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STADA: Finale Zahlen 2016 bestätigen gutes Jahresergebnis – Mittelfristige Wachstumsziele für 2019 angehoben

  • Erfreuliche Umsatzentwicklung der Generika in Italien, Russland und Vietnam – starke Umsatzerholung in Belgien
  • Deutliche Umsatzsteigerung der Markenprodukte in Deutschland, Italien und Vietnam
  • Strategischer Ausblick für 2019 erhöht – Mittelfristig bereinigte EBITDA-Marge von rund 23 Prozent erwartet
  • CEO Matthias Wiedenfels: „Mit STADA Plus entfalten wir unser volles Potenzial“
  • Neues Vorstandsmitglied Dr. Barthold Pieningtritt Amt vorzeitig zum 1. April 2017 an

 

STADA-Konzern-Kennzahlen

20162015+/- Q4/2016Q4/2015+/-
Konzernumsatz ausgewiesen2.139,2 Mio. €2.115,1 Mio. €+1%597,5 Mio. €581,6 Mio. €+3%
Konzernumsatz bereinigt2.167,2 Mio. €2.100,4 Mio. €+3%598,8 Mio. €578,3 Mio. €+4%
EBITDA ausgewiesen361,5 Mio. €377,1 Mio. €-4%72,4 Mio. €95,9 Mio. €-25%
EBITDA bereinigt398,0 Mio. €389,4 Mio. €+2%97,4 Mio. €95,6 Mio. €+2%
Konzerngewinn ausgewiesen85,9 Mio. €110,4 Mio. €-22%-14,3 Mio. €20,5 Mio. €>-100%
Konzerngewinn bereinigt177,3 Mio. €165,8 Mio. €+7%37,4 Mio. €38,9 Mio. €-4,%
Ergebnis je Aktie ausgewiesen1,38 €1,79 €-23%-0,23 €0,33 €>-100%
Ergebnis je Aktie bereinigt2,85 €2,69 €+6%0,60 €0,62 €-3%
Dividende (2016 vorgeschlagen)0,72 €0,70 €+3%___

 

Bad Vilbel, 29. März 2017 – Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG hat heute, am 29. März 2017, die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Angesichts der Neubewertung einer Transaktion weichen die finalen Zahlen für 2016 leicht von den vorläufigen Zahlen ab, die der Konzern bereits am 1. März 2017 publiziert hatte. Der Vorstand stellte zudem Details des Zukunftsprograms „STADA Plus“ vor. Mit diesem Maßnahmenpaket will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren weitere signifikante Wachstumspotenziale heben und die Profitabilität nachhaltig steigern. Darüber hinaus bestätigte der Vorstand sowohl die Guidance für 2017 als auch den bereits am 17. März 2017 angehobenen strategischen Ausblick für 2019.

„Wir haben 2016 trotz massiver Umbauarbeiten nicht nur unsere Ergebnisse zum Teil deutlich gesteigert, sondern auch die ursprüngliche Prognose für das vergangene Geschäftsjahr bei allen Kennziffern leicht übertroffen. Das zeigt: Wir liefern auch in schwierigen Zeiten, was wir versprochen haben“, so der STADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Wiedenfels. „Mit unserem Zukunftsprogramm ‚STADA Plus‘ haben wir im vergangenen Jahr die Weichen für eine strategische Weiterentwicklung gestellt und wichtige Maßnahmen eingeleitet, um unsere Profitabilität zu steigern. Wir bauen STADA zu einem schlagkräftigen, agilen und zukunftsfähigen Unternehmen um. Mit der Umsetzung kommen wir sehr gut voran und sind auf dem besten Weg, unsere Potenziale voll zu entfalten. Deshalb trauen wir uns auch ambitioniertere Ziele zu als noch vor einem halben Jahr: Wir werden unser operatives Ergebnis in nur drei Jahren um fast die Hälfte steigern!“

Zukunftsprogramm„STADA Plus“ – weitere Wachstumspotenziale identifiziert, Initiativen gestartet

