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Antibiotika

Antibiotika

Die Bezeichnung „Antibiotikum“ geht auf einen griechischen Wortstamm zurück und bedeutet gegen das Leben. Gemeint ist damit die Wirkweise der entsprechenden Wirkstoffe, die Bakterien, also lebende Organismen, an der Vermehrung hindern oder sie sogar abtöten. Die Entdeckung von Antibiotika gilt heute als revolutionär, dabei geschah sie eher zufällig und geht – wenig appetitlich – auf Schimmelpilze zurück.

Antibiotika können bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Es gibt über 80 verschiedene solcher Medikamente. In der letzten Zeit sind Antibiotika allerdings immer wieder in der öffentlichen Diskussion, weil sie anscheinend nicht mehr ausreichend wirken. Woran das liegt und was Patienten bei der Einnahme beachten müssen, verraten wir Ihnen hier.

Antibiotika gegen Bakterien wirksam

Seit rund 75 Jahren ist man in der Lage, Antibiotika industriell herzustellen und ihre antibakterielle Wirkung gezielt einzusetzen. Ihre Wirksamkeit ist jedoch begrenzt: Denn gegen Viren können Medikamente wie Penicillin nichts ausrichten. Ein Antibiotikum gegen einen grippalen Infekt mit Husten und Schnupfen einzunehmen, würde also nichts nützen. Generell gilt, dass Antibiotika nur dann eingenommen werden sollten, wenn es wirklich notwendig ist und man zum Beispiel unter einer bakteriellen Lungenentzündung oder einer eitrigen Mandelentzündung leidet – also an Krankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden.

Eine zu häufige und unbedachte Einnahme kann verschiedene Konsequenzen haben: Zum einen gibt es Forscher, die auf das Risiko von Nebenwirkungen wie Allergien oder Übergewicht hinweisen. Zum anderen sind Bakterien sehr anpassungsfähig und haben inzwischen zum Teil Widerstandskräfte gegen gängige Antibiotika entwickelt. Die gewünschte Linderung tritt dann trotz einer ordnungsgemäßen Einnahme nicht mehr ein. In einem solchen Fall spricht man von Antibiotikaresistenz. Inzwischen arbeitet die Wissenschaft deshalb verstärkt daran, neuartige Antibiotika zu entwickeln, die solche sogenannten multiresistenten Keime bekämpfen können. Auch die Weltgesundheitsorganisation hat vor kurzem einen Aktionsplan zum Kampf gegen Antibiotikaresistenzen verabschiedet und spätestens mit dem G7-Gipfel, auf dem die Vertreter der bedeutendsten Industrienationen im Juni über dieses Thema diskutiert haben, genießt es große Aufmerksamkeit.

Gewissenhafte Einnahme

Trotz der öffentlichen Diskussion gibt es keinen Grund, Antibiotika grundsätzlich zu misstrauen. Ganz im Gegenteil: Antibiotika sind allgemein gut verträglich. Wichtig ist der gewissenhafte Umgang mit dem jeweiligen Medikament. Dazu zählt in erster Linie die regelmäßige Einnahme. Was selbstverständlich klingt, kann zum Problem werden, wenn ein Kind nach einer akuten Krankheitsphase zum Beispiel wieder in die Schule oder den Kindergarten geht, das Antibiotikum aber noch drei Mal am Tag einnehmen soll. Auch bei einer Außer-Haus-Betreuung muss dafür gesorgt werden, dass die Medikamentengabe nicht vergessen und der Zeitabstand zwischen den Einnahmen eingehalten wird. Alternativ kann der Arzt von vornherein ein Antibiotikum verordnen, das nur zwei Mal am Tag angewendet wird.

Lange galt außerdem die Faustregel, dass man Antibiotika nicht mit Milchprodukten zu sich nehmen darf. Tatsächlich gibt es einige Wirkstoffe, die durch das in der Milch enthaltene Kalzium in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt werden. Das trifft aber längst nicht auf alle Antibiotika zu. Deshalb sollte immer im Beipackzettel nachgelesen werden, ob es wegen möglicher Wechselwirkungen mit bestimmten Lebensmitteln oder auch in Bezug auf den Einnahmezeitpunkt etwas zu beachten gibt. Besonders vorsichtig sollten Frauen sein, die hormonell verhüten. Denn die Wirksamkeit der Pille kann durch ein Antibiotikum eingeschränkt werden.

Einnahmedauer beachten

Und wenn die Beschwerden abgeklungen sind? Dann darf das Antibiotikum anders als viele andere Arzneimittel nicht einfach abgesetzt werden. Die Einnahme muss so lange erfolgen wie sie vom Arzt verordnet wurde. In der Regel gilt, dass die Packung aufgebraucht werden sollte. Keinesfalls sollten Tabletten aufbewahrt und bei der nächsten Infektion eigenständig eingenommen werden.

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