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STADA: Rekordergebnis 2002 bestätigt klaren Wachstumskurs

Konzerumsatz 2002: 633,5 Mio. EUR (+18%)
Ergebnis vor Steuern 2002: 61,0 Mio. EUR (+77%)
Ergebnis je Aktie 2002: 1,83 EUR (+151%)
Dividendenerhöhung auf 0,65 EUR (+10%) vorgeschlagen
Optimistische Prognose 2003 

Siebtes Rekordjahr in Folge

Die STADA Arzneimittel AG präsentiert heute mit ihren Ergebnissen des Geschäftsjahrs 2002 das siebte Rekordergebnis in Folge. Die im Laufe des letzten Jahres deutlich angehobenen Ziele für das Geschäftsjahr 2002 wurden klar erreicht.

Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um +18% auf 633,5 Mio. EUR (Vorjahr 537,8 Mio. EUR). Erstmals erreichten dabei die drei Kernsegmente - Generika, Marken und Spezialpharmazeutika - einen Anteil von 90%. In den Kernsegmenten ist der Konzernumsatz besonders kräftig um +34% auf 572,0 Mio. EUR (Vorjahr 425,3 Mio. EUR) gewachsen. Davon sind 17%-Punkte organisches Wachstum. „Wir sind stolz auf unser kräftiges Wachstum vor allem in den strategischen Kernsegmenten, und wir sind zuversichtlich, dass wir dies auch in den nächsten Jahren fortsetzen können", umriss Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff die gesetzten Ziele, die er mit dem Anspruch „STADA - designed for growth" verbindet.

Alle Ertragskennzahlen von STADA (seit Jahresbeginn 2002 nach IAS) sind in 2002 gegenüber 2001 deutlich angestiegen. Die erfreulichen Zuwachsraten ergeben sich sowohl in Bezug auf die rückwirkend angepassten IAS- wie auch in Bezug auf die ursprünglichen HGB-Ergebnisse aus 2001. Im Einzelnen steigerte STADA in 2002:

  • das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) auf 96,5 Mio. EUR (+42% nach IAS bzw. +29% vs. HGB)  
  • das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 73,2 Mio. EUR (+71% nach IAS bzw. +34% vs. HGB)  
  • das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 61,0 Mio. EUR (+77% nach IAS bzw. +28% vs. HGB)  
  • den Konzerngewinn auf 35,1 Mio. EUR (+168% nach IAS bzw. +42% vs. HGB)  
  • das Ergebnis je Aktie auf 1,83 EUR (+151% nach IAS bzw. +33% vs. HGB/DVFA).

In diesen Ergebnissen sind als Einmaleffekte enthalten: -4,8 Mio. EUR Restrukturierungsaufwendungen, -1,4 Mio. EUR Pensionsrückstellungen und +1,2 Mio. EUR Erträge aus Bewertungsanpassungen.
Damit ergeben sich bei Bezug der jeweiligen Ergebnisse (IAS) auf den Konzernumsatz eine EBITDA-Marge von 15% (Vorjahr 13%), eine EBIT-Marge von 12% (Vorjahr 8%), eine EBT-Marge von 10% (Vorjahr 6%) und eine Netto-Umsatzrendite von 6% (Vorjahr 2%). „An der Steigerung dieser Kennzahlen wird deutlich, dass STADA in 2002 klar an Profitabilität gewonnen hat“, kommentiert Finanzvorstand Wolfgang Jeblonski die Ergebnisse.

Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung am 24. Juni 2003 vorschlagen, die Dividende um +10% auf 0,65 EUR je Aktie zu erhöhen. Auf Grund der in 2002 gestiegenen Aktienzahl erhöht sich die Ausschüttungssumme damit um +18% auf 13,0 Mio. EUR.

Wachstumsstrategie honoriert

Die positive Unternehmensentwicklung spiegelt sich im Aktienkurs wider, der sich seit mehreren Jahren jeweils deutlich besser als die Vergleichsindices entwickelt. Im Laufe des 1. Quartals 2003 erreichte die STADA-Aktie am 19. März 2003 mit einem Kurs von 45,11 EUR ein Allzeithoch seit Notierungsaufnahme 1998. Im neu gefassten MDAX liegt STADA nach Indexgewicht jetzt auf Platz acht. Seit Dezember 2002 ist STADA auch im EuroSTOXX 600-Index geführt. 
Mit dem dynamischen und ertragsstarken Konzernwachstum wird die Strategie „STADA. Die Gesundheits AG“ bestätigt: Konzentration des Produktportfolios auf patentfreie Wirkstoffe (so genannte Multisource-Produkte), der bewusste Verzicht auf eine kostenintensive und riskante Wirkstoffforschung und eine internationale Aufstellung, insbesondere in Europa. STADA fokussiert sich dabei seit Jahren auf die drei Kernsegmente Generika (Arzneimittel, die nach Patentablauf in gleicher Qualität, aber zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden), Markenprodukte für den Gesundheitsmarkt sowie Spezialpharmazeutika (Arzneimittel zur Krebstherapie und zukünftig Biogenerika).
In allen drei Kernsegmenten konnte STADA kräftig zulegen. Der Segmentumsatz bei Generika stieg um +36% auf 444,5 Mio. EUR, bei Marken um +29% auf 107,6 Mio. EUR und bei Spezialpharmazeutika um +24% auf 19,9 Mio. EUR. Generika trugen damit 70% (Vorjahr 61%), Marken 17% (15%) und Spezialpharmazeutika unverändert 3% zum Gesamtumsatz bei. Im Nichtkernsegment Handelsgeschäfte sind die Umsätze - parallel zur abgeschlossenen Restrukturierung in den Niederlanden - gleichzeitig wie geplant um -48% zurückgeführt worden. Sie trugen nur noch 9% (20%) zum Konzernumsatz bei.

Auch die Entwicklung der operativen Ergebnisse in allen Kernsegmenten ist erfreulich: Die entsprechenden Margen (Operatives Ergebnis nach IAS in Bezug auf den Umsatz jeweils je Segment) konnten jeweils gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert werden: bei Generika auf 15% (Vorjahr 13%), bei Marken auf 11% (Vorjahr 6%) und bei Spezialpharmazeutika auf 24% (Vorjahr 16%).

STADA erzielt 88% des Umsatzes in den Ländern der Europäischen Union, im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 95% gelegen. Außerhalb der EU erzielte STADA im Geschäftsjahr 12% des Umsatzes (Vorjahr 5%). Eine wichtige Veränderung war dabei der Erwerb des Geschäftsbetriebs der MOVA Laboratories Inc., Cranbury, New Jersey, USA, zum 1.Januar 2002, der für den Konzern den operativen Start mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft in den USA, der STADA Inc., bedeutet hat. Im gesamten Geschäftsjahr 2002 entfielen bereits 8% des Umsatzes allein auf die Vereinigten Staaten. Der Umsatzzuwachs außerhalb der EU erreichte daher +181%. Innerhalb der EU lag der Zuwachs insgesamt bei +9% und in den Kernsegmenten bei +25%.

Im Rahmen der planmäßigen Internationalisierung des Geschäfts konnten neben den USA vor allem in den Generika-Schwellenmärkten in der EU erfreuliche Zuwächse erzielt werden: in Frankreich um +99% auf 23,1 Mio. EUR, in Italien um +186% auf 37,5 Mio. EUR und in Spanien teilweise akquisitionsbedingt um +1.443% auf 21,6 Mio. EUR. Aber auch in Dänemark oder Österreich verlief das Wachstum mit +66% bzw. mit +38% sehr zufriedenstellend. In den Niederlanden wuchsen die Kernsegmente unter Berücksichtigung von Umgliederungseffekten um +9%, während der Gesamtumsatz dort durch die Rückführung des Handelsgeschäfts um insgesamt -48% abnahm.

Der Konzernumsatz im EU-Schlüsselmarkt Deutschland legte in 2002 um +18% gegenüber Vorjahr zu und erreichte 330,8 Mio EUR. Besonders stark wuchsen in Deutschland die Generika des Konzerns, nämlich um insgesamt +23%. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund eines Marktwachstums von ca. +8% für den deutschen Gesamtpharmamarkt bzw. ca. +11% für den deutschen Generika-Markt besonders erfreulich. Insgesamt entsprach der Deutschlandumsatz noch rund der Hälfte des Gesamtumsatzes von STADA.

In Wachstum investiert

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte STADA die Investitionen deutlich auf 185,9 Mio. EUR (Vorjahr 65,6 Mio. EUR), eine Steigerung um +183%. Auf immaterielle Vermögensgegenstände entfielen dabei 163,7 Mio. EUR (52,7 Mio. EUR); dies spiegelt vor allem die erfolgreiche Akquisitionstätigkeit wider, mit der das organische Wachstum in 2002 ergänzt wurde. Die Akquistionsschwerpunkte lagen wieder im Ausbau der vertrieblichen Kompetenz und des Produktportfolios; das akquirierte Umsatzvolumen betrugt auf Jahresbasis ca. 92 Mio. EUR. Der Erwerb von Produktionseinrichtungen konnte vermieden werden. Im Zuge dieser Investitionen stiegen in 2002 die Finanzverbindlichkeiten um +112% auf 259,8 Mio. EUR oder 35% der Bilanzsumme an. Allerdings erhöhte sich durch das gute Jahresergebnis sowie die fast vollständige Ausübung der Optionsscheine 1997/2002 durch die Investoren auch das Eigenkapital um +16% auf 324,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist mit 43,7% (Vorjahr 53,2%) gut und macht es aus der Sicht des Vorstands vorläufig nicht notwendig, von der gegebenen Möglichkeit einer Kapitalerhöhung Gebrauch zu machen, es sei denn, dass eine besonders große Akquisition zu finanzieren wäre.

Parallel zum Ausbau der multiplen internationalen Vertriebskompetenz hat STADA auch 2002 wieder ihre Spitzenstellung in der Produktentwicklung bestätigt. Das zuständige Vorstandsmitglied Dr. Klaus-Peter Reich konnte von insgesamt 213 Neueinführungen in 2002 berichten (Vorjahr 209). In der EMEA-Statistik der europäischen Zulassungsverfahren (so genannte MR-Verfahren) für Generika stand STADA zum Jahresende 2002 unverändert mit 681 Zulassungen an der Spitze (Vorjahr 486).

Mit einer gut gefüllten Produktpipeline ist STADA hervorragend aufgestellt, um von den Umsatzvolumina zu profitieren, die in den nächsten Jahren patentfrei werden. Allein in der EU sind dies bis 2006 ca. 6 Mrd. EUR. Dazu erwartet STADA spätestens ab 2006 auch erste Biogenerika-Umsätze. An der Entwicklung von drei Biogenerika, die bereits 2001 unter Nutzung von privatem Venture Capital gestartet wurde, arbeiten nun verschiedene externe Kooperationspartner. Für das laufende Jahr ist der Beginn der klinischen Prüfungen geplant.

Aufwandsseite effizient gesteuert

Die erfreuliche Ertragssituation im STADA-Konzern ist das Ergebnis vertrieblicher Erfolge und der positiven Entwicklung auf der Aufwandsseite. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um +36% auf 322,7 Mio. EUR gegenüber Vorjahr, d.h. auf 51% vom Konzernumsatz (Vorjahr 44%). Dazu haben vor allem die um +18% erfreulich gewachsenen Umsätze sowie die um nur +3% erhöhten Herstellungskosten beigetragen. Ursache dafür ist auch der Ersatz margenschwacher Handelsumsätze durch ertragreicheres Geschäft in den Kernsegmenten.

Unverändert gilt dabei die strategische Entscheidung des Konzerns, neben einer Eigenproduktion, die ca. 40% des Konzernbedarfs abdeckt, die Kapazitäten im Markt für die Auftragsherstellung zu nutzen. „Unsere erfolgreichen, schlanken Strukturen beruhen wesentlich auf der permanenten Überprüfung des Make or Buy", betonte der für Produktion und Technik zuständige Vorstand Peter Niemann und unterstreicht „die Bedeutung der flexiblen Produktionsstrategie für den weiteren effizienten internationalen Ausbau von STADA“.

Die Vertriebskosten und die Allgemeinen Verwaltungskosten haben sich planmäßig entwickelt. Die Vertriebskosten stiegen um +25% auf 180,2 Mio. EUR, d.h. 28,4% des Konzernumsatzes, die Allgemeinen Verwaltungskosten um +26% auf 41,8 Mio. EUR oder 6,6% des Konzernumsatzes. Gegenüber Vorjahr liegen diese Quoten bezogen auf den Konzernumsatz leicht höher, allerdings bezogen auf den Umsatz in den Kernsegmenten niedriger. Die Forschungs- und Entwicklungskosten wurden bewusst überproportional um +55% gesteigert und liegen bei 16,1 Mio. EUR oder 2,5% des Konzern- bzw. 2,8% des Kernsegmentumsatzes. STADA trägt damit den gestiegenen Marktchancen Rechnung, die sich nicht zuletzt aus der zunehmenden Zahl von Patentabläufen ergeben.

Wachstum schafft Arbeitsplätze

Der Wachstumskurs schafft auch attraktive Arbeitsplätze. Im Geschäftsjahr 2002 hat STADA 304 (Vorjahr 288) neue Arbeitsplätze geschaffen, davon 42 an deutschen Standorten. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen in 2002 durchschnittlich über 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, +17% mehr als im Vorjahr. Die fortschreitende Internationalisierung spiegelt sich in der wachsenden Mitarbeiterzahl im Ausland wider: Mittlerweile sind 56% oder knapp 1.200 Mitarbeiter für STADA im Ausland tätig. Rund die Hälfte sind in Marketing und Vertrieb aktiv. In Forschung und Entwicklung sind rund 120 Mitarbeiter tätig. Ausgezeichnete Bewertungen für ihren Arbeitsplatz vergaben in der Untersuchung Deutschlands Beste Arbeitgeber 2003 neun von je zehn befragten STADA-Mitarbeitern.

Designed for Growth

Für das laufende Jahr plant STADA die Fortsetzung des erfolgreichen Wachstums und erneut prozentual zweistellige Wachstumsraten für Umsatz und Ertrag. Mit den Akquisitionen des laufenden Geschäftsjahres, der englischen Schein Pharmaceuticals (Generika-Vertriebslinie Genus Pharmaceuticals) und der New Pharma Ajani in Italien, hat STADA das europäische Vertriebsnetz erneut enger geknüpft. STADA hat damit beste Voraussetzungen, das antizipierte Marktwachstum insbesondere im Kernsegment Generika in eigenes Wachstum umzusetzen. Zusätzlich wird STADA auch weiterhin eine aktive Akquisitionspolitik betreiben, um das ertragsorientierte Konzernwachstum weiter zu beschleunigen. Im laufenden Geschäftsjahr 2003 konnte der Konzernumsatz bis Mitte März um ca. +17%, der Umsatz in den Kernsegmenten sogar um ca. +32% gegenüber Vorjahreszeitraum gesteigert werden. „In den ersten Monaten 2003 liegen wir somit gut auf Kurs für das 8. Rekordjahr in Folge“, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff optimistisch. „Für STADA gilt eben: designed for growth”, so sein abschließendes Fazit.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

STADA Arzneimittel AG
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