sie mehr über das Thema Asthma!

 

Zur interaktiven Broschüre

 

 

 

Zuletzt aktualisiert 02/2016; Wie wir arbeiten

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