Auf dem Capital Markets Day im Oktober 2016 hatte der Vorstand bereits Eckdaten des Zukunftsprogramms „STADA Plus“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen diese Programms wird STADA in den kommenden Jahren verschiedene Initiativen umsetzen, die auf die Erschließung von Potenzialen in bestehenden und neuen Märkten, auf die Reduzierung von Komplexität sowohl im Portfolio als auch in der Organisation und auf die Verbesserung der Kostenbasis abzielen. Teile der Maßnahmen sind bereits in Umsetzung. Zudem hatte das Unternehmen bereits Ende 2016 ein Strategieprojekt gestartet, in dem mit Hilfe externer Berater zusätzliche Wachstums- und Profitabilitätsinitiativen definiert wurden.

So hat STADA seit dem Sommer 2016 die Strukturen nachhaltig optimiert und damit die Komplexität reduziert. Das Unternehmen wird seither nach den beiden Bereichen Generika und Markenprodukte gesteuert. Zugleich hat STADA mit der konsequenten Bereinigung des Portfolios begonnen. So schafft das Unternehmen mit der geplanten und in Vorbereitung befindlichen Zusammenlegung der deutschen Vertriebsgesellschaften STADApharm und cellpharm einerseits sowie STADA GmbH und STADAvita andererseits Doppelstrukturen ab. Mit der Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts sowie mit der Beendigung der Vertriebskooperation mit Omega in Belgien wurden zudem aus heutiger Sicht unvorteilhafte Geschäftsbeziehungen konsequent beendet. Positive Effekte aus diesen Maßnahmen werden sich bereits im laufenden Geschäftsjahr niederschlagen. Weitere Initiativen zur Optimierung der Organisationsstruktur sowie zur Verbesserung der internen Datenqualität sind angestoßen, ein Projekt zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur läuft bereits.

Die Arbeiten am Zukunftsprogramm „STADA Plus“ wurden noch einmal intensiviert und weitere notwendige Maßnahmen definiert, um zusätzliche Potenziale zu erschließen. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf drei Bereiche:

  • Weitere Stärkung des Generika-Geschäfts: Neben den nochmals validierten Wachstumsplänen im Bereich Biosimilars wird STADA das Produkt- und Darreichungsportfolio harmonisieren und die Vertriebsanstrengungen in ausgewählten europäischen Märkten mit großem Wachstumspotenzial verstärken.
  • Weiterer Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts: Die Organisationsstruktur im Bereich Markenprodukte wird konsequent auf eine zentrale Steuerung der Internationalisierungs-Projekte ausgerichtet. Neben sieben bereits ausgewählten Produkten, deren Internationalisierung seit Monaten vorangetrieben wird, dient die neue Organisationsstruktur vor allem dazu, bislang vornehmlich regionale Champions mit Internationalisierungspotenzial zu identifizieren und gezielt auf einen Start in anderen Ländern vorzubereiten. Ebenso wie im Geschäftsfeld Generika hat der Konzern auch im Bereich Markenprodukte eine Initiative zur Reduzierung der Produktkomplexität gestartet.
  • Konsequentes Kostenmanagement: Hierzu gehört die Optimierung des Supply Chain Managements sowie der Beschaffungsprozesse und -organisation. Darüber hinaus werden langfristige Verbesserungsmaßnahmen zur Reduktion der internen Produktionskosten geprüft, wie zum Beispiel Einführung eines globalen Produktionssystems und die Optimierung des Produktionsnetzwerks. Beides sind Maßnahmen, mit denen STADA langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen wird.

