STADA

Unternehmensführung und Compliance

Unternehmensführung und Compliance

Als international tätiger Konzern ist STADA einem breiten Spektrum an rechtlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Ihre Einhaltung ist das Fundament einer verantwortungsvollen, nachhaltigen und erfolgreichen Unternehmensführung – denn ungesetzliches Verhalten oder bereits der Anschein einer Rechtsverletzung kann die Reputation und Marktposition des Unternehmens nachhaltig schädigen und dadurch großen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Aus diesem Grund bestimmen die Grundsätze einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung das Handeln der Leitungs- und Aufsichtsgremien von STADA. Darüber hinaus umfasst der regulatorische Rahmen, in dem das Unternehmen agiert, neben den gesetzlichen Vorschriften und weiteren Regelwerken wie bspw. dem Deutschen Corporate Governance Kodex auch die Vorgaben ihres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, den STADA-Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie die daraus abgeleiteten, themenspezifischen Corporate Policies.

STADAs Code of Conduct, ihr Corporate Governance Bericht einschließlich Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern sind auf der Unternehmens- website unter www.stada.de bzw. www.stada.com veröffentlicht.

STADA-Verhaltenskodex

STADAs Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie ihre Corporate Policies dienen nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern insbesondere auch seinen Mitarbeitern während ihrer täglichen Arbeit als Orientierung für richtiges Verhalten bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen. Darüber hinaus sollen sie dabei helfen, u.a. korruptivem Verhalten vorzubeugen. Der Code of Conduct beinhaltet verbindliche Verhaltensregeln zu Themenbereichen wie bspw. Anti-Korruption, fairem Wettbewerb, sozialen Geboten hinsichtlich Toleranz und Respekt sowie zum Umgang mit Medien. Um Mitarbeiter mit den Inhalten des Verhaltenskodex vertraut zu machen, werden sie durch das Compliance Office bspw. im Rahmen eines interaktiven E-Learning- Seminars einschließlich praxisnaher Fallbeispiele geschult. Für die Zusammenarbeit mit Heilberufsangehörigen wurden darüber hinaus spezielle Richtlinien verfasst, die als Verhaltensmaßstab für den ordnungsgemäßen Umgang mit etwa Zuwendungen, Einladungen und ähnlichen Sachverhalten dienen und so jegliches Fehlverhalten vermeiden sollen.

Im Geschäftsjahr 2018 wird unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten der ausländischen Tochtergesellschaften eine aktualisierte und erweiterte Version des Verhaltenskodex veröffentlicht, die für alle Mitarbeiter sowie für die Mitglieder des Vorstands der STADA Arzneimittel AG und aller nationalen und internationalen Tochtergesellschaften, die direkt oder indirekt durch STADA kontrolliert werden, Gültigkeit hat.

Compliance-Management

Um die Einhaltung geltenden Rechts sicherzustellen, hat STADA ein umfassendes Compliance-Management-System implementiert, das die Kernfelder Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Exportkontrolle, Geldwäsche und Datenschutz umfasst.

Ein wesentlicher Bestandteil des Compliance-Management-Systems bei STADA ist das Corporate Compliance Office, das sich als unabhängiger und objektiver Berater versteht. Seine Aufgabe besteht darin, das Unternehmen vor finanziellen und reputationsbezogenen Schäden zu schützen, STADAs Management und ihre Mitarbeiter vor persönlicher Haftung zu bewahren und das Entstehen von Wettbewerbsnachteilen zu verhindern. So verfolgt es interne und externe Hinweise, klärt Sachverhalte unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips auf, spricht Empfehlungen zur Optimierung unternehmensinterner Abläufe aus und steht im regelmäßigen Informationsaustausch mit anderen Fachbereichen, insbesondere der Internen Revision und dem Risikomanagement. Zudem steht sowohl Mitarbeitern als auch Geschäftspartnern und sonstigen Dritten ein neutraler und unabhängiger Ombudsmann als Ansprechpartner für die Meldung von Verdachtsfällen zur Verfügung. Die Kontaktdaten des Ombudsmanns sind auf der Unternehmenswebsite unter www.stada.de bzw. www.stada.com zugänglich. Seine Aufgabe besteht darin, Hinweise vertraulich entgegenzunehmen und diese nach Zustimmung des Hinweisgebers oder anonymisiert an das Compliance Office weiterzuleiten.

