In unserer Leistungsgesellschaft gehört
Stress zum Alltag
vieler Menschen. Dieser wurde durch die erheblichen Veränderungen der
Lebens- und Arbeitsbedingungen der letzten Jahrzehnte noch verstärkt.
Darüber hinaus kommt im Laufe des Lebens auf jeden Menschen eine lange Reihe
von Entwicklungsaufgaben zu: erster Schultag, Pubertät, Berufswahl, der
Einstieg ins Berufsleben, Heirat und Kinder und später der Übergang in den
Ruhezustand. Auch einschneidende Ereignisse wie eine schwere Erkrankung, der
Verlust oder die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen gehören oft dazu. Die
unterschiedlichen Phasen im Leben eines Menschen sind teilweise mit großem
Veränderungs- bzw. Anpassungsdruck verbunden. Nach einer aktuellen
Untersuchung (Forsa, 2010) werden in Deutschland als häufigste Ursachen für
Stresssituationen genannt, in der Reihenfolge:
Im alltäglichen Leben gibt es kaum noch „Stress-freie“ Bereiche; am Arbeitsplatz, zu Hause mit der Familie, in Schule und Kindergarten, im Straßenverkehr und sogar in Freizeit und Urlaub wird es oft stressig. Dennoch führt nicht jede Anforderung zum Stress. Dieser entsteht erst dann, wenn eine Diskrepanz zwischen Anforderung und den eigenen Bewältigungsmechanismen besteht. So liegen beispielsweise die Ursachen des chronischen Zeitmangels nicht ausschließlich in den äußeren Anforderungen sondern auch in persönlichen Verhaltensweisen oder einer ungünstigen Zeitplanung.
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