Auf Basis dieser Initiativen hatte STADA am 17. März 2017 den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit darüber informiert, die zuletzt am 11. Juni 2016 kommunizierten Mittelfristziele zu erhöhen. Demnach soll im Geschäftsjahr 2019 ein bereinigter Konzernumsatz von 2,650 bis 2,700 Milliarden Euro erzielt werden (bislang: rund 2,6 Milliarden Euro). Beim bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einer Spanne zwischen 570 und 590 Millionen Euro (bislang rund 510 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn soll auf 250 bis 270 Millionen Euro steigen (bislang: rund 250 Millionen Euro). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit soll sich auf 560 bis 580 Millionen Euro verbessern. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2019 bei knapp 22 Prozent liegen. Mittelfristig rechnet der Vorstand zudem mit weiteren Effizienzsteigerungen und damit verbunden mit einer weiteren Verbesserung der EBITDA-Marge auf rund 23 Prozent.

Neues Vorstandsmitglied Dr. Barthold Piening tritt Amt vorzeitig zum 1. April 2017 an

Das neue STADA-Vorstandsmitglied Dr. Barthold Piening wird seine Tätigkeit vorzeitig zum 1. April 2017 aufnehmen. Im Vorstand wird er vor allem für die Bereiche Produktion, Supply Chain, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle verantwortlich sein.

Ergebnis 2016 – finale Zahlen bestätigen guten Jahresabschluss

Steigerung beim Konzernumsatz

Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich in 2016 um 1 Prozent auf 2.139,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2.115,1 Millionen Euro). Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz wies einen Zuwachs von 3 Prozent auf 2.167,2 Millionen Euro auf (Vorjahr: 2.100,4 Millionen Euro).

Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen

Die Ertragslage wurde im Berichtsjahr durch hohe Sondereffekte – insbesondere durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen – geprägt, die sich auf insgesamt 116,7 Millionen Euro vor beziehungsweise 91,4 Millionen Euro nach Steuern beliefen (vgl. „STADA-Überleitungsrechnung – Sondereffekte 2016“ auf Seite 9 und 10).

Das ausgewiesene operative Ergebnis verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang von 20 Prozent auf 178,1 Millionen Euro (Vorjahr: 223,7 Millionen Euro). Das bereinigte operative Ergebnis zeigte ein Wachstum von 4 Prozent auf 294,4 Millionen Euro (Vorjahr: 283,8 Millionen Euro). Das ausgewiesene EBITDA ging um 4 Prozent auf 361,5 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 377,1 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA zeigte eine Steigerung von 2 Prozent auf 398,0 Millionen Euro (Vorjahr: 389,4 Millionen Euro). Der ausgewiesene Konzerngewinn reduzierte sich um 22 Prozent auf 85,9 Millionen Euro (Vorjahr: 110,4 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn legte um 7 Prozent auf 177,3 Millionen Euro zu (Vorjahr: 165,8 Millionen Euro). Das ausgewiesene Ergebnis je Aktie war auf 1,38 Euro rückläufig (Vorjahr: 1,79 Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,85 Euro (Vorjahr: 2,69 Euro).

Deutliche Verbesserung beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 333,5 Millionen Euro (Vorjahr: 311,7 Millionen Euro). Der Free Cashflow betrug 160,9 Millionen Euro (Vorjahr: 133,5 Millionen Euro). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen beziehungsweise Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 243,0 Millionen Euro (Vorjahr: 212,4 Millionen Euro).

Verbesserung Verhältnis Nettoverschuldung und bereinigtes EBITDA

Die Nettoverschuldung konnte zum Bilanzstichtag auf 1.118,2 Millionen Euro reduziert werden (31.12.2015: 1.215,7 Millionen Euro). Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich 2016 auf 2,8 (Vorjahr: 3,1).

Guidance für 2017

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz einen Wert zwischen 2,280 und 2,350 Milliarden Euro, beim bereinigten EBITDA zwischen 430 und 450 Millionen Euro und beim bereinigten Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Millionen Euro.

