STADA: Erfolgreicher Start im Q1/2005 - 10. Rekordjahr in Aussicht
12.05.2005 . Pressemitteilung
Die STADA Arzneimittel AG ist erwartungsgemäß erfolgreich in das Geschäftsjahr 2005 gestartet: Der Konzernumsatz wuchs im 1. Quartal 2005 im Vergleich zum 1. Quartal 2004 um 21%. Gleichzeitig stiegen unter Einbezug aller einmaligen Sondereffekte sowohl der Konzerngewinn wie auch das Ergebnis vor Steuern um 11%; bereinigt um die einmaligen Sondereffekte des 1. Quartals 2004 wie auch die des Berichtsquartals stieg das Ergebnis vor Steuern im Konzern um 38%. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet STADA unverändert eine Fortsetzung der guten Entwicklung. Damit wird 2005 aus heutiger Sicht für den Konzern bei Umsatz und Ertrag das 10. Rekordjahr in Folge werden.
Im 1. Quartal 2005 erreichte STADA den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte: Er stieg um 21% auf 245,0 Mio. EUR (Q1/2004: 202,4 Mio. EUR), insbesondere getrieben durch das starke Wachstum des internationalen Geschäfts (34%). Zu diesem Umsatzwachstum trugen Akquisitionen - im Wesentlichen die Erstkonsolidierung der russischen Nizhpharm seit 1. Januar 2005 - mit 12,8 Mio. EUR (6 Prozentpunkten) bei.
Der Konzerngewinn erreichte im 1. Quartal 2005 17,0 Mio. EUR (vs. 15,3 Mio. EUR in Q1/2004), das Ergebnis vor Steuern (EBT) 26,9 Mio. EUR (vs. 24,1 Mio. EUR), was jeweils einen Anstieg um 11% bedeutet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 9% auf 29,1 Mio. EUR (Q1/2004: 26,7 Mio. EUR), das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 2% auf 37,3 Mio. EUR (Q1/2004: 36,4 Mio. EUR). Im Q1/2005 reduzierten einmalige Sondereffekte in Höhe von 4,0 Mio. EUR - davon 3,5 Mio. EUR für Abfindungen - das Ergebnis vor Steuern; im Q1/2004 hingegen hatten die entsprechenden Sondereffekte in Höhe von 1,7 Mio. EUR das Ergebnis vor Steuern erhöht. Bereinigt man die jeweiligen Quartalsergebnisse um diese Effekte, ergibt sich für das 1. Quartal 2005 ein Wachstum des EBT um 38%, des EBIT um 32% und des EBITDA um 31%.
Das Quartalsergebnis je Aktie wurde auf 0,32 EUR gesteigert (Q1/2004: 0,29 EUR); das verwässerte Quartalsergebnis je Aktie nach IAS 33.31 stieg auf 0,30 EUR (Q1/2004: 0,28 EUR).
Im Segment Generika stieg der Umsatz im 1. Quartal 2005 um 18% auf 174,8 Mio. EUR (Q1/2004: 147,5 Mio. EUR) und das operative Segmentergebnis kräftig um 79% auf 27,2 Mio. EUR. Das Markengeschäft verzeichnete einen starken Umsatzzuwachs um 34% auf 52,8 Mio. EUR (Q1/2004: 39,4 Mio. EUR). Das operative Segmentergebnis stieg hier vs. Vorjahresvergleichsquartal kräftig um 48% auf 8,2 Mio. EUR. Im Segment Spezialpharmazeutika stagnierte der Umsatz trotz Absatzsteigerungen etwa auf dem Vorjahrsniveau und betrug 5,9 Mio. EUR. Ursache hierfür ist der starke Preisdruck im Klinikgeschäft; er belastete auch das Segmentergebnis, das 0,6 Mio. EUR erreichte (Q1/2004: 1,1 Mio. EUR).
Die erfreuliche Umsatzentwicklung spiegelte sich auch in den nationalen Märkten wider. Im Ausland erzielte STADA ein Plus von 34% und erreichte damit dort einen Umsatz von insgesamt 133,4 Mio. EUR (Q1/2004: 99,4 Mio. EUR); dies entspricht 54,5% des Konzernumsatzes (Q1/2004: 49,1%). In Deutschland, dem mit 45,5% Anteil für STADA unverändert größten Markt, stieg der Konzernumsatz im 1. Quartal 2005 um 8% auf 111,5 Mio. EUR (Q1/2004: 103,1 Mio. EUR). Der Umsatz im Segment Generika stieg im 1. Quartal 2005 um 13% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Durch die Reduzierung der Zwangsrabatte für nicht festbetragsgeregelte Produkte von 16% auf 6% und die Einführung von moderaten Festbeträgen für die beiden umsatzstärksten Wirkstoffe Omeprazol und Simvastatin zum 1. Januar 2005 wird STADA in Deutschland 2005 beim Umsatz und insbesondere beim Ertrag wie erwartet entlastet.
In fast allen anderen europäischen Märkten konnte STADA im 1. Quartal 2005 die Umsätze ebenfalls klar steigern: in Belgien um 53% auf 21,1 Mio. EUR, in Italien um 31% auf 20,6 Mio. EUR, in Frankreich um 27% auf 16,1 Mio. EUR, in Spanien um 26% auf 13,5 Mio. EUR, in Großbritannien um 27% auf 9,0 Mio. EUR, in Dänemark um 100% auf 4,3 Mio. EUR, in Irland um 11% auf 3,7 Mio. EUR, in Österreich um 45% auf 2,9 Mio. EUR, in Tschechien um 40% auf 1,6 Mio. EUR und in der Schweiz um 50% auf 1,5 Mio. EUR. In den Niederlanden ging der Umsatz im Berichtszeitraum - bedingt durch den dort unverändert starken Wettbewerbsdruck - um 9% auf 9,7 Mio. EUR zurück. In Russland wurde im 1. Quartal 2005 durch die Erstkonsolidierung der Nizhpharm ein Umsatz von 11,4 Mio. EUR (bzw. 414,3 Mio. RUB) erzielt. Die nach der Übernahme begonnene vertriebliche Integration von Nizhpharm in den STADA-Konzern machte erfreuliche Fortschritte und wird voraussichtlich bereits bis Jahresende weitgehend abgeschlossen sein.
