STADA

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STADA: Rekordergebnisse und optimistische Wachstumsprognose

+21% Gewinn je Aktie (DVFA)
+38% EBITDA
+15% Umsatz 
+20% Dividende Stammaktie 
Akquisitionen in Schlüsselmärkten

STADA hat auch in 2001 Umsatz und Ertrag wieder auf Rekordergebnisse gesteigert. Der Umsatz konnte um +15% auf EUR 537,8 Mio. (EUR 467,2 Mio.) gesteigert werden - weitgehend durch organisches Wachstum. Der Gewinn je Aktie stieg um +21% auf EUR 1,38 (EUR 1,14) nach DVFA bzw. um +23% auf EUR 1,24 (EUR 1,01) nach DVFA/SG. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine gegenüber Vorjahr um +20% höhere Dividende von EUR 0,59 (EUR 0,49) je Stammaktie vor.

Die Börse hat die positive Entwicklung von STADA deutlich honoriert: Die STADA-Stammaktie zählte in 2001 zu den vier Top-Performern im DAX 100 und übertraf mit einer Steigerung von +66% bei weitem alle Segmentindizes der Deutsche Börse AG. Die Marktkapitalisierung stieg in 2001 um +73% auf EUR 730,4 Mio. (EUR 422 Mio.). 

Für das laufende Jahr plant STADA die Fortsetzung des erfolgreichen Wachstums. „Beim Umsatz in unseren Kernsegmenten werden wir +15% bis +20% zulegen, in den ersten Monaten liegen wir dabei an der oberen Grenze“, so Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff optimistisch, „und natürlich sollen dabei trotz des hohen Ausgangsniveaus auch die Ergebnisse wieder prozentual zweistellig wachsen.“ 

Basis für das kontinuierliche Konzernwachstum ist die Strategie „STADA. Die Gesundheits AG.“. Die unveränderte strategische Prämisse ist dabei der bewusste Verzicht auf eine kostenintensive und riskante Wirkstoffforschung. Das Produktportfolio von STADA wird damit konzentriert auf patentfreie Wirkstoffe (sogenannte Multisource-Produkte). Damit entsteht der finanzielle Spielraum für ein wachstumsorientiertes Agieren in Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb und nicht zuletzt in der Preisgestaltung der Produkte. STADA ist so in der Lage, weite Teile des eigenen Portfolios als preiswürdige „value-for-money“-Produkte mit großen Wachstums- und guten Ertragschancen im Gesundheitsmarkt zu positionieren.
Dabei hat sich STADA bereits seit Jahren auf drei Kernsegmente fokussiert: Generika (Arzneimittel, die nach Patentablauf in gleicher Qualität, aber zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden), Markenprodukte für den Gesundheitsmarkt sowie Spezialpharmazeutika (z.Zt. Impfstoffe und Arzneimittel zur Krebstherapie).

Mit diesen drei Kernsegmenten Generika, Marken und Spezialpharmazeutika erreichte STADA in 2001 ein Wachstum von +21%. Der Umsatz im größten Segment, Generika, konnte um +25% auf EUR 326,0 Mio. gesteigert werden. Generikaumsätze stehen damit für 61% (56%) des Gesamtumsatzes. Marken tragen 83,3 Mio. EUR oder 15% (16%) zum Konzernumsatz bei. Das Plus im Jahresvergleich beträgt +8%.
Das Segment Spezialpharmazeutika (Onkologika, Impfstoffe) verzeichnete ein Umsatz-wachstum von +26% auf EUR 16,0 Mio. (unverändert 3% des Gesamtumsatzes).

Das Segment der margenarmen Handelsgeschäfte, das nicht zu den Kernsegmenten des Konzern zählt, wurde um -6% auf EUR 106,5 Mio. reduziert und trägt jetzt noch 20% (24%) zum Konzernumsatz bei. Der Schwerpunkt des Handelsgeschäfts liegt dabei mit 87% Anteil in den Niederlanden. Durch Neustrukturierungen, bei denen auch Möglichkeiten der Kooperation mit lokalen Großhändlern geprüft werden, werden sich dort und entsprechend auch im Konzern Volumen und Anteil der Handelsgeschäfte planmäßig weiter reduzieren.

