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Bei einer entspannten Kaumuskulatur berühren sich die obere und untere Zahnreihe nicht;
der Abstand zwischen ihnen beträgt ca. zwei bis drei Millimeter. Das Zähneknirschen (medizinischer Fachbegriff: Bruxismus)
ist eine sog. Parafunktion des Kausystems und bezeichnet ein unbewusstes, massives Aufeinanderpressen bzw. gegeneinander Verschieben der Zähne.
Parafunktionen sind weit verbreitete, erzwungene Bewegungen, die keinen funktionellen Zweck erfüllen.
Dazu zählen beispielsweise auch das Nägel- oder Bleistiftkauen und das Lippen- oder Wangenbeißen.
Das Zähneknirschen oder -pressen geschieht bevorzugt während der Nacht in flacheren Schlafstadien, aber auch tagsüber, z.B. in Phasen hoher Konzentration oder Anspannung. Die Zähne werden stark überlastet und der Zahnschmelz geschädigt. Sie reagieren immer empfindlicher auf Kaltes, Heißes, Saures oder Süßes. Auch Kiefergelenke und -muskulatur leiden dabei erheblich. Oft wird das nächtliche Problem erst durch den Partner bekannt.
Typische Folgen des Zähneknirschens:
Bruxismus ist ein sehr häufiges Phänomen: Fast jeder dritte Deutsche knirscht nachts mit den Zähnen. 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Auch Kinder und Jugendlichen können Zähneknirscher sein. Während Kleinkinder noch einmal neue Zähne bekommen, können bei Jugendlichen bereits in jungen Jahren schwere Zahnschäden entstehen. Je früher ein Bruxismus erkannt wird, umso erfolgreicher sind die Therapiemöglichkeiten. Manchmal hört das Zähneknirschen wieder auf, wenn die auslösende emotionale Belastung zu Ende geht.
Zahnärztliche Maßnahmen können die Zähne vor weiteren Schäden schützen, sie bekämpfen jedoch nicht die Ursachen des Bruxismus.