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Generika unverändert ein Wachstumssegment
In 2010 wiesen die weltweiten Gesundheits- und Pharmamärkte weitere Zuwächse auf. So stieg der Umsatz des globalen Pharmamarkts um ca. 4,7%. Der Umsatz des weltweiten Generika-Markts erhöhte sich um ca. 11,5%1) auf ca. 91,4 Mrd. EUR2), so dass der Marktanteil von Generika am internationalen Pharmamarkt in 2010 13,8% betrug.
Der Umsatz des unverändert deutlich größeren Kernsegments Generika wies in den ersten 3 Quartalen 2011 ein Wachstum von 5% auf 857,4 Mio. EUR (1-9/2010: 815,7 Mio. EUR) auf. Damit leisteten Generika in den ersten 9 Monaten 2011 einen Beitrag von 68,5% (1-9/2010: 69,3%) zum Konzernumsatz. Bereinigt stieg der Generika-Umsatz im Konzern ebenfalls um 5%.
Der STADA-Konzern konnte in 2010 von diesem Wachstum profitieren und seine am Umsatz gemessene, unveränderte Position auf Platz 53) der weltweiten, klassischen Generika-Anbieter festigen. Im deutschen Generika-Markt war STADA im Geschäftsjahr 2010 weiterhin die klare Nummer 3. In den für den Konzern wichtigsten nationalen Märkten belegten die jeweiligen STADA-Tochtergesellschaften in 2010 wie in der Vergangenheit führende Positionen.
Der Umsatz des unverändert deutlich größeren Kernsegments Generika lag im Geschäftsjahr 2010 – ungeachtet der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten – mit 1.124,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.115,6 Mio. EUR) auf dem Niveau des Vorjahres. Damit trugen Generika 2010 zu 69,1% (Vorjahr: 71,1%) zum Konzernumsatz bei. Bereinigt wies der Generika-Umsatz im Konzern ebenfalls Vorjahresniveau auf.
Bei Generika handelt es sich um Produkte, bei deren Vertrieb und Marketing der Fokus auf einer günstigen Preisgestaltung und/oder einem produkt- und indikationsübergreifenden Vermarktungskonzept liegt.
Aus Sicht des Vorstands weisen innerhalb des Pharmamarkts nach wie vor insbesondere Generika Wachstumschancen auf, da sie eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleisten und damit dem steigenden Kostendruck in den einzelnen nationalen Gesundheitsmärkten entgegenwirken. Des Weiteren werden die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten oder anderen gewerblichen Schutzrechten stetig erweitert.
Auch aktuelle Zahlen belegen das große Wachstumspotenzial von Generika. Für die Zukunft prognostiziert IMS Health, ein führendes internationales Marktforschungsinstitut, für den globalen Generika-Markt bis 2015 eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 8,4%4), auch wenn deutliche Volumensteigerungen durch einen höheren Preisdruck schwächer ausfallen könnten.
Der Vorstand geht davon aus, dass insbesondere der europäische Generika-Markt weiterhin anhaltende Wachstumschancen aufzeigen wird. Basis hierfür ist u.a., dass allein das Umsatzvolumen für die von 2011 bis 2014 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den am Umsatz gemessen größten europäischen Pharmamärkten – Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien – nach aktuellen Marktforschungszahlen mehr als 13 Mrd. EUR betragen wird.5) Darüber hinaus erwartet STADA in den meisten europäischen Märkten eine weitere Generika-Penetration, die derzeit in den einzelnen nationalen Märkten nach wie vor sehr unterschiedlich ist.
Auch Angaben von IMS Health zufolge wird das jährliche Generika-Wachstum in der EU von 2010 bis 2012 durchschnittlich 5,7%6) betragen. Besonders hoch soll zudem das Generika-Wachstum in Osteuropa7) sein. Hier ist nach Schätzungen von PMR8) bis 2011 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 14% möglich. Laut BMI London liegt das Generika-Wachstum in Russland zwischen 2010 und 2014 im Durchschnitt bei 13%.
Bei einem Umsatzanteil von ca. 25%, den STADA in den osteuropäischen Märkten derzeit generiert, geht der Vorstand unverändert davon aus, von diesem Wachstumspotenzial angemessen profitieren zu können. Mit Blick auf die prognostizierten Wachstumschancen in Osteuropa liegt im Rahmen der vom Konzern weiterhin verfolgten Internationalisierungsstrategie ein Schwerpunkt somit auch auf dem Ausbau der Konzernaktivitäten in den osteuropäischen Ländern.
Mit Produkten, die die fünf umsatzstärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, generierte STADA in 2010 insgesamt einen Umsatz in Höhe von 145,7 Mio. EUR (Vorjahr: 184,1 Mio. EUR). Damit trugen diese Produkte im Geschäftsjahr 2010 mit 13,0% (Vorjahr: 16,5%) zum Umsatz des Segments Generika bei.
Das Magentherapeutikum Omeprazol war dabei unverändert der mit Abstand umsatzstärkste pharmazeutische Wirkstoff sowohl im Kernsegment Generika als auch im Konzern.
STADAs Vertriebslinien für Generika sind in den folgenden europäischen Ländern vertreten: Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Litauen, Mazedonien, Montenegro, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Serbien, Slowakei, Spanien, Tschechien und der Ukraine.
Außerhalb Europas verfügt STADA über ein Vertriebsnetzwerk in den folgenden Ländern: Ägypten, China, Kasachstan, den Philippinen, Thailand und Vietnam.
| 1) | IMS Market Prognosis, June 2010; IMS Thought Leadership analysis prepared for STADA, Dec. 2010. Daten basierend auf den 26 führenden Generika-Märkten |
| 2) | Daten basierend auf den 26 führenden Generika-Märkten und einer Hochrechnung der übrigen Generika-Märkte. |
| 3) | Quelle: STADA-Schätzung |
| 4) | IMS Generic Market Prognosis, Sep. 2010: IMS Thought Leadership analysis prepared for STADA, Dec. 2010. Die Marktangaben zu Generika schwanken wegen differenter Marktdefinition von Quelle zu Quelle teilweise erheblich. |
| 5) | STADA-Schätzung von Umsatzvolumina in 2010 zu Herstellerabgabepreisen für pharmazeutische Wirkstoffe, bei denen STADA bis 2014 einen für den generischen Wettbewerb relevanten Ablauf des Patents oder anderer relevanter gewerblicher Schutzrechte aus heutiger Sicht erwartet, basierend auf Daten verschiedener internationaler Marktforschungsinstitute. Die STADA-Erwartung, zu welchem Termin ein pharmazeutischer Wirkstoff für den generischen Wettbewerb verfügbar wird unterliegt kontinuierlicher rechtlicher Prüfung und kann sich gegenüber der diesen Daten zu Grunde liegenden heutigen Erwartung (Stand: 01.03.2011) in der Zukunft signifikant verändern. Die für den generischen Wettbewerb zu den entsprechenden Terminen dann tatsächlich neu verfügbar werdenden Umsatzvolumina unterliegen Schwankungen, die u.a. von verändertem Markterfolg, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Marktstrukturen abhängen können. |
| 6) | IMS Market Prognosis, Sep. 2010; IMS Thought Leadership analysis prepared for STADA, Dec. 2010; Daten basierend auf den fünf führenden westeuropäischen Generika-Märkten. |
| 7) | So genannte CEE-Länder (Central and Eastern Europe) inklusive Russland. |
| 8) | Daten von PMR Publications (2009); Generic and innovative drugs market in Central and Eastern Europe 2009. |
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