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STADA unterstützt freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot durch Bain Capital und Cinven

  • STADA erhält zum Abschluss des strukturierten Bieterprozesses zwei nur unter der Bedingung der Zustimmung des Vorstands stehende Transaktionsangebote für freiwillige öffentliche Übernahmeangebote
  • Vorstand und Aufsichtsrat haben nach eingehender Prüfung im besten Unternehmensinteresse entschieden, das Angebot von Bain Capital und Cinven zu unterstützen
  • Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, auf die bestehenden Stillstands-Vereinbarungen mit Bain Capital und Cinven zu verzichten
  • Bain Capital und Cinven bieten 65,28 Euro zuzüglich 0,72 Euro Dividende je STADA-Aktie
  • Angebot von Bain Capital und Cinven entspricht einer Prämie von etwa 48,9 Prozent auf STADAs unbeeinflussten Aktienkurs und einer Prämie von circa 19,6 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der STADA-Aktie der letzten drei Monate
  • STADA, Bain Capital und Cinven unterzeichnen Investorenvereinbarung mit umfangreichen Schutzbestimmungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Standorte und Unternehmens-strategie
  • Vorstand und Aufsichtsrat werden die Angebotsunterlage nach Veröffentlichung prüfen. Aus heutiger Sicht gehen beide Gremien davon aus, den Aktionärinnen und Aktionären das Angebot zur Annahme empfehlen zu können

 

Bad Vilbel, 10. April 2017 – Nach ausführlichen Gesprächen mit allen Interessenten und einem für alle potenziellen Bieter offenen, mehrstufig und transparent strukturierten Prozess haben die zwei Bieterkonsortien dem Vorstand und Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG jeweils rechtlich bindende, nur unter der Bedingung der Zustimmung des Vorstands stehende Transaktionsangebote für ein öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien von STADA Arzneimittel AG unterbreitet.

Beide Transaktionsangebote sehen jeweils den Abschluss einer im Rahmen des strukturierten Bieterprozesses zwischen STADA und dem jeweiligen potenziellen Bieter erarbeitete Investorenvereinbarung vor, welche unter anderem umfangreiche Schutzbestimmungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Standorte und die Unternehmensstrategie beinhaltet.

Mit einem Gesamtwert von 66,00 Euro je STADA-Aktie, bestehend aus 65,28 Euro Angebotspreis zuzüglich der voraussichtlich während der laufenden Angebotsfrist von STADA auszuzahlenden Dividende in Höhe von voraussichtlich 0,72 Euro, haben Bain Capital und Cinven das finanziell attraktivste Angebot vorgelegt. Das Angebot entspricht einer Prämie von etwa 48,9 Prozent auf den Schlusskurs am 9. Dezember 2016, dem letzten Aktienkurs vor dem Aufkommen von ersten konkreten Übernahmegerüchten, und einer Prämie von circa 19,6 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate. Das Angebot bewertet STADA mit einem Eigenkapitalwert von ungefähr 4,109 Milliarden Euro und einem Unternehmenswert von ungefähr 5,318 Milliarden Euro. Bain Capital und Cinven sehen eine Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent, weitere übliche Bedingungen sowie eine Angebotslaufzeit von sechs Wochen vor.

Nach eingehender Prüfung beider Transaktionsangebote sind Vorstand und Aufsichtsrat von STADA zu der Einschätzung gelangt, dass es im besten Unternehmensinteresse sowie im Interesse der Aktionärinnen und Aktionäre und weiteren Stakeholder von STADA liegt, das Angebot von Bain Capital und Cinven zu unterstützen. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, auf die bestehenden Stillstands-Vereinbarungen mit Bain Capital und Cinven zu verzichten.