 

STADA-Segment-Kennzahlen Generika

 20162015+/- Q4/2016Q4/2015+/-
Umsatz ausgewiesen1.280,7 Mio. €1.261,4 Mio. €+2%349,0 Mio. €333,2 Mio. €+5%
Umsatz bereinigt1.287,4 Mio. € 1.253,2 Mio. €+3%343,2 Mio. €331,5 Mio. €+4%
EBITDA ausgewiesen255,8 Mio. €233,2 Mio. €+10%62,9 Mio. €73,2 Mio. €-14%
EBITDA bereinigt264,9 Mio. €232,0 Mio. €+14%71,3 Mio. €71,4 Mio. €0%
Marge ausgewiesen20,0%18,5%18,0%22,0%
Marge bereinigt20,7%18,4% 20,4%21,4% 

 

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Generika stieg im Berichtsjahr um 2 Prozent auf 1.280,7 Millionen Euro (Vorjahr: 1.261,4 Millionen Euro). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf Umsatzzuwächsen in Italien, Russland und Vietnam. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Generika erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 1.287,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1.253,2 Millionen Euro). Generika hatten einen Anteil von 59,9 Prozent am Konzernumsatz (Vorjahr: 59,7 Prozent).

Innerhalb des Segments Generika entwickelten sich die am Umsatz gemessen acht größten Länder im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

Der Umsatz des Generika-Segments lag in Deutschland mit 308,0 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 308,3 Millionen Euro). Der in Italien mit Generika erreichte Umsatz stieg insbesondere auf Grund von positiven Volumeneffekten um 6 Prozent auf 157,7 Millionen Euro (Vorjahr: 149,0 Millionen Euro). In Spanien ging der mit Generika erzielte Umsatz um 1 Prozent auf 105,4 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 107,0 Millionen Euro). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf eine hohe Vergleichsbasis im Vorjahr auf Grund von zahlreichen Produkteinführungen sowie die gesetzliche Freigabe von Rabatten im Berichtsjahr und infolgedessen steigende Erlösminderungen zurückzuführen. Der mit Generika in Russland realisierte Umsatz stieg bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 18 Prozent. In Euro erhöhte sich der Umsatz ungeachtet eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel um 11 Prozent auf 92,5 Millionen Euro (Vorjahr: 83,6 Millionen Euro). In Belgien reduzierte sich der mit Generika erwirtschaftete Umsatz insbesondere auf Grund einer unverändert zurückhaltenden Einkaufs- und Absatzstrategie des belgischen Vertriebspartners um 5 Prozent auf 90,7 Millionen Euro (Vorjahr: 95,0 Millionen Euro) – wobei in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine positive Umsatzentwicklung erzielt wurde. Während der Umsatz im 1. Halbjahr 2016 noch um 37 Prozent zurückgegangen war, zeigte er im 2. Halbjahr 2016 eine Steigerung von 66 Prozent. Der in Frankreich mit Generika erreichte Umsatz verzeichnete – trotz eines unverändert starken Preis- und Rabattwettbewerbs – einen Anstieg von 2 Prozent auf 81,9 Millionen Euro (Vorjahr: 80,1 Millionen Euro). Ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks nahm in Vietnam der mit Generika realisierte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 11 Prozent zu. Auf Grund eines schwächeren vietnamesischen Dong stieg der Umsatz in Euro um 9 Prozent auf 69,1 Millionen Euro (Vorjahr: 63,2 Millionen Euro). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus gewonnenen Ausschreibungsverfahren im lokalen Krankenhausmarkt. Der in Serbien mit Generika erreichte Umsatz verringerte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 23 Prozent. In Euro ging der Umsatz auf Grund eines leicht negativen Währungseffekts des serbischen Dinar um 24 Prozent auf 55,8 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 73,7 Millionen Euro). Diese Entwicklung hing unter anderem mit der Entscheidung über rückläufige Erstattungspreise zusammen. Hinzu kam ein weiterhin hoher Lagerbestand auf Seiten der Großhandlungen.

Das bereinigte EBITDA der Generika zeigte in 2016 einen Anstieg von 14 Prozent auf 264,9 Millionen Euro (Vorjahr: 232,0 Millionen Euro). Diese Entwicklung war maßgeblich auf einen signifikanten Zuwachs des operativen Ergebnisses der deutschen Vertriebsgesellschaften im Wesentlichen bedingt durch geringere Erlösschmälerungen sowie die gute Umsatzleistung in Italien, in der Schweiz und in Vietnam zurückzuführen. Die bereinigte EBITDA-Marge der Generika belief sich auf 20,7 Prozent.