Dezentral gibt es separate Compliance-Abteilungen, die das Thema lokal betreuen und als Ansprechpartner vor Ort agieren. Sie unterstützen das Corporate Compliance Office und stehen mit ihm in einem intensiven Dialog.

Durch eine regelmäßige Überprüfung des bestehenden Compliance-Management-Systems soll dieses kontinuierlich optimiert und gleichzeitig der internationale Austausch zwischen den Compliance-Verantwortlichen weiter intensiviert werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein erweitertes Reporting durch die Tochtergesellschaften an das Compliance Office aufgesetzt. Im Rahmen dessen werden Angaben der Tochtergesellschaften zu den einzelnen Compliance-Themenfeldern eingeholt und ausgewertet, um daraus wiederum neue Optimierungsmaßnahmen ableiten zu können. Gleichzeitig findet seit dem Jahr 2016 eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung einzelner Standorte hinsichtlich ihrer Aufstellung im Bereich Compliance statt („Readiness-Assessment“) – mit dem Ziel, die konzernweite Compliance-Organisation sukzessive zu stärken. Ende 2017 wurde diese Bestandsaufnahme für Deutschland sowie drei ausländische Tochtergesellschaften durchgeführt. Dieser Prozess wird im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt.

„Social Compliance Questionnaire“

Den Anspruch, den STADA an ihre eigene Unternehmensführung hat, will das Unternehmen zunehmend auch an seine Geschäftspartner stellen. Aus diesem Grund hat STADA in 2015 einen auf dem BSCI(Business Social Compliance Index)- Verhaltenskodex basierenden Fragebogen („Social Compliance Questionnaire“) erstellt, mit dem das Unternehmen in einem ersten Schritt wesentliche Lieferanten u.a. zu Arbeitsbedingungen, ethischen Standards, Umweltmanagementsystemen sowie Arbeitssicherheit und -schutz befragt hat. Nachdem im Berichtsjahr 2017 die wichtigsten direkten Lieferanten aus dem asiatischen Raum befragt wurden, soll die Befragung sukzessive auf alle direkten und – wo sinnvoll – indirekten Lieferanten ausgeweitet werden.

Vorbild für die Erstellung und Einführung des Fragebogens ist STADAs serbische Vertriebsgesellschaft Hemofarm, die eine solche Befragung bereits seit 2014 durchführt und deren eigene Unternehmenspraktiken dem BSCI-Verhaltenskodex im Geschäftsjahr 2016 nachweislich zu 97,6% entsprachen.

Das Unternehmen wird im laufenden Geschäftsjahr 2018 eine konzernweit gültige Corporate Policy zum Thema „Environment, Health and Safety“ (EHS) herausgegeben und ein System implementieren, das ihre Einhaltung überwacht. Die Corporate Policy wird konzernweit Gültigkeit haben und gibt Direktiven zu den Themen EHS und Nachhaltigkeit vor. Durch diese Maßnahmen sollen die Ergebnisse der Befragungen zukünftig im Lieferanten-Bewertungsprozess Berücksichtigung und damit Einzug in die Lieferantenauswahl finden.

Viele Verträge, die seit 2016 verhandelt wurden und im Zusammenhang mit der Herstellung von Fertigprodukten geschlossen werden, sehen Klauseln zum Thema Social Responsibility vor, im Rahmen derer sich STADA und ihre Lieferanten zur Einhaltung der zehn Prinzipien des UN Global Compact verpflichten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Grundlage verantwortungsvoller Unternehmensführung ist ferner STADAs internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches den verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sicherstellen soll. Es versetzt den Vorstand in die Lage, konzernweit Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen, um dadurch unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils reagieren zu können. Dabei sind sämtliche Abteilungen an das Risikomanagementsystem angeschlossen, so dass eine flächendeckende Risikoüberwachung – einschließlich der Überwachung potenzieller Risiken aus den nichtfinanziellen Themenfeldern – ermöglicht wird.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision. Der Bereich Interne Revision unterstützt den Vorstand zudem als unabhängige Instanz außerhalb des operativen Tagesgeschäfts, indem er konzernweit interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz beurteilt. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen Geschäftsprozesse zu optimieren, Kosten zu reduzieren, Effizienzgewinne zu realisieren und so intern gesetzte Ziele zu erreichen (vgl. Geschäftsbericht 2017: Chancen- und Risikobericht).


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STADA – ein börsennotiertes, internationales Unternehmen mit Fokus auf den Gesundheitsmarkt.

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