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Einschätzung weiterer Geschäftsverlauf
Im STADA-Zwischenbericht 9 Monate 2011 gibt der Vorstand von STADA wörtlich folgende Einschätzung zur Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung des STADA-Konzerns ab:
"Der Vorstand bestätigt den im STADA-Geschäftsbericht 2010 publizierten grundsätzlichen Ausblick und Risikobericht für den Konzern. Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht aufgeführten Ergänzungen und Aktualisierungen, insbesondere in Bezug auf das Geschäftsjahr 2011, ergibt sich aus Sicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der Chancen und Risiken für den STADA-Konzern.
Demnach ist das Geschäftsmodell von STADA auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch auch untrennbar Risiken und Herausforderungen verbunden, die insbesondere aus geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation und intensivem Wettbewerb resultieren. Angesichts dessen kann es in der Einschätzung des Vorstands in einzelnen nationalen Märkten auch in Zukunft immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt im Wesentlichen für die zunehmende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäftsaktivitäten im Kernsegment Generika.
Zudem wird STADA weiterhin mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein. Somit werden auch in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 für den Konzern wesentliche Währungsrelationen, insbesondere des serbischen Dinar und des russischen Rubel zum Euro, einen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Konzerns haben.
Darüber hinaus wird sich STADA auch weiterhin mit den Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auseinanderzusetzen haben. Angesichts dessen bereitet sich der Konzern im Rahmen des Möglichen unverändert auf potenzielle davon ausgehende spezifische Risiken wie ein deutlich erhöhtes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, etwaige wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder weiterhin starke Volatilitäten bei Zinsniveau und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings können mit Blick auf das außerordentliche Ausmaß der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise Belastungen aus dieser wie etwa einmalige Sondereffekte durch Zahlungsausfälle oder nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen weiterhin nicht ausgeschlossen werden.
Zwar wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns in 2011 und 2012 auch in Zukunft durch unterschiedliche und teilweise gegenläufige Faktoren in den verschiedenen nationalen Märkten geprägt sein.
Unverändert erwartet der Vorstand in der Gesamtbewertung der Einflussfaktoren aus heutiger Sicht jedoch eine Umsatzsteigerung im Konzern sowohl im Geschäftsjahr 2011 als auch in 2012.
Angesichts der in diesem Ausblick genannten Einflussfaktoren auf die Ertragsentwicklung des Konzerns erwartet der Vorstand – ungeachtet des nach den ersten 9 Monaten 2011 auf Grund der hohen belastenden einmaligen Sondereffekte negativen ausgewiesenen Konzerngewinns – aus heutiger Sicht für das Gesamtjahr 2011 dennoch einen deutlich positiven ausgewiesenen Konzerngewinn im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Für 2012 geht der Vorstand dann wieder von einem deutlich höheren ausgewiesenen Konzerngewinn aus.
Dabei rechnet der Konzern aus der Umsetzung des Projekts „STADA – build the future“ für das um einmalige Sondereffekte bereinigte EBITDA und den entsprechend bereinigten Konzerngewinn mit positiven Ertragseffekten in den nächsten Jahren. Bis 2013 werden aus heutiger Sicht projektbezogene Investitionen von insgesamt ca. 20 Mio. EUR sowie ein projektbezogener Kostenaufwand für Sonderabschreibungen, Personalaufwendungen und Beratungsleistungen von insgesamt ca. 50 Mio. EUR erwartet – jeweils inklusive des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010. Der Konzern wird diese projektbezogenen Kosten als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausweisen. Im Fall des gegenwärtig im Rahmen von „STADA – build the future“ evaluierten Verkaufs von Produktionsstätten in Irland und Russland wäre in diesem Rahmen aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2012 ein signifikanter Aufwand im insgesamt niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zu erwarten.
Bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der STADA-Vorstand im Konzern sowohl für 2011 als auch für 2012 weiterhin von einem Wachstum aus. Für 2011 sieht der Vorstand dabei für das um einmalige Sondereffekte bereinigte EBITDA aus heutiger Sicht unverändert die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich.
Des Weiteren hält der Vorstand unverändert an seiner für 20141) in Aussicht gestellten Langfristprognose fest, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. EUR auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. EUR und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. EUR – auf der Basis eines weitgehend organischen Geschäfts – erreicht werden sollen.“
| 1) | Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 07.06.2010. |
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