 

STADA Segment-KennzahlenMarkenprodukte

 20162015+/- Q4/2016Q4/2015+/-
Umsatz ausgewiesen858,5 Mio. €853,6 Mio. €+1%248,5 Mio. €248,2 Mio. €0%
Umsatz bereinigt879,8 Mio. €847,1 Mio. €+4%255,6 Mio. €246,7 Mio. €+4%
EBITDA ausgewiesen186,2 Mio. €211,8 Mio. €-12%28,3 Mio. €40,3 Mio. €-30%
EBITDA bereinigt200,7 Mio. €220,1 Mio. €-9%39,5 Mio. €38,7 Mio. €+2%
Marge ausgewiesen21,7%24,8%11,4%16,2%
Marge bereinigt23,4%25,8% 15,9%15,6% 

 

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte nahm im Geschäftsjahr 2016 um 1 Prozent auf 858,5 Millionen Euro zu (Vorjahr: 853,6 Millionen Euro). Diese Entwicklung basierte ungeachtet einer starken Entwicklung in Deutschland und eines akquisitionsbedingten Umsatzwachstums in Großbritannien insbesondere auf einem rückläufigen Umsatz in Russland. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte stieg gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 879,8 Millionen Euro (Vorjahr: 847,1 Millionen Euro). Markenprodukte trugen 40,1 Prozent zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 40,3 Prozent).

Innerhalb des Segments Markenprodukte sah die Entwicklung der umsatzmäßig fünf größten Länder im Berichtsjahr wie folgt aus:

Der in Deutschland mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete ein Wachstum von 38 Prozent auf 177,4 Millionen Euro (Vorjahr: 128,3 Millionen Euro). Diese Entwicklung war auf Optimierungen im Produkt-Portfolio, ein starkes Wachstum bei Kernprodukten und die Einführung von neuen Produkten zurückzuführen. Der in Großbritannien mit Markenprodukten erzielte Umsatz erhöhte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 17 Prozent. Ungeachtet des negativen Währungseffekts infolge des Referendums zu Gunsten eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union stieg der Umsatz in Euro um 4 Prozent auf 175,4 Millionen Euro (Vorjahr: 168,0 Millionen Euro). Zu diesem Umsatzwachstum trug die Akquisition der Socialites-Gruppe im Dezember 2015 und der BSMW Limited im Februar 2016 bei. Umsatzdämpfend machten sich hingegen eine schwache Erkältungssaison zu Beginn des Jahres sowie verminderte Umsätze mit Sonnenschutzprodukten bemerkbar. Angesichts weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere im Selbstzahlermarkt verringerte sich der in Russland mit Markenprodukten realisierte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 25 Prozent. Auf Grund eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel ging der Umsatz in Euro um 29 Prozent auf 150,1 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 212,2 Millionen Euro). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch die zunehmende Konsolidierung auf der Nachfrageseite und demzufolge erhöhte Rabattbelastungen getrieben. Darüber hinaus konnten Preissteigerungen bei der so genannten Vital and Essential Drugs List (EDL) nicht die hohe Inflationsrate kompensieren. Der in Italien mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete insbesondere auf Grund von Zukäufen eine Steigerung von 9 Prozent auf 43,9 Millionen Euro (Vorjahr: 40,4 Millionen Euro). Der Umsatz, der in Vietnam mit Markenprodukten ausgewiesen wurde, erhöhte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 21 Prozent. In Euro stieg der Umsatz angesichts eines leicht negativen Währungseffekts des vietnamesischen Dong um 19 Prozent auf 36,7 Millionen Euro (Vorjahr: 30,8 Millionen Euro).

Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte ging in 2016 um 9 Prozent auf 200,7 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 220,1 Millionen Euro). Diese Entwicklung basierte auf verschiedenen Effekten im russischen Markt. Zum einen beeinträchtigte die hohe Inflation die Konsumentenstimmung und Kaufkraft der Endverbraucher, zum anderen wirkten sich die gestiegenen Rabattbelastungen und Vertriebsmaßnahmen, verbunden mit einem deutlich negativen Währungseffekt des russischen Rubel, negativ aus. Zudem führten ungeachtet einer positiven Umsatzleistung negative Translationseffekte infolge des EU-Referendums sowie höhere Aufwendungen im Vertriebs- und Marketingbereich des britischen Teilkonzerns Thornton & Ross zu einer Belastung der Ertragskennzahlen. Die bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte betrug 23,4 Prozent.

 

STADA-Überleitungsrechnung – Sondereffekte 2016

in Mio. €12016 ausgewiesenWertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des AnlagevermögensEffekte aus Kaufpreis-aufteilungen und Produkt-akquisitionen2Kurseffekte CIS/ Osteuropa3Bewertung von derivativen Finanzinstru-mentenPortfolio-bereinigungen/ Restrukturierungs-aufwendungen4Sonstige52016 bereinigt
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschrei-bungen (EBITDA)361,5---2,99,1--28,22,0398,0
Saldo aus planmäßigen Abschrei-bungen und Wertminde-rungen/Zu-schreibungen immaterieller Vermögens-werte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanz-anlagen182,7-65,5-14,3--------102,9
Finanzielle Er-träge und Auf-wendungen51,4-------0,5----50,9
Ertragsteuern31,912,83,11,10,15,34,058,4
Auf nicht be-herrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis9,60,5-1,6--------8,5
Auf die Aktionäre der STADA Arznei- mittel AG entfallendes Ergebnis (Konzern- gewinn)85,952,29,98,00,422,9-2,0177,3

 

1) Auf Grund der Darstellung in Millionen € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen   Darstellung ergeben.

2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie   wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.

3) Betrifft ergebniswirksame Kurseffekte resultierend aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer   wesentlicher Währungen der Region CIS/Osteuropa.

4) Betrifft verschiedene außerordentliche Aufwendungen, u.a. für die Restrukturierung des Deutschland-Geschäfts, die   Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts, Aufwendungen im Zusammenhang mit der   Entkonsolidierung der ägyptischen Tochtergesellschaft sowie die Beendigung eines Distributionsvertrags in Belgien.

5) Betrifft verschiedene außerordentliche Erträge und Aufwendungen, u.a. für eine erhaltene Meilensteinzahlung in   Großbritannien, Steuersatzänderungen in Großbritannien sowie eine Abfindung für den ehemaligen   Vorstandsvorsitzenden.

 

Über die STADA Arzneimittel AG

Die STADA Arzneimittel AG ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz im hessischen Bad Vilbel. STADA setzt konsequent auf eine Mehrsäulenstrategie aus Generika und Markenprodukten (OTC) bei zunehmend internationaler Marktausrichtung. Der Konzern ist Deutschlands einziger unabhängiger Generika-Hersteller. STADA ist weltweit mit rund 50 Vertriebsgesellschaften in mehr als 30 Ländern vertreten. Markenprodukte wie Grippostad und Ladival zählen in Deutschland zu den meistverkauften ihrer Produktkategorie. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte STADA einen bereinigten Konzernumsatz von 2.167,2 Millionen Euro, ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 398 Millionen Euro und einen bereinigten Konzerngewinn von 177,3 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte STADA weltweit rund 10.900 Mitarbeiter.

 

Weitere Informationen für Journalisten:

STADA Arzneimittel AG / Media Relations / Stadastraße 2–18 / 61118 Bad Vilbel /
Tel.: +49 (0) 6101 603-165 / Fax: +49 (0) 6101 603-215 / E-Mail: press(at)stada.de
Oder besuchen Sie uns im Internet unter www.stada.de

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