In unserem medizinischen Lexikon STADApedia möchten wir Ihnen helfen, schnelle und zuverlässige Antworten auf Ihre gesundheitlichen Fragen zu finden. Mehr als 300 medizinische Fachbegriffe und Themen werden erläutert. Hier finden Sie viele wertvolle Informationen und nützliche Tipps zu Themen rund um Ihre Gesundheit.*
Klicken Sie einfach auf ein Thema, den entsprechenden Buchstaben oder geben Sie den gesuchten Begriff in die Suchmaske ein.
Ratgeber Gesundheit
Vitaminmangel (allgemein)
Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die der Körper nicht oder nur in unzureichender
Menge selbst herstellen kann. Vitamine oder deren Vorstufen müssen dem Körper
durch die Nahrung zugeführt werden.
Vorstufen, die der Körper selbst in das betreffende Vitamin umbauen
kann, nennt man Provitamine. Man teilt die Vitamine in fettlösliche
Vitamine (Vitamine A, D, E, K) und wasserlösliche Vitamine (B1, B2, B6,
B12, C, H, Folsäure, Pantothensäure, Nikotinamid) ein. Fettlösliche
Vitamine findet man in fetthaltigen Speisen. Bei einer Überdosierung
dieser Vitamine kann es zu schweren gesundheitlichen Störungen kommen.
Wasserlösliche Vitamine sind meist in kohlehydratreichen Speisen
enthalten. Diese Vitamine werden bei Überdosierung einfach mit dem Urin
ausgeschieden. Der Gehalt der einzelnen Lebensmittel an Vitaminen hängt
von den Produktions- und Lagerungsbedingungen sowie von der Zubereitung dieser
Lebensmittel ab. Bei einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung kommt
es kaum zu Vitaminmangel. Der Körper kann Vitamine speichern, so dass er
Schwankungen im Nahrungsangebot oder das Fehlen einzelner Vitamine eine
Weile ausgleichen kann. Bei Vitaminmangel kommt es zu
charakteristischen Beschwerden je nachdem welches Vitamin fehlt.
Häufigste Ursachen
- Einseitige oder unzureichende Ernährung (z.B. bei Diäten oder vorwiegender Ernährung mit Fertiggerichten).
- Erhöhter Vitaminbedarf während Schwangerschaft und Stillzeit, durch Rauchen oder die Antibabypille,
von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsperioden,
während körperlicher oder geistiger Stresssituationen.
Was Sie tun können
- Ein Mehrbedarf an Vitaminen, z.B. in Stresssituationen
oder bei Rauchern kann in der Regel durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausgeglichen werden.
Nur in Ausnahmefällen ist eine Gabe von Vitaminpräparaten nötig, z.B. wenn eine Störung der Darmflora
die Aufnahme eines Vitamins aus dem Darm ins Blut verhindert.
- Bei festgestelltem Vitaminmangel sollten die fehlenden Vitamine einzeln und in der richtigen Menge zugeführt werden,
die Dosierungen der einzelnen Vitamine in Multivitaminpräparaten sind oft zu gering.
- Eine Einnahme von Multivitaminpräparaten (z.B. als Brausetabletten) ist geeignet bei einseitiger oder
unzureichender Ernährung sowie bei generell erhöhtem Bedarf, z.B. bei Kindern und Jugendlichen.
In der Schwangerschaft ist die Einnahme eines Multivitamins nicht (unbedingt) notwendig.
Wichtig kann jedoch die Versorgung mit Folsäure (z. B. Folsäure STADA® 5 mg Tabletten) sein.
- Bei Diäten auf ausreichende Vitaminversorgung achten. Auch hier sind Multivitaminpäparate geeignet.
Wann Sie zum Arzt müssen
- Über eine Einnahme von Vitaminpräparaten in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt sprechen.
- Die Gabe von Vitaminpräparaten bei Säuglingen und Kleinkindern sollte der Kinderarzt entscheiden.
Wichtig bei Säuglingen sind vor allem Vitamin K und Vitamin D.
- Wenn Sie vorhaben eine Diät über einen längeren Zeitraum durchzuführen, sollten Sie sich regelmäßig untersuchen lassen
um einen Vitaminmangel rechtzeitig zu erkennen!
- Ausgewogene Ernährung mit vielen frischen Produkten. Gemüse oder Obst möglichst roh oder schonend gegart essen.
- Einnahme von Multivitaminpräparaten bei unausgewogener Ernährung.