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Glossar

Rheuma

Rheumatismus, rheumatische Erkrankungen; Sammelbezeichnung für schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, der Knochen, Muskeln und Sehnen. Man unterscheidet entzündliche oder durch ständige Abnutzung (degenerativ) bedingte Beschwerden. Bei einigen Rheumaformen steckt eine sog. Autoimmunreaktion des Körpers dahinter, d. h. der Körper bildet Abwehrstoffe gegen körpereigenes Gewebe.

Diesen Beitrag gibt es auch in Türkisch und Russisch.

 

Ratgeber Gesundheit

Rheumatische Beschwerden

Rheumatische Beschwerden treten bei verschiedenen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates auf. Sie haben unterschiedliche Ursachen und müssen oft unterschiedlich behandelt werden. Sie betreffen die Gelenke und/oder das Bindegewebe. Man unterscheidet entzündliche oder durch ständige Abnutzung (degenerativ) bedingte Beschwerden. Bei einigen Rheumaformen steckt eine sog. Autoimmunreaktion des Körpers dahinter, d. h. der Körper bildet Abwehrstoffe gegen sich selbst. Diese Abwehrstoffe (Antikörper), die im Blut nachgewiesen werden können, heißen Rheumafaktoren.

Man unterscheidet folgende Erkrankungstypen:

  1. Weichteilrheumatismus. Muskeln, Bänder, Sehnen und Schleimbeutel sind schmerzhaft verändert.
  2. Degenerativ - rheumatische Erkrankungen, z.B. Arthrose. Durch Abnutzung kommt es zu Verschleißerscheinungen an den Gelenken.
  3. Entzündliche Rheumaformen, z.B. rheumatisches Fieber.

Nur der Weichteilrheumatismus - und auch nur bei leichten Verlaufsformen - ist für eine Selbstbehandlung geeignet. Deshalb sollen hier ausschließlich Erkrankungen dieses Bereiches angesprochen werden.

Beim Weichteilrheumatismus besteht Schmerz wechselnder Intensität, der meist morgens am stärksten ist, und im Tagesverlauf schwächer wird. Weichteilrheumatismus tritt am häufigsten in der Schulter-Nacken-Arm-Region und an der Außenseite der Beine auf. z.B. Schulter-Arm-Syndrom, Tennisarm, Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündung.

Häufigste Ursachen für Weichteilrheumatismus

  • Abnutzung
  • Kälte
  • Falsche Haltung
  • Überbeanspruchung
  • Einseitige Beanspruchung
  • Verspannung durch seelische Probleme oder Stress
  • Verschleißerscheinungen

Was Sie tun können

  1. Wärmeanwendung:
    • Heiße Rheumabäder nehmen (Temperatur mindestens 35°C)
    • Fango- oder Moorpackungen (Temperatur mindestens 42°C)
    • Rotlicht, je heißer, desto besser
  2. Massagen / Gymnastik
    • Gezielte Gymnastik unter Anleitung zur Normalisierung der Bewegungsabläufe
    • Muskel- oder Bindegewebsmassage beim Krankengymnasten
    • Massage mit elektrischen Impulsen, entsprechende Geräte sind in der Apotheke erhältlich
  3. Äußerliche Medikamente:
    • Wärmewirksame Rheumasalben, z.B. mit Rosmarin, Bienengift, spanischem Pfeffer oder ätherischen Ölen. Die Wirkstoffe erweitern die Blutgefäße. Die verbesserte Durchblutung erwärmt die Problemzone.
    • Schmerzstillende, entzündungshemmende Rheumasalben, z.B. mit Arnika, Belladonna, Salicylsäure, Ibudolor.
    • Durchblutungsfördernde Heparinsalben für empfindliche Patienten, die die stark wärmewirksamen Rheumasalben als unangenehm empfinden.
  4. Innerliche Medikamente:
    • Leichte Schmerzmittel, die gleichzeitig entzündungshemmend wirken (z.B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen) einnehmen. Schmerzmittel dürfen nur kurzfristig eingenommen werden, keinesfalls als Daueranwendung. Ein Abklingen der Schmerzen kann bereits wesentlich dazu beitragen, dass Schonhaltungen aufgegeben werden und sich Verspannungen und Verkrampfungen durch die normalisierten Bewegungsabläufe lösen.
    • Entzündungshemmende, schmerzlindernde oder vorbeugend wirkende Präparate z.B. Enzympräparate (Enzymtherapie), Vitamin-B-Präparate, pflanzliche und homöopathische Arzneimittel (z. B. Teufelskralle STADA® 480 mg Filmtabletten).

Rheumatische Beschwerden Gerade Haltung beim Sitzen, Stehen und Laufen entlastet die Wirbelsäule und die Gelenke.

Rheumatische Beschwerden Beim Sitzen sollten die gebeugten Gelenke einen 90°-Winkel zueinander bilden: Knie, Hüfte, Ellenbogen.

 Auf fester Unterlage mit flexibler Matratze schlafen.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn die Beschwerden nicht abklingen oder immer wieder auftreten
  • Verdacht auf rheumatisches Fieber, chronische Polyarthritis oder andere schwerwiegende Erkrankungen

Was Ihr Arzt tun kann

  • Diagnose stellen. Ausschluss von Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall usw.
  • Der Arzt kann ein für Sie geeignetes Behandlungsprogramm mit verschiedenen Therapieformen (z.B. Krankengymnastik + Reizstrom + entzündungshemmende Medikamente) entwickeln
  • Gegen die Schmerzen kann er Ihnen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (z.B. mit Diclofenac) als Tabletten oder Zäpfchen verordnen, das Ihnen helfen soll, die schmerzhaften Gelenke zu bewegen damit nicht noch zusätzliche Verspannungen auftreten. Eventuell genügt das Auftragen dieser Wirkstoffe in Salbenform
  • Verordnung starker entzündungshemmender Medikamente

Vorbeugung

  • Kälte und Zug meiden
  • Bei Stress möglichst nicht verspannen. Eventuell vorbeugend ein Entspannungs- oder Rheumabad nehmen oder Lockerungsübungen machen
  • Einseitige Belastung und Überbeanspruchung der rheumaempfindlichen Stellen vermeiden
  • Übergewicht reduzieren, um die Muskeln und Gelenke nicht zusätzlich zu strapazieren
  • Regelmäßig Sport treiben

Adressen & Links

Deutsche Rheuma Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Tel.: 0228 76606-0
Fax: 0228 76606-20
e-Mail: bv@rheuma-liga.de
www.rheuma-liga.de
* Wichtiger Hinweis:
STADApedia ist sorgfältig und gewissenhaft erarbeitet worden. Dennoch: STADA kann für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung übernehmen. Bitte fragen Sie bei gesundheitlichen Problemen auch immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Lexikon keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an communications@stada.de.


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