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Ratgeber Gesundheit

Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom Eine weit verbreitete neurologische Krankheit ist das Restless-Legs-Syndrom (RSL); zu deutsch ’’Ruhelose Beine’’. RLS sind Gefühlsstörungen die sich durch einen Bewegungsdrang in den Beinen (selten auch in den Armen) äußern. Der Betroffene verspürt ein unangenehmes Kribbeln, Brennen oder Ziehen in den Beinen. Bewegung der Beine verschafft Linderung, jedoch nur kurzzeitig. Diese Beschwerden treten meist in Ruhesituationen auf. Vor allem nachts bereitet RSL den Menschen Schwierigkeiten. Oftmals ist an Schlaf nicht zu denken. Da die zwanghaften Bewegungen jedoch oftmals auch unbewusst, durch unwillkürliche Impulse im Gehirn ablaufen, nimmt der Betroffene diese nicht wahr. Es kommt zu massiven Schlafstörungen und einer Verschlechterung der Schlafqualität. Am nächsten Morgen sind die Betroffenen müde, matt, unkonzentriert und fühlen sich ausgepowert.

Die Ursache ist weitgehend unbekannt. Es ist anzunehmen, dass es möglicherweise zu einer Störung des Dopamin-Stoffwechsels (Dopamin ist ein Botenstoff, welcher Nervenimpulse im Gehirn überträgt) im Gehirn kommt.

Es gibt zwei Formen des Restless-Legs-Syndroms. Die Sekundäre Form wird durch Krankheiten (z.B. rheumatische Krankheiten, neurologische Krankheiten etc.), Mangelzustände (Eisenmangel, Folsäuremangel etc.) oder als Nebenwirkung mancher Medikamente hervorgerufen. Diese Form von RLS kann gezielt behandelt werden, in dem die Auslöser symptomatisch behandelt werden.
Bei der zweiten, der sog. Idiopathischen Form wird das Restless-Legs-Syndrom genetisch bedingt vererbt, kann aber auch erworben werden. Meist tritt diese Form des RLS mit zunehmendem Alter auf. Eine Heilung ist nur schwer möglich.

Ursachen

Genaue Ursachen sind nicht bekannt. Untersuchungen lassen jedoch auf folgende mögliche Ursachen schließen:

  • Störung des Dopamin-Stoffwechsels im Gehirn
  • Störungen im Kleinhirn
  • Störungen im Hirnstamm
  • Störungen des Hormonhaushalts
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Stoffwechselschwankungen /-erkrankungen
  • Mineralienmangel (Eisenmangel, Folsäuremengel etc.)
  • Vererbung

Was Sie tun können

  • Scheuen Sie sich nicht über diese Symptome zu sprechen, auch wenn sie Ihnen merkwürdig erscheinen und diese zunächst durch Bewegung behoben werden können
  • Mangelerscheinungen ausgleichen
  • Koffein und Zucker in Maßen verzehren (sie entziehen dem Körper wichtige Nährstoffe)
  • Vermeiden Sie Nikotin und Alkohol
  • Testen Sie ein kurzes kaltes Fußbad oder eine Wärmflasche auf den Unterