STADA

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

STADA-Hauptversammlung 2004: Vorstand sieht STADA mittelfristig weiter auf Wachstumskurs

Auf der Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG, die heute im Congress Center der Messe Frankfurt stattgefunden hat, berichtete der STADA-Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff zunächst über das erfolgreiche abgelaufene Geschäftsjahr 2003, das bei Umsatz und Ertrag das 8. Rekordjahr in Folge war.

Dann ging Retzlaff ausführlich auf die aktuellen Herausforderungen ein, die sich für STADA insbesondere im laufenden Geschäftsjahr 2004 ergeben. Wie heute berichtet, hat STADA seine aktuellen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen. Das angestrebte prozentual zweistellige Umsatzwachstum ist danach aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2004 zwar unverändert möglich, aber nicht mehr sicher. Für den Ertrag erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht, dass der Konzerngewinn von STADA im Geschäftsjahr 2004 nur im Bereich des Vorjahresniveaus liegen wird.

Retzlaff ging in seiner Rede ausführlich auf die Gründe für diese Anpassungen ein. Im Vordergrund standen dabei die Auswirkungen des deutschen Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG), das aus seiner Sicht Generikaanbieter wie STADA „deutlich über Gebühr" belastet.

Insbesondere die GMG-Zwangsrabatte werden STADA in diesem Jahr deutlich über 20 Millionen EUR Ertrag kosten. Retzlaff rechnete vor, dass ohne diese Zwangsrabatte STADA auch in diesem Jahr im Gewinn wieder mit über +20% wachsen würde. Auch die verzögerte Umsetzung von Ausführungsdetails belaste STADA erheblich, so z.B. im Bereich der nicht länger zu Lasten der Krankenkassen verordnungsfähigen Arzneimittel.

Im 1. Quartal 2004 konnten diese massiven regulatorischen Eingriffe auf Konzernniveau noch weitgehend ausgeglichen werden. Jetzt hinterlassen zusätzlich auch noch in einigen wichtigen nationalen Märkten eine unerwartet verhaltene Nachfrage sowie eine sich verschärfende Preis- und Rabattsituation ihre Spuren.

Retzlaff erläuterte dazu: „In einem normalen Jahr hätten wir diese aktuellen Themen konzernintern ausgleichen können - aber das GMG hat in diesem Jahr bereits alle unsere Ausgleichsmöglichkeiten aufgezehrt. Wir haben deswegen unsere Prognosen für 2004 reduziert."

Der Vorstand geht jedoch von einer nur vorübergehenden Verlangsamung des Wachstumskurses des Konzerns aus. STADA wird deswegen auch weiterhin intensiv in Marketing und Vertrieb investieren sowie die Entwicklungsprojekte des Konzerns uneingeschränkt fortführen.

Wenn sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den für STADA wichtigsten nationalen Märkten, insbesondere in Deutschland, jetzt als konstant erweisen und wenn die Märkte zu einer rationalen Preis- und Konditionenpolitik zurückkehren, wird STADA nach heutiger Meinung des Vorstands den ertragsorientierten Wachstumskurs in 2005 wieder erfolgreich, d.h. mit einem erneuten Umsatz- und Ertragswachstum, fortsetzen können. Retzlaff begründete dies in seiner Rede mit dem Verweis auf die strategischen und operativen Stärken von STADA. Sein daraus gezogenes Fazit war: „Der Vorstand sieht STADA mittelfristig weiter auf Wachstumskurs."

Im weiteren Verlauf billigte die Hauptversammlung den Verwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für den Bilanzgewinn der STADA Arzneimittel AG aus dem Geschäftsjahr 2003. STADA zahlt demnach für das Geschäftsjahr 2003 die höchste Dividendensumme der Unternehmensgeschichte an die Aktionäre aus. Die Dividende wird erneut erhöht, und zwar auf 0,70 EUR je Stammaktie (Vorjahr 0,65 EUR); die Dividenden-Ausschüttungssumme steigt - unter Berücksichtigung der durch die Kapitalmaßnahmen in 2003 gestiegenen Aktienzahl - kräftig um +44% auf 18,7 Mio. EUR (Vorjahr 13,0 Mio. EUR). Der Überschussbetrag von 10,2 Mio. EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anschließend wurden Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2004 wurde die TREUROG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main, bestellt.

Die Hauptversammlung stimmte ferner dem Vorschlag zu, unter Ausgabe von 26.695.410 Gratisaktien das Grundkapital der Gesellschaft zu erhöhen: um 69.408.066,00 EUR auf 138.816.132,00 EUR, und zwar durch Umwandlung von 43.930.856,44 EUR aus der Kapitalrücklage und 25.477.209,56 EUR aus anderen Gewinnrücklagen. Im Aktienkurs wird sich diese Kapitalmaßnahme nach erfolgter Umsetzung de facto wie ein 1:1-Aktiensplit darstellen: Bei gleich bleibender Marktkapitalisierung wird sich bei dann doppelter Aktienzahl der Aktienkurs technisch bedingt voraussichtlich halbieren.

Der Vorstand wurde außerdem von der Hauptversammlung zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals einschließlich der entsprechenden Satzungsänderung ermächtigt, da das bisherige genehmigte Kapital fast vollständig ausgeschöpft ist. Der Vorratsbeschluss sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 14. Juni 2009 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 69.408.066,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 26.695.410 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erhöhen kann. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann dabei ausgeschlossen werden (a) für Spitzenbeträge sowie (b) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen bis zu einem Betrag von der 10% des Grundkapitals; der ursprünglich zusätzlich vorgesehene Punkt (c), Bezugsrechtsausschluss bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, wurde vor der Abstimmung gestrichen.

Auch alle anderen Beschlüsse fasste die Hauptversammlung entsprechend den Vorlagen von Vorstand und Aufsichtsrat. U.a. wurde die bereits bestehende Ermächtigung zum Aktienrückkauf erneuert. Demnach kann die Gesellschaft nun bis zum 15. Dezember 2005 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10% des entsprechenden Grundkapitals erwerben bzw. verkaufen.

Die Abstimmungsergebnisse und den Wortlaut der Rede des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff einschließlich der gezeigten Präsentation finden Sie im Internet unter www.stada.de/hv2004.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

STADA Arzneimittel AG
Unternehmenskommunikation
61118 Bad Vilbel
Tel.: +49(0) 6101 603-113
Fax: +49(0) 6101 603-506
e-Mail: communications(at)stada.de