Ministerpräsident Koch besucht STADA
09.06.2004 . Pressemitteilung
Der hessische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Roland Koch hat heute im Rahmen seiner Sommertour 2004 die Konzernzentrale der STADA Arzneimittel AG in Bad Vilbel besucht. Er wurde dabei begleitet vom hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, dem örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Minkel und dem 1. Kreisbeigeordneten Bertram Huke.
In einem gesundheitspolitischen Meinungsaustausch stellte sich zunächst das Unternehmen vor. STADA vertreibt neben bekannten Markenprodukten zur Selbstmedikation (wie z.B. Grippostad®) insbesondere Generika, d.h. besonders preiswerte Arzneimittel mit patentfreien Wirkstoffen, und zählt in diesem Segment zu den führenden europäischen Anbietern. Dieses Geschäftsmodell ist seit Jahren sehr erfolgreich: 2003 war für STADA mit einem Konzernumsatz von ca. 745 Mio. EUR (davon ca. 50% im Ausland) und einem Konzerngewinn von fast 44 Mio. EUR das achte Rekordjahr in Folge. Von ca. 2.500 Mitarbeitern weltweit arbeiten ca. 1.080 in Deutschland bzw. ca. 660 am Standort Bad Vilbel. Neben der Konzern- und Deutschlandzentrale befindet sich hier auch ein Hauptproduktionsstandort des Konzerns.
Im weiteren Gespräch standen die Auswirkungen der zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Gesundheitsreform (GKV-Modernisierungsgesetz bzw. GMG) im Vordergrund. Obwohl Generika dank ihrer günstigen Preise seit Jahren zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen aktiv beitragen, sind auch Generika durch einzelne Bestimmungen des GMG (z.B. durch so genannte Zwangsrabatte) sowie durch teilweise verzögerte Ausführungsbestimmungen massiv von den Auswirkungen der Reform beeinträchtigt. „Es ist unverständlich und auch langfristig kontraproduktiv, dass das GMG damit über Gebühr die großen deutschen Generika-Anbieter wie z.B. STADA trifft", führte Retzlaff aus. Gerade die Generika-Anbieter seien innerhalb der deutschen pharmazeutischen Industrie in den letzten Jahren die einzigen Firmen, die ihr Geschäftsmodell erfolgreich internationalisierten und damit auch in Deutschland neue Arbeitsplätze geschaffen hätten - STADA etwa in den letzten 5 Jahren insgesamt 398. Mit der gravierenden Schwächung der Ertragskraft im deutschen Heimatmarkt durch das GMG stelle sich aber jetzt auch für manche Generika-Anbieter zunehmend die Frage, ob hier noch der richtige Platz für Produktionsstandorte sei.
Ministerpräsident Koch und MdB Minkel betonten die grundsätzliche Notwendigkeit, das Gesundheitswesen auch durch Kostendämpfungen finanzierbar zu gestalten. Sie anerkannten, dass gerade Generika-Unternehmen wie STADA dazu seit Jahren erheblich beitragen. Aber auch diese Unternehmen seien von Sparmaßnahmen des GMG nicht verschont geblieben. Zu bedauern sei jedoch insbesondere, dass es durch verzögerte Ausführungsbestimmungen und mangelhafte Informationen zu Verunsicherungen bei Ärzten und Patienten gekommen sei und dass dies auf die Umsätze der Unternehmen durchschlage. Ministerpräsident Roland Koch: „Hier sind von der Bundesregierung offensichtlich wieder einmal massive handwerkliche Fehler gemacht worden."
Retzlaff seinerseits betonte, dass für STADA auf absehbare Zeit Bad Vilbel ein unverzichtbarer Standort bleibe: „Wir fühlen uns - abgesehen von den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen - an diesem Standort sehr wohl, denn Land und Stadt setzen klare Zeichen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Standortbedingungen optimal auszugestalten." Als konkrete Beispiele nannte Retzlaff dabei die durch die B3a stark verbesserte Verkehrssituation und die langfristige Planungssicherheit durch nachhaltige Bebauungspläne.
In seinem Abschlussstatement bedankte sich Roland Koch für die Einblicke in STADA und den offenen Gedankenaustausch. Sein Fazit des Besuchs: „Die Politik kann und will von erfolgreichen Unternehmen durchaus lernen - und die Unternehmen können aus dem persönlichen Kontakt mit Politikern die Sicherheit gewinnen, dass ihre Anliegen verstanden und auch ernst genommen werden."
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