STADA

Digital bei STADA

Digital bei STADA

Drei zukunftsweisende Beispiele bei STADA

Der positive Kulturwandel, der bei STADA im letzten Jahr stattgefunden hat, ist eng verknüpft mit Entwicklungen im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung. STADA wird regelmäßig herausgefordert von neuen Anforderungen der Kunden und demografischen Entwicklungen. Es bieten sich außerdem unzählige neue Möglichkeiten durch technologische Innovationen und veränderte Arbeitswelten. Als Unternehmen braucht STADA eine offene und flexible Perspektive auf bevorstehende Aufgaben.

Bereits heute erweitert sich das verfügbare Wissen erstaunlich schnell und neue Informationen sind innerhalb kürzester Zeit abrufbar. Diese Tendenz wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Für die Sicherung einer erfolgreichen Zukunft ist es besonders wichtig, dass STADA das Wissen und die Erfahrungen innerhalb des Konzerns austauscht und die Mitarbeiter voneinander lernen.

Operational Excellence

Operational Excellence ist die kontinuierliche und dynamische Optimierung aller Prozesse und Systeme als Mittel zur Effizienzsteigerung im Unternehmen. Wir haben mit Jessica Schönborn – sie ist Mitglied des internationalen Kernteams Operational Excellence bei STADA – über ihre Arbeit zur Optimierung der Leistungsfähigkeit der STADA-Gruppe, die Durchführung internationaler Webinare und die Veränderungen in der Unternehmenskultur gesprochen.

 Das Kernteam Operational Excellence bei STADA ist international besetzt (v.l.n.r.): Alla Timoshkova (Russland), Lucie Kucerova (UK), Sean Bowler (Albrecht, Prock und Partner), Marina Radulovic (Serbien) und Jessica Schönborn (Deutschland).

Womit beschäftigen Sie sich gemeinsam mit dem Kernteam Operational Excellence bei STADA, Frau Schönborn?

Operational Excellence (OpEx) hat in den letzten Jahren für viele erfolgreiche Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Und dies hat seinen Grund: Das Ziel von Operational Excellence ist es, die höchste Stufe der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen. Man kann auch sagen: „Das was zählt, wirklich gut zu können“ und „aus eigener Kraft“ die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Ertrag zu steigern. Was Höchstleistung definiert, wird dabei durch die Kunden bestimmt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen daher ständig alle Leistungsbereiche auf Operational Excellence im Sinne des Kundenerfolgs ausrichten. Dies bedeutet, die ständige und nachhaltige Verbesserung sämtlicher Prozesse und Systeme entlang der Wertschöpfungskette unter dem Gesichtspunkt der Effizienz und Effektivität.

Operational Excellence liefert hierfür einen umfangreichen Methodenkasten, der gefüllt ist mit einer Vielzahl von Möglichkeiten wie Lean Management und Six Sigma. Dabei ist gar nicht so sehr entscheidend, welche Werkzeuge und Methoden genutzt werden, der wichtigste Punkt liegt eher in der disziplinierten Anwendung. Damit kommen wir zu einem weiteren bedeutenden Faktor von Operational Excellence: die Mitarbeiter.

Einerseits lässt sich Operational Excellence nur erfolgreich umsetzen, wenn die Mitarbeiter sich respektiert fühlen und motiviert sind. Auf der anderen Seite sorgt die Implementierung von Operational Excellence für einen Motivationsschub in der Belegschaft, weil Knoten innerhalb der Organisation entfernt werden. Verkrustete Prozesse und Strukturen werden aufgelöst und ein dynamischer Prozess kontinuierlicher Verbesserung in Gang gesetzt.

Wir vom STADA OpEx Kernteam, stellen die Umsetzung des Konzeptes von Operational Excellence sicher. Schwerpunkt eines jeden von uns ist dabei die Realisierung der Transformation im Sinne von Operational Excellence am jeweiligen Standort.

Meine Kollegin Marina Radulovic hat in Serbien zum Beispiel Anfang des Jahres mit der Transformation der Produktionsstätte Hemofarm in Vrsac begonnen und befindet sich zusammen mit dem Team vor Ort bereits in der Umsetzungsphase verschiedenster OpEx Initiativen.

Lucie Kucerova, meine Kollegin von Thornton & Ross in England, hat die Assessment Phase für die Operational Excellence Transformation bereits gestartet und wird den Prozess gemäß unserer OpEx Struktur fortführen.

So werden nach und nach alle Standorte der Organisation transformiert. Ich persönlich werde mich um die Transformation des R&D Bereiches kümmern und den Kulturwandel innerhalb der Organisation unterstützen.

„Die Kultur von STADA soll zukünftig auf vier Leitlinien basieren:
Weitsicht, Mut, Beharrlichkeit und Alle für Einen, Einer für Alle.“

Hier ist mir besonders wichtig zu erwähnen, dass wir als Team mit gutem Beispiel vorangehen möchten. Wir können von unseren Kollegen nichts erwarten, was wir selbst nicht umsetzen. Dies versuchen wir im täglichen Miteinander vorzuleben, denn um einen Kulturwandel erfolgreich in Gang zu bringen, gilt: Nicht nur darüber zu reden, sondern auch zu machen. Einer der Leitsprüche von Operational Excellence.

Die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der Operational-Excellence-Methode sind das Verständnis und die Unterstützung der Mitarbeiter der gesamten Organisation. Wie möchten Sie diese Voraussetzung schaffen?

Operational Excellence richtet sich generell an der Gesamtstrategie eines Unternehmens aus, die nicht nur zukünftige Produkte und Märkte, sondern auch die Definition von gemeinsamen Werten der Mitarbeiter betrifft. Die Kultur von STADA basiert auf vier Leitlinien: Weitsicht, Mut, Beharrlichkeit und Alle für Einen, Einer für Alle.

Ich finde, dass sich diese vier Leitlinien perfekt mit dem Ansatz von Operational Excellence ergänzen. Auf der einen Seite unterstützt Operational Excellence mit Philosophie und Methoden diese Kulturleitlinien und auf der anderen Seite braucht Operational Excellence die richtige Denkweise und das richtige Verhalten der Mitarbeiter um erfolgreich umgesetzt zu werden.

Verschiedene Techniken und Grundsätze von Operational Excellence untermauern den bereits begonnenen Kulturwandel bei STADA. Das besondere Augenmerk gilt – auch für das OpEx Kernteam – einer guten Kommunikation, einem stetigen Wissensaustausch, einer guten Teamarbeit und dem Willen sich immer weiter verbessern zu wollen. Die Schaffung von Transparenz ist dabei elementar.

Das STADA OpEx Kernteam unterstützt den Kulturwandel durch verschiedene Maßnahmen. Hierzu gehört unter anderem der intensive Austausch mit Martina Hientz von Corporate Communications. Sie unterstützt die Verbesserung der internen Kommunikation nicht nur hinsichtlich Operational Excellence, weitere wichtige Punkte sind die Einrichtung eines globalen Intranets und die Durchführung einer OpEx Webinar-Reihe.

Bei dieser Webinar-Reihe werden wir auch von Mischa Dillmann aus der IT unterstützt, der sicherstellt, dass sich alle Mitarbeiter im Konzern die Webinare live anschauen und aktiv über die Chatfunktion teilnehmen können.

Unsere abteilungs- und länderübergreifende Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Team an einem Strang zieht um etwas Gutes für das Unternehmen zu erreichen. Etwas zu bewegen und positiv mitzugestalten motiviert die Beteiligten ungemein. Wenn dann gute Arbeit auch noch durch Lob von Kollegen und Vorgesetzten belohnt wird, reicht das oft schon aus, um die Leute nachhaltig zu begeistern. Daher schlagen wir an jedem Standort monatlich ein gutes Beispiel für Operational Excellence vor, welches dann dem Vorstand und danach hoffentlich innerhalb der ganzen STADA-Gruppe vorgestellt wird.

Welche Chancen sehen Sie in der zunehmenden Digitalisierung für die kontinuierliche Verbesserung bestehender Prozesse durch Operational Excellence?

Ich sehe die zunehmende Digitalisierung als Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen an, weil alle Entscheidungen in diesem Bereich von Zahlen, Daten und Fakten getrieben werden. Jeder Prozess wird vor einer Verbesserung gemessen und die aktuelle Performance wird festgestellt und ausgewertet. Dies wäre ohne die Unterstützung durch digitale Tools nicht möglich.

Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten, die Effizienz und Effektivität sowie die Transparenz von Wertschöpfungsprozessen zu steigern. Das genau brauchen wir für die Umsetzung von Operational Excellence.

Wie wirkt sich die Digitalisierung bereits heute auf Ihre tägliche Arbeit aus und wie stellen Sie sich das Arbeitsumfeld in Zukunft vor?

Ich kann mir mein Arbeitsleben ohne die Vorteile der Digitalisierung nicht mehr vorstellen. Alles geht schneller, Kommunikationswege – egal mit wem – auch über Landesgrenzen hinweg, sind einfach und unkompliziert möglich. Das unterstützt natürlich auch die stärkere internationale Zusammenarbeit bei STADA. In unserem STADA OpEx Kernteam wäre diese Art von internationaler Zusammenarbeit ohne Digitalisierung nicht zu machen.

Auch die Durchführung von Webinaren wäre ohne die Digitalisierung konzernweit nicht umzusetzen. Vor ein paar Jahren hätte ich von so einer Art von Wissensaustausch noch geträumt, heute ist es Realität. Ich finde auch, dass die Digitalisierung für die Umwelt durchaus positive Aspekte hat, wenn wir zum Beispiel an den papierlosen Arbeitsplatz denken.

Negativ finde ich allerdings, dass man als Folge der zunehmenden Digitalisierung dazu neigt, weniger miteinander in den persönlichen Kontakt zu treten. Im persönlichen Gespräch kommt man jedoch oft schneller zu einer Entscheidung als zum Beispiel über einen ellenlangen E-Mail-Verkehr.

Ich denke, die richtige Mischung wird es in Zukunft ausmachen: Digitalisierung dort, wo sie Vorteile schafft, der persönliche Austausch sollte aber nicht gänzlich ersetzt werden.

„Ich sehe die zunehmende Digitalisierung als Grundlage für die
kontinuierliche Verbesserung von Prozessen an."

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit der rasanten digitalen Entwicklung?

In meinem privaten Umfeld ist die Digitalisierung natürlich auch nicht mehr wegzudenken. Egal, ob es die Tageszeitung beim Frühstück auf dem Tablet ist, oder die Bestellungen von Alltagsgegenständen im Internet. Generell ist man in vielen Dingen viel besser und schneller informiert als früher.

Aber ich sehe auch die Gefahren: Man hat ständig das Smartphone in der Hand, ist viel damit beschäftigt und vergisst schnell das Drumherum. Gerade im Umgang mit Kindern halte ich einen sehr disziplinierten und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien für wichtig, um als Vorbild zu fungieren. Mein Smartphone liegt aus diesem Grund abends und am Wochenende in der Küche und wird nur von Zeit zu Zeit angeschaltet. Das ist zwar nicht immer ganz einfach, aber auch ein sehr befreiendes Gefühl.

Ich denke, wenn die unverhältnismäßige Nutzung des Smartphones zu einer sozialen Verarmung führt, sollte man dringend etwas ändern, denn die digitalen Medien können keinen sozialen Kontakt ersetzen. Ich persönlich treffe mich lieber mit meinen Freundinnen in einem Café zum Quatschen als mit ihnen zu chatten und zu schreiben. Das Lachen eines Menschen kann kein Emoji so gut übertragen, wie der persönliche Kontakt – auch wenn Emojis mit Sicherheit die höchste Form des Ausdrucks von Gefühlen in der Digitalisierung darstellen.

Digitalisierung von Apotheken

Der Apotheken Fachkreis ist eine digitale Initiative der STADA-Tochtergesellschaft ALIUD PHARMA GmbH. Dieses Projekt wird von Steffen Nold als Digital Marketing Manager geleitet. Wir haben mit ihm über dieses zukunftsweisende Projekt zur Unterstützung von Apothekern bei der Digitalisierung gesprochen.

Steffen Nold (r), Digital Marketing Manager ALIUD PHARMA, bei der Präsentation des neuen Digitalisierungskonzepts für Apotheken.

Im Rahmen des Apotheken Fachkreises helfen Sie Apothekern, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Welchen Hintergrund hat diese Initiative und welche Ziele verfolgt ALIUD PHARMA damit, Herr Nold?

Im Jahr 2017 hat ALIUD PHARMA den ersten Apothekenreport veröffentlicht, der sich insbesondere der Frage widmet, wo sich deutsche Apotheken auf dem Weg zur Digitalisierung befinden.

Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung zwar viele Chancen für Apotheken bietet, doch aktuell nur ein Drittel der Apotheken diese Vorteile tatsächlich nutzt. Zwar wird die Digitalisierung von fast allen Apothekern für einen wichtigen Motor gehalten, es gibt allerdings eine deutliche Diskrepanz zwischen privater und beruflicher Mediennutzung.

Apotheker fühlen sich noch verloren im Dschungel der digitalen Möglichkeiten. Es gibt unzählige Angebote von vielen verschiedenen Anbietern, jedoch verursachen diese hohe Kosten, setzen häufig noch fehlendes Know-how voraus und benötigen viel Zeit.

Auch Online-Versandapotheken gewinnen im Rahmen der Digitalisierung an Bedeutung. Die Vor-Ort-Apotheken haben wichtige Vorteile: hohe Beratungskompetenz und persönlichen Kontakt. Um den Kunden diese Vorteile auch in Zukunft bieten zu können und weiterhin Erfolg zu haben, müssen Apotheker der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen sein. ALIUD PHARMA® verfolgt mit der Gründung des Apotheken Fachkreis das Ziel, Apotheker dabei zu unterstützen, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und die Standorte der Apotheken zu sichern.

Welche konkreten Maßnahmen bieten Sie Apothekern?

Mit der Initiative Apotheken Fachkreis sind wir dafür da, die Apotheken vor Ort für die Digitalisierung zu wappnen, ihre Kompetenzen gegenüber dem Kunden auch außerhalb der Apotheke sichtbar zu machen und sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erarbeiten. Dafür bieten wir eine App für Service und Beratung, individualisierte Websites, Newsletter und Know-how.

Die Service- und Beratungs-App enthält sowohl aktuelle Gesundheitsinformationen und Lifestylethemen, als auch mehrsprachige Anwendungsvideos und Checklisten, die eine Beratung in der Offizin modern und anschaulich unterstützen. Auch die eigenen Serviceleistungen und Angebote einer Apotheke können in der App präsentiert werden. Außerdem gibt es eine standortbezogene Funktion zur Suche nach Apotheken im Notdienst, an die sich die Kunden wenden können. Die Service- und Beratungs-App hilft dabei, die Beratung mit digitalen Medien visuell und interaktiv zu unterstützen. Dadurch erlangt eine Apotheke ein besonderes Serviceerlebnis und positioniert sich zeitgemäß.

ALIUD PHARMA bietet im Rahmen des Apotheken Fachkreis auch die Erstellung einer individuellen Website für Apotheken, die damit ihre Kunden auch außerhalb der Offizin erreichen können und die Kundenbeziehungen stärken. Zusätzlich dazu können schnell und einfach Newsletter erstellt wenden, um Kunden per E-Mail mit Informationen zu Angeboten, Events und News zu versorgen.

Eine weitere wichtige Maßnahme vor dem Hintergrund der Überforderung vieler Apotheker mit den Herausforderungen der Digitalisierung ist die Vermittlung des nötigen Know-how. Mit der eigenen Workshop Reihe „APOTHEKEN.ZUKUNFT – Stärken sichtbar machen“ vermittelt der Apotheken Fachkreis kostenlos Kompetenzen für die digitale Kommunikation. Steffen Kuhnert, Apotheker und Gesundheitsunternehmer, referiert dafür unter anderem über die Möglichkeiten in der Nutzung sozialer Medien und den Aufbau starker und nachhaltiger Kundenbeziehungen.

Zudem gibt es das Fortbildungsprogramm Digital Marketing Campus, welches PTA und PKA zu Digital Marketing Managern der Apotheke ausbildet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.digital-marketing-campus.de.

Welche Chancen entstehen damit für Vor-Ort-Apotheken?

Mithilfe digitaler Medien können Apotheken ihre Kernkompetenzen auch außerhalb der Offizin zeigen und zum Beispiel über eine eigene Website oder interessante Newsletter mit ihren Kunden in Kontakt bleiben. Durch den Aufbau von Online-Shops und die Möglichkeit des intensiven Austausches mit Kunden über Chats oder Online-Sprechstunden entstehen klare Vorteile für die stationären Apotheken im Vergleich zu ihren Wettbewerbern im Internet.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihre tägliche Arbeit aus und wie stellen Sie sich das zukünftige Arbeitsumfeld vor?

Digitalisierung bedeutet nicht nur den Einsatz digitaler Prozesse und Tools, sondern auch eine offene und moderne Unternehmenskultur. Offene Türen, regelmäßige Management-Updates und Marketing-Newsletter, abteilungsübergreifende Projekte mit dem Einsatz digitaler Projektmanagement-Tools sowie ein Blog der Geschäftsführerin Ingrid Blumenthal zu ihrem sozialen Engagement in Nepal sind dafür nur einige Beispiele. Ein Ziel für die Zukunft sollte es sein, dass alle Mitarbeiter in einer Atmosphäre arbeiten können, die Kreativität und Innovation zulässt. Zudem denke ich, dass die Arbeit früher oder später nicht mehr unbedingt an einem fixen Ort zu vorgegebenen Zeiten erledigt werden muss, sondern zunehmend Flexibilität herrscht. Das Unternehmen muss mit verschiedenen Angeboten aus den Bereichen Gesundheit, Unterhaltung und Kreativität zu einer multifunktionalen Umgebung entwickelt werden.

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit der rasanten digitalen Entwicklung?

Leider widme ich zu viel Zeit dem Smartphone – morgens geht der erste Blick auf das Handy, um Updates bei Instagram und Twitter anzusehen. Danach berichtet mir Alexa über das heutige Wetter und aktuelle News. Meine Smartwatch nutze ich, um auch tagsüber immer informiert zu bleiben. Ich beschäftige mich außerdem mit einem eigenen Blog (www.whatshealth.de) zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen. Leider habe ich es zuletzt nur selten geschafft, einen neuen Beitrag zu schreiben. Dauerhafte Erreichbarkeit scheint in unserem Zeitalter fast ein „Muss“ zu sein, um den Kontakt mit der Außenwelt zu halten und stets informiert zu bleiben.

Digitalkampagne #HealthChecker

Die #HealthChecker-Kampagne im Rahmen der „Alles Gute“-Initiative von STADA war ausgesprochen erfolgreich. Wir haben mit Stefanie Dölz, die im Bereich Corporate Communications der STADA Arzneimittel AG unter anderem die strategische Online-Kommunikation, die Social-Media-Kanäle und die STADA-Website verantwortet, darüber gesprochen.

Die preisgekrönte Online-Kampagne #HealthChecker vermittelte jungen Menschen Gesundheitswissen auf unterhaltsame Art und Weise, wie z.B. mit diesem Motiv zum Thema: „Schlank trotz Schoki! Aber wie?“.


Bereits im Jahr 2014 wurde die „Alles Gute“-Initiative von STADA gegründet. Welche Ziele werden damit verfolgt?

Das Ziel der „Alles Gute“-Initiative, die von Christian Goertz verantwortet wird, ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu fördern. Mit hilfreichen Informationen und Tipps wollen wir als Gesundheitsunternehmen dabei helfen, die alltäglichen Anforderungen zu meistern und verantwortungsvoll mit dem höchsten Gut, der Gesundheit, umzugehen. Das Herzstück der „Alles Gute“- Initiative ist der jährliche Gesundheitsreport, der auf repräsentativen Studien basiert.

Welche Ergebnisse des Gesundheitsreports aus dem Jahr 2017 sind besonders bezeichnend?

Im Jahr 2017 stand die Gesundheitskompetenz junger Erwachsener im Fokus der Studie. Bevölkerungsrepräsentativ wurden in Deutschland 2.000 18–24-Jährige über ihr Gesundheitswissen befragt: Was passiert bei Schlafmangel mit dem Körper? Wie lange muss man laufen, um eine Tafel Schokolade wieder abzutrainieren? Welche sexuell übertragbaren Krankheiten gibt es?

All das wollten wir von den 18–24-Jährigen wissen. Das Ergebnis ist besorgniserregend: Rund zwei Drittel der jungen Erwachsenen verfügen über eine unzureichende Gesundheitskompetenz. Sie tappen bei elementaren Gesundheitsthemen im Dunkeln.

Die Reaktion auf diese Ergebnisse ist der #HealthChecker. Was sind die Besonderheiten dieser Kampagne?

Nachdem wir die Ergebnisse der Studie vorliegen hatten, haben wir uns im Team dazu entschieden, die jungen Erwachsenen auch direkt mit diesem Thema zu konfrontieren und somit einen ersten Beitrag zur Vermittlung von Gesundheitswissen an junge Erwachsene zu leisten. Aus dieser Idee ist die Digitalkampagne #HealthChecker entstanden, deren zentrales Element die Website www.health-checker.de ist. Dort können sich die Nutzer durch zahlreiche Fragen rund um das Thema Gesundheit klicken und spielerisch ihr Wissen testen. Mit nützlichen Hintergrundinformationen nach jeder Frage hat die Kampagne nicht nur die Quizbegeisterung der Zielgruppe angesprochen. Sie hat ganz nebenbei auch interessante Fakten vermittelt und subtil in die allgemeine Fragemechanik eingeflochten. Darüber hinaus haben wir die 18–24-Jährigen auf Snapchat, Facebook und Instagram für das Thema begeistert. Wichtig war hierbei eine gehörige Prise Humor und eine ansprechende Bildsprache. Wir erreichten mit dem Wissenstest und der Social-Media-Kampagne rund 4 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene.

Außerdem wurde die Kampagne mit einem silbernen Award beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet. Das hat uns natürlich sehr gefreut.

Welche Chancen sehen Sie in der Digitalisierung für die gesundheitliche Aufklärung?

Die digitalen Entwicklungen im Gesundheitsbereich in den vergangenen Jahren sind einfach gigantisch. Digitalisierung ist dabei ein Begriff, unter dem ich viel mehr verstehe, als nur das Googlen von Krankheiten oder die Behandlung von einem Arzt über das Internet. Mit Digitalisierung meine ich zum Beispiel auch das Sammeln und Zusammenführen von Gesundheitsdaten, um Diagnosen zukünftig viel genauer, individueller und frühzeitiger treffen zu können. Aber auch der gesamte Bereich der künstlichen Intelligenz zählt für mich zu dem Thema Digitalisierung. Dass wir von Robotern operiert oder auf Zysten gescannt werden, während wir in der Badewanne liegen, ist keine Idee aus einem Science-Fiction-Roman, sondern heute schon Realität.

Ich bin davon überzeugt, dass technologische Innovationen und die Digitalisierung den Gesundheitszustand weltweit verbessern werden. Das bedeutet aber auf der anderen Seite auch eine hohe Selbstverantwortung und gute Gesundheitskompetenz der Patienten, damit sie mit den neuen Möglichkeiten und Informationen auch umgehen können. Hier möchten wir als Gesundheitskonzern gerne unseren Beitrag leisten und Wissen vermitteln.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihre tägliche Arbeit aus und wie stellen Sie sich das Arbeitsumfeld in Zukunft vor?

Wir arbeiten im Team inzwischen mit vielen digitalen Hilfsmitteln, die uns die Arbeit deutlich erleichtern, seien es Skype-Calls mit den internationalen Kollegen oder digitale To-Do-Listen, an denen wir als Gruppe gemeinsam auf Projekten arbeiten. Ein papierloser Arbeitsplatz ist allerdings aktuell auch bei uns noch nicht Realität. Die Digitalisierung bedeutet für mich im Arbeitsumfeld aber auch ein neues Denken, das auf flachen Hierarchien, Kollaboration und Wissensaustausch basiert.

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit der rasanten digitalen Entwicklung?

In meinem Alltag sehe ich deutliche Vorteile und Erleichterungen durch die Digitalisierung. Das fängt bei der Whats-App-Gruppe mit meiner Familie an, durch die wir am Alltag des anderen teilnehmen. Eine Ausnahme mache ich allerdings bei meinem zweijährigen Sohn. Wenn wir Zeit gemeinsam verbringen, lege ich das Smartphone konsequent zur Seite und widme ihm meine ganze Aufmerksamkeit.

 

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