STADA erzielte im Geschäftsjahr 2001 rund 95% des Umsatzes in den Ländern der Europäischen Union. Der Umsatz im EU-Schlüsselmarkt Deutschland, sowohl für Generika wie für die Markenprodukte der wichtigste Markt in der EU, macht dabei gut die Hälfte aus. Er erreichte in 2001 einen Zuwachs von +19% gegenüber Vorjahr.
Das Marktwachstum des deutschen Pharmamarktes verzeichnete dagegen nur ein Plus von ca. +10%. In den Niederlanden wuchsen die Kernsegmente um +7% auf EUR 39,2 Mio.; bedingt durch die Rückführung des Handelsgeschäfts ging der Umsatz hier insgesamt um -4% zurück. In zahlreichen Märkten der EU konnte STADA die Umsätze in 2001 weiter steigern; besonders hohe Zuwächse erzielten Italien (+297%), Belgien (+54%) und Österreich (+38%). So konnte in Italien mit dem starken Wachstum nur 2 Jahre nach dem Start ein Umsatz von EUR 13,1 Mio. (EUR 3,3 Mio.) und damit bereits erstmals ein operatives Plus im Ergebnis erzielt werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) liegt mit EUR 74,9 Mio. (EUR 54,2 Mio.) um +38% höher als im Vorjahr. Der Betrag schließt einmalige Sondereffekte in Höhe von EUR 4,5 Mio. aus verlängerten Abschreibungszeiträumen, die von den deutschen Steuerbehörden rückwirkend verlangt wurden, sowie von EUR 5,6 Mio. aus dem Verkauf eigener Aktien ein. Damit errechnet sich eine EBITDA-Zunahme von +20% bereinigt um Sondereffekte. Der Jahresüberschuss erreichte in 2001 mit EUR 24,7 Mio. eine Zunahme von +34% gegenüber dem Vorjahr (EUR 18,4 Mio. nach Bereinigung der Kosten für die damalige Kapitalerhöhung und der deutschen Steuerquote).
Ohne Sondereffekte einer einmaligen Steuernachzahlung von EUR 1,7 Mio. beträgt die Zunahme +43%.

Die Aufwandsseite hat sich im STADA-Konzern insgesamt erfreulich entwickelt. „STADA profitiert bei Materialbeschaffung und allgemeinen Aufwendungen vermehrt von Größenvorteilen und der internationalen Aufstellung“, erläutert Finanzvorstand Wolfgang Jeblonski die Entwicklung. „So erlauben z.B. europaweite Produkt-zulassungen großvolumige Chargen, da keine nationalen Variationen in der Produktzusammensetzung erforderlich sind“, so Jeblonski weiter. 

Die Materialaufwandsquote unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen konnte auf 48,2% (50,0%) weiter gesenkt werden. In den Kernsegmenten, also ohne Handelsgeschäft, ergibt sich eine Materialaufwandsquote von ca. 34%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen 2001 um +13,7% auf EUR 132,5 Mio. (EUR 116,5 Mio.) gleichfalls unterproportional.

Die Personalaufwandsquote stieg leicht auf 16,7% (16,0%). Der Anstieg ist auf den strategisch gewollten internationalen Ausbau im Vertrieb zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 288 auf 1.827 Mitarbeiter. Davon entfallen jetzt 46% auf den Vertrieb (40%), d.h., es gibt 230 zusätzliche Vertriebsmitarbeiter. Die Ausweitung der übrigen Mitarbeiter beläuft sich auf +6,3% und ist damit deutlich unterproportional zu Umsatz- und Ergebniswachstum.

Die gestiegene Steuerquote im Konzern von 48,4% (Vorjahr 43,6%) ist wesentlich durch eine einmalige Steuernachzahlung in Höhe von EUR 1,7 Mio. für die Jahre 1995-1998 bedingt. Die mit Abstand größte Nachforderung ergab sich dabei aus der Forderung der deutschen Finanzbehörde, den Abschreibungszeitraum für Arzneimittelzulassungen rückwirkend ab 1995 über einen Zeitraum von 15 Jahren festzulegen. Bereinigt um die einmalige Steuernachzahlung ergibt sich eine Steuerquote im Konzern von 44,9%. Für das Geschäftsjahr 1999 betrug die Steuerquote noch 54,8%.

Die Investitionen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 56,6 Mio. (Vorjahr EUR 39,3 Mio.), eine Steigerung um +44%. Wie im Vorjahr wurde insbesondere in den Erwerb von Lizenzen, Marken sowie Zulassungen für Neuprodukte, d.h. in immaterielle Vermögensgegenstände (78% aller Investitionen) investiert. In Sachanlagen flossen 21% der investierten Mittel. Damit wurden größere Baumaßnahmen an mehreren Standorten abgeschlossen sowie als Neuprojekt der Ausbau der eigenen Antibiotika-Produktion in Irland begonnen.

