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Konzern-Profil

Beschaffung und Produktion - Flexibilität senkt Kosten

Globale Beschaffung von Wirk- und Hilfsstoffen

Unter Flexibilitäts- und Kostenaspekten stellt der Konzern in der Regel bislang bewusst keine der zur pharmazeutischen Produktion erforderlichen Wirk- und Hilfsstoffe selbst her. Unverändert greift STADA in diesem Zusammenhang auf ein global agierendes Netzwerk aus Rohstofflieferanten zurück. Dabei fokussiert der Konzern – insbesondere bei der Beschaffung von pharmazeutischen Wirkstoffen – auf preisgünstige Lieferanten aus Niedrigkostenländern, bevorzugt aus Asien. Zudem werden bei der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion Kooperationen zur Erzielung einer höheren vertikalen Integration nicht ausgeschlossen.

Soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden, ist STADA von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und von den mit Lohnherstellern aushandelbaren Lieferpreisen, die produktspezifisch stark schwanken können, abhängig. Zur Reduzierung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten setzt STADA teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. in Form von Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder Vereinbarungen von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen.

Pharmazeutische Produktion mit hoher Flexibilität und kontinuierlicher Kostenoptimierung

Bedingt durch das große Produkt-Portfolio mit mehr als 900 pharmazeutischen Wirkstoffen und über 10.000 durch den Konzern vertriebenen Produktaufmachungen, die jeweils in Wirkstoff und/oder Wirkstoffmenge und/oder Darreichungsform und/oder Packungsgröße differieren, bedient sich STADA auch bei der pharmazeutischen Produktion eines globalen Netzwerks in- und externer Ressourcen. Mit Blick auf die kontinuierliche Kostenoptimierung greift der Konzern dabei zunehmend auf die insbesondere in den letzten Jahren akquirierten oder erweiterten Produktionsstätten in Niedrigkostenländern wie Südosteuropa, Russland und Vietnam zurück. Unverändert handelt es sich hierbei auf Grund bestehender Verträge um längerfristige Prozesse.

Angesichts der signifikanten Kostensenkungspotenziale im Bereich Herstellung und Produktionsstätten stellt STADA im Zuge der Umsetzung der Maßnahmen von „STADA – build the future“ u.a. die Produkte verstärkt auf eine gemeinsame Basis, harmonisiert Dossiers und optimiert Produktionsprozesse und -kapazitäten. Hierzu gehört u.a. die kontinuierliche Anpassung der Organisations-, Berichts- und Personalstrukturen an die wirtschaftlichen Erfordernisse. Infolgedessen stehen im Konzern somit auch der Verkauf oder die Aufgabe von Produktionsstätten sowie die Ausgliederung einzelner Funktionsbereiche an Drittanbieter zur Disposition.

So transferierte der Konzern per 01.08.2010 die niederländische Verpackungseinheit in Etten-Leur. Gemäß den abgeschlossenen Verträgen kann der Konzern für eine Übergangszeit zu definierten Kosten in einem von STADA variabel zu definierenden Umfang auf die Kapazitäten der transferierten Einheit zurückgreifen. Im Zuge des Transfers gingen auch die 113 Beschäftigten auf die übernehmende Gesellschaft über.

Zum 01.03.2011 gehörten die folgenden pharmazeutischen Produktionsstätten zum STADA-Konzern:

  • Bad Vilbel (Deutschland)
  • Banja Luka (Bosnien-Herzegowina)
  • Beijing1) (China)
  • Clonmel (Irland)
  • Dubovac (Serbien)
  • Ho-Chi-Minh-Stadt (2 Produktionsstätten im dortigen Großraum)2) (Vietnam)
  • Moskau (Russland)
  • Nizhny Novgorod (Russland)
  • Obninsk (Russland)
  • Pfaffenhofen (Deutschland)
  • Podgorica (Montenegro)
  • Ryazanskaya obl. (Russland)
  • Sabac (Serbien)
  • Vrsac (Serbien)

Zusätzliche Effizienzpotenziale werden im Konzern unverändert mit der verstärkten Anwendung einer einheitlichen SAP-Software gehoben. Dazu wurde der in 2007 in der deutschen Konzernzentrale eingeleitete Roll-out der SAP-Software, der aus heutiger Sicht 2014 vollständig abgeschlossen sein soll, auch 2010 fortgesetzt.

Grundsätzlich werden alle STADA-Produktionsstätten durch angemessene Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau gehalten. Die Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung von Fabrikstätten und Produktionsanlagen beliefen sich in 2010 auf insgesamt 20,7 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR).

1) Ausschließlich auf den lokalen Bedarf ausgerichtete Produktionseinheit, die im Konzern nicht integriert und konsolidiert ist.
2) Beide Produktionsstätten werden im Rahmen eines 50:50-Joint-Ventures mit einem lokalen Partner betrieben.
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