In den USA verzeichnete STADA im 1. Quartal 2005 einen Umsatzrückgang von 36% auf 7,3 Mio. EUR (Q1/2004: 11,4 Mio. EUR) bzw. von 33% auf 9,5 Mio. USD (Q1/2004: 14,2 Mio. USD), vor allem wegen des aktuell hohen Preis- und Margendrucks. STADA plant, durch kontinuierlichen Ausbau des Portfolios seine Marktposition zu stärken, u.a. durch die noch 2005 erwartete Einführung eines Fentanyl-haltigen Pflasters (der schmerzstillende Wirkstoff wirkt transdermal, d.h. durch die Haut). Zur mittelfristigen Erweiterung des US-Portfolios hat STADA in 2005 bisher mit den indischen Pharmaunternehmen Strides Arcolab Ltd., Bangalore, und Orchid Chemicals & Pharmaceuticals Ltd., Chennai, Verträge zur Entwicklung und Herstellung von verschiedenen Generika abgeschlossen, die in einigen Jahren in den USA eingeführt werden sollen.
In Asien entwickelten sich die STADA-Umsätze mit einem Plus von 32% auf 7,3 Mio. EUR im Q1/2005 insgesamt positiv. Die Umsätze erhöhten sich u.a. in Vietnam um 80% auf 1,8 Mio. EUR und auf den Philippinen um 68% auf 1,6 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Produktentwicklung wurden um 34% auf 7,1 Mio. EUR gesteigert (Q1/2004: 5,3 Mio. EUR) und sicherten einen kontinuierlichen Strom von konzernweit 95 neu eingeführten Produkten für die Vertriebsgesellschaften (Q1/2004: 90 Neuprodukte).
Im Rahmen der in 2004 mit der LipoNova GmbH eingegangenen strategischen Partnerschaft erwartet STADA im Laufe der nächsten Monate von der europäischen Zulassungsagentur EMEA entscheidende Aussagen darüber, ob Reniale® (eine autologe Tumorvakzine für spezielle Formen von Nierenkrebs) auf Basis der vorliegenden Unterlagen zulassungsfähig ist. Einzelne Nachforderungen der EMEA werden zurzeit von LipoNova bearbeitet. STADA unterstützt diese Aktivitäten durch Kredite an LipoNova in Höhe von bisher insgesamt ca. 5,4 Mio. EUR. LipoNova sieht die Chance, aus dem seit Ende 2003 laufenden Zulassungsverfahren in 2006 eine europäische Zulassung für Reniale® zu erhalten.
Bei der Entwicklung der Biogenerika Erythropoetin, Filgrastim und Interferon beta-1a, die von der durch STADA initiierten und überwiegend mit Venture Capital finanzierten BIOCEUTICALS AG betrieben wird, hat das Projekt Erythropoetin erste Priorität. Für Erythropoetin erwartet STADA den Abschluss der klinischen Studien im 2. Halbjahr 2005, die Stellung des Zulassungsantrags im 1. Quartal 2006 und die Zulassung in 2007. STADA unterstützt diese Entwicklungsaktivitäten mit einer Kapitalausstattungs-/Bürgschaftsgarantie von unverändert maximal 25 Mio. EUR.
Auf Basis einer starken Bilanz - die Eigenkapitalquote beträgt 59,4% - hat STADA die aktive Akquisitionspolitik auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Nach der Nizhpharm-Akquisition hat STADA im laufenden 2. Quartal 100% der Anteile des portugiesischen Generika-Anbieters Ciclum Farma, Unipessoal LDA, Amadora, eines reinen Vertriebsunternehmens ohne eigene Produktion, für ca. 31 Mio. EUR erworben; nach Abschluss der Transaktion wird Ciclum Farma seit 1. Mai 2005 im STADA-Konzern konsolidiert. Mit einem Jahresumsatz von ca. 7,3 Mio. EUR in 2004 ist Ciclum Farma die Nummer 6 im portugiesischen Generika-Markt; für 2005 wird ein starker Ausbau des Produktportfolios mit 15 Neueinführungen erwartet. Die Akquisition erlaubt es STADA nunmehr, bereits bestehende bzw. angestrebte EU-weite Produktzulassungen für Generika auch in Portugal über eigene Vertriebsstrukturen zu nutzen.
Darüber hinaus hat STADA im laufenden Jahr 2005 in Irland, Italien und der Slowakei kleinere Markenprodukte akquiriert.
Der Vorstand unterstreicht nach dem erfreulichen Verlauf des 1. Quartals seine optimistische Prognose für 2005: STADA erwartet ein prozentual zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ertrag und im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Beschleunigung des langjährigen Wachstumskurses, insbesondere beim Ertrag. „Aus heutiger Sicht können wir davon ausgehen, dass 2005 bei Umsatz und Ertrag das 10. Rekordjahr in Folge wird“, betonte STADA-Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff seinen Optimismus. Er rechne, so Retzlaff weiter, „für das Geschäftsjahr 2005 unverändert mit einem Konzerngewinn von mindestens 60 Mio. EUR“.
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