Unverändert ist es die strategische Entscheidung des Konzerns, neben einer Eigenproduktion, die ca. 40% des Konzernbedarfs abdeckt, die Kapazitäten im Markt für die Auftragsherstellung zu nutzen. „Die permanente Überprüfung des ‚Make or Buy‘ gibt uns auch für den weiteren internationalen Ausbau die Flexibilität, effizient vorzugehen“, unterstreicht der für die Herstellung zuständige Technik-Vorstand Peter Niemann die Produktionsstrategie.

STADA hat auch in 2002 wieder die Spitzenstellung in der Produktentwicklung bestätigt. Im Kerngeschäftsfeld Generika werden 32% der Umsätze von Produkten erzielt, die erst in den letzten 3 Jahren eingeführt worden sind. Die Einführung von Roxythromycin im ersten, Loratadin im zweiten sowie Ciprofloxacin und Ofloxacin im dritten Quartal haben für die deutschen Gesellschaften im Berichtsjahr bereits mit EUR 8,6 Mio. zum Umsatz beigetragen. Insgesamt konnten konzernweit 209 (193) neue Produkte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 eingeführt werden. Damit hat STADA erneut von der strategischen Stärke in der Produktentwicklung profitiert. 

In der EMEA-Statistik der europäischen Zulassungsverfahren (so genannte MR-Verfahren) für Generika steht STADA unverändert auch am Ende des Jahres 2001 mit jetzt 486 Zulassungen aus MR-Verfahren an der Spitze. Wie bereits mitgeteilt, sollen zudem 3 in der Entwicklung befindliche Biogenerika ab 2005/2006 für zusätzliche Konzernumsätze sorgen - ab dem dritten vollen Marketingjahr für ca. EUR 100 Mio. p.a.

STADA verfügt über eine starke finanzielle Basis, um den Wachstumskurs konsequent fortzusetzen. Der Brutto-Cash-flow betrug EUR 40,7 Mio. (EUR 36,1 Mio.). Die Eigenmittel betrugen EUR 232 Mio. (EUR 209 Mio.). Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 49% (Vorjahr nach Kapitalerhöhung: 52%). Darüber hinaus werden aber Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, neues Kapital in Höhe von EUR 24,3 Mio. zu genehmigen. „Mit diesem Vorratsbeschluss erhalten wir die Flexibilität, auch kurzfristig attraktive Akquisitionsmöglichkeiten zu nutzen“, erläutert Finanzvorstand Jeblonski.

Den finanziellen Spielraum für Akquisitionen hat STADA in den letzten Monaten intensiv genutzt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2001 bzw. in den ersten 4 Monaten von 2002 konnten Akquisitionen in den USA (übernommenes Umsatzvolumen im Generika-Bereich in Höhe von ca. USD 30 Mio. p.a.), in Italien (Absichtserklärung über den Kauf von Markenprodukten mit einem Umsatzvolumen von ca. EUR 22 Mio. p.a.), in Spanien (Übernahme der Nr. 2 im spanischen Generika-Markt mit einem Umsatzvolumen von ca. EUR 20 Mio. p.a.) sowie in Italien und Spanien verschiedene Markenakquisitionen (übernommenes Umsatzvolumen insgesamt ca. EUR 4 Mio. p.a.) erfolgreich abgeschlossen bzw. eingeleitet werden. STADA wird auch weiterhin die Kernsegmente durch Zukäufe stärken - konsequent, aber ohne kurzfristigen Zeitdruck. „Wir gehen da ganz unaufgeregt heran, Akquisitionen müssen genauso wie bestehende Aktivitäten strategisch passen und rentabel sein“, kommentiert Hartmut Retzlaff die Zukäufe.

Im Ausblick zeigt sich Retzlaff überzeugt, dass STADA mit der richtigen strategischen Positionierung, der bekannten Entwicklungsstärke und der internationalen Organisation über die Erfolgsfaktoren verfügt, um den Unternehmenswert auch in den nächsten Jahren signifikant zu steigern. „Besonders optimistisch stimmt mich, dass bis 2005 in Europa Wirkstoffe mit einem Umsatzvolumen von über vier Milliarden Euro patentfrei werden. Da wollen wir termingerecht auf den Märkten sein“, so Retzlaff.

Für das laufende Geschäftsjahr 2002 plant das Unternehmen für die Kernsegmente insgesamt ein Wachstum von +15% bis +20%. Im Konzernergebnis geht STADA ungeachtet des hohen Ausgangsniveaus für 2002 von einer erneuten prozentual zweistelligen Steigerung aus. Die vorläufigen Umsatzzahlen bis Mitte März bestätigen die optimistische Prognose. Bei einem Umsatzzuwachs im Konzern von ca. +12% sind die Kernsegmente insgesamt um ca. +20% gestiegen. Die endgültigen Ergebnisse des 1. Quartals (erstmals nach IAS) werden am 14. Mai 2002 veröffentlicht.

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