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STADA Gesundheitsreport 2017: Gesundheit kommt im Bildungssystem zu kurz

Bad Vilbel, 19. Dezember 2017 – Der STADA Gesundheitsreport 2017
„Nachhilfe nötig: Muss Gesundheit Schule machen?“ zeigt, dass vielen jungen Erwachsenen in Deutschland die Gesundheitsbildung fehlt. Sie wissen nicht, wie sie mit elementaren und alltäglichen Fragestellungen rund um Gesundheit und Krankheit richtig umgehen. Der Grund dafür liegt unter anderem in der Schulzeit: Das deutsche Bildungssystem versäumt es scheinbar, Kindern und Jugendlichen Gesundheitsthemen näherzubringen – unabhängig von Schulform und Bildungsabschluss. 

80 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland wünschen sich ein Schulfach „Gesundheit“. Sie haben gemerkt, dass Gesundheitsthemen aktuell im Klassenzimmer kaum vorkommen: 69 Prozent geben im STADA Gesundheitsreport 2017 an, Gesundheitsthemen haben im Unterricht nur eine geringe oder gar keine Rolle gespielt. Nur 13 Prozent sagen, sie haben in der Schule etwas über das Gesundheitssystem gelernt. Über Prävention sowie Volkskrankheiten haben nur 21 Prozent beziehungsweise 27 Prozent etwas erfahren. Der Report basiert auf einer bevölkerungsrepräsentativen Studie der Beratungs- und Marktforschungsagentur Kantar Health im Auftrag der STADA Arzneimittel AG. Sie befragte 2.000 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren.


„Generation Ahnungslos“ in Gesundheitsfragen

Die fehlende Aufklärung zu Gesundheitsthemen in der Schule macht sich bei den jungen Erwachsenen bemerkbar. Nur 34 Prozent von ihnen haben eine ausreichende Gesundheitskompetenz. Damit schneiden die 18- bis 24-jährigen Deutschen schlechter ab als viele europäische Nachbarn.1 Übersetzt in alltägliche Fragestellungen zeigen sich entsprechend Wissenslücken.

Ein Auszug:

  • 38 Prozent wissen nicht, was Antibiotikaresistenz bedeutet. 36 Prozent denken fälschlicherweise, dass Antibiotika gegen Viren helfen.
  • Nur 62 Prozent wissen, dass sich Krankenkassen unter anderem aus den Beiträgen ihrer Versicherten finanzieren. Noch weniger kennen die Finanzierungsquellen von Ärzten. Jeder Vierte glaubt zum Beispiel noch an die Praxisgebühr.
  • 40 Prozent kennen nicht die Unterschiede von stationärer und ambulanter Behandlung. 13 Prozent glauben, ambulante Behandlungen zeichnen sich dadurch aus, dass man vom Notarzt ins Krankenhaus gefahren wird.
  • Jede dritte junge Frau denkt, sie dürfe nicht zum Urologen gehen, weil dieser nur Männer behandle. 40 Prozent der jungen Männer wissen nicht, dass ein Gynäkologe hauptsächlich Frauen behandelt. Und geschlechterübergreifend meinen 18 Prozent, dass ein Orthopäde auch Organschäden behandelt.


Wo, wenn nicht in der Schule?

Das Dilemma an der fehlenden Vermittlung von Gesundheitsthemen in der Schule: Die jungen Erwachsenen holen sich ihre Informationen aus anderen – nicht immer seriösen – Quellen. Nur 23 Prozent geben an, in der Schule am meisten über Gesundheit gelernt zu haben. Stattdessen sagen 32 Prozent, ihre Topinformationsquelle sei das Internet. „Das ist nicht zufriedenstellend. Die Schule müsste hier eigentlich einen viel wichtigeren Platz einnehmen“, sagt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. Der Gesundheits- und Bildungsforscher von der Hertie School of Governance hat den STADA Gesundheitsreport 2017 mitentwickelt.

Doch es gibt Hoffnung

Was die Studie auch zeigt: Mehr Gesundheitsthemen können die Gesundheitsbildung verbessern. Denn bei den jungen Erwachsenen mit ausreichender Gesundheitskompetenz spielten Gesundheitsthemen in der Schule häufiger eine große Rolle – nämlich in 36 Prozent der Fälle. Zum Vergleich: Bei denjenigen mit inadäquater Gesundheitskompetenz trifft das nur auf 25 Prozent zu. Ein Anhaltspunkt für die These vieler Wissenschaftler, dass Gesundheit vor allem ein Bildungsproblem ist – aber unabhängig von Schulform und Bildungsabschluss. Denn die Problematiken zeigten sich bei allen Befragten in ähnlichem Ausmaß. „Ich empfinde die fehlende Vermittlung von Gesundheitsthemen als sehr kritisch. Die junge Generation muss sich noch nicht mit Gesundheitsfragen beschäftigen, weil sie in der Regel gesund ist. Trotzdem wird in jungen Jahren der Grundstein gelegt. Es muss hier gelingen, Gesundheitsbildung schon in der Schule so an die Menschen heranzutragen, dass sie den Mehrwert erkennen und Spaß daran haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, erklärt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann.

Einen ersten Beitrag zur Vermittlung von Gesundheitswissen an junge Erwachsene bietet STADA mit der aktuellen Digitalkampagne #HealthChecker. Unter www.health-checker.de kann das eigene Gesundheitswissen – auch im Vergleich mit den Teilnehmern der Studie – auf den Prüfstand gestellt werden. Nach jeder Frage gibt es zudem weiterführende Gesundheitsinformationen.

                              

 

Über die STADA Arzneimittel AG

Die STADA Arzneimittel AG ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz im hessischen Bad Vilbel. STADA setzt konsequent auf eine Mehrsäulenstrategie aus Generika und Markenprodukten (OTC) bei zunehmend internationaler Marktausrichtung. Weltweit ist STADA mit rund 50 Vertriebsgesellschaften in mehr als 30 Ländern vertreten. Markenprodukte wie Grippostad und Ladival zählen in Deutschland zu den meistverkauften ihrer Produktkategorie. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte STADA einen bereinigten Konzernumsatz von 2.167,2 Millionen Euro, ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 398 Millionen Euro und einen bereinigten Konzerngewinn von 177,3 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte STADA weltweit rund 10.900 Mitarbeiter.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

STADA Arzneimittel AG                                               
Angela Horbach                                                               
Stadastraße 2-18                                                              
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E-Mail: stada(at)komm-passion.de

 


1 Die Gesundheitskompetenz wurde auf Basis der Kurzform des EU-weit standardisierten, validierten
Health Literacy Survey ermittelt (HLS-EU-Q16).

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