STADA, Bain Capital und Cinven haben daher heute auch eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Darin verpflichten sich Bain Capital und Cinven zu umfangreichen Schutzbestimmungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Standorte und die Unternehmensstrategie. So wurde unter anderem vereinbart, dass Bain Capital und Cinven STADAs Position als global tätiges Pharmaunternehmen stärken, seine Wachstumsstrategie unterstützen und so zu einer langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen werden. Ferner sichern Bain Capital und Cinven zu, mögliche Akquisitionen zum Ausbau des Produktportfolios und der Erschließung neuer Wachstumsmärkte finanziell und strategisch zu unterstützen. Sowohl der Standort der Unternehmenszentrale von STADA sowie die Standorte der wesentlichen Geschäftsbereiche sollen unverändert bleiben. Zudem erkennen Bain Capital und Cinven die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Betriebsräte von STADA und der Gewerkschaften an. Bain Capital und Cinven werden den konstruktiven Dialog mit der Belegschaft fortsetzen und weiter stärken. Bestehende Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge sollen weitergeführt werden. Zusätzlich haben sich Bain Capital und Cinven im Grundsatz zu einem weitgehenden Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für vier Jahre bereit erklärt, die über die bereits in der aktuellen Geschäftsplanung vorgesehenen Personalmaßnahmen hinausgehen.

„Unsere Verhandlungsstrategie der letzten Wochen war sehr erfolgreich: Wir freuen uns sehr, dass wir den Transaktionswert um 7,28 Euro je Aktie und damit von rund 4,7 Milliarden Euro auf mehr als 5,3 Milliarden Euro steigern konnten und jetzt das beste Angebot für unsere Aktionärinnen und Aktionäre erreicht haben“, sagte Ferdinand Oetker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG. „Das Angebot von Bain Capital und Cinven bietet das beste Gesamtpaket. Neben dem höchsten Preis konnten wir auch umfangreiche Schutzbestimmungen insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen und eine zukunftsgerichtete Wachstumsstrategie auf den Weg bringen.“

„Wir haben in den vergangenen zwei Monaten einen strukturierten Bieterprozess durchgeführt und in gemeinsamen, vertrauensvollen Verhandlungen mit den Bieterkonsortien die Angebote signifikant verbessert. Seit Beginn des Prozesses haben wir so rund 750 Millionen Euro mehr Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre geschaffen“, sagte Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender der STADA Arzneimittel AG. „Nach eingehender Prüfung sind Vorstand und Aufsichtsrat von STADA zu dem Ergebnis gelangt, dass das Transaktionsangebot von Bain Capital und Cinven im besten Unternehmensinteresse liegt. Vorbehaltlich einer eingehenden Prüfung der vom Bieter noch zu veröffentlichenden Angebotsunterlage werden Vorstand und Aufsichtsrat der STADA den Aktionärinnen und Aktionären voraussichtlich empfehlen, das Angebot von Bain Capital und Cinven anzunehmen. Damit schaffen wir die Grundlage, um gemeinsam mit Bain Capital und Cinven das große Potenzial von STADA zu erschließen und weiter profitabel zu wachsen.“

Die Angebotsunterlage wird gemäß den Vorgaben des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) von Bain Capital und Cinven nach Gestattung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat werden die Angebotsunterlage nach ihrer Veröffentlichung sorgfältig prüfen und gemäß § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme abgeben. Aus heutiger Sicht gehen Vorstand und Aufsichtsrat von STADA davon aus, dass beide Gremien den Aktionärinnen und Aktionären die Annahme des Angebots empfehlen werden.

Über die STADA Arzneimittel AG

Die STADA Arzneimittel AG ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz im hessischen Bad Vilbel. STADA setzt konsequent auf eine Mehrsäulenstrategie aus Generika und Markenprodukten (OTC) bei zunehmend internationaler Marktausrichtung. Der Konzern ist Deutschlands einziger unabhängiger Generika-Hersteller. STADA ist weltweit mit rund 50 Vertriebsgesellschaften in mehr als 30 Ländern vertreten. Markenprodukte wie Grippostad und Ladival zählen in Deutschland zu den meistverkauften ihrer Produktkategorie. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte STADA einen bereinigten Konzernumsatz von 2.167,2 Millionen Euro, ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 398 Millionen Euro und einen bereinigten Konzerngewinn von 177,3 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte STADA weltweit rund 10.900 Mitarbeiter.

Weitere Informationen für Journalisten:

STADA Arzneimittel AG / Media Relations / Stadastraße 2–18 / 61118 Bad Vilbel /

Tel.: +49 (0) 6101 603-165 / Fax: +49 (0) 6101 603-215 / E-Mail: press(at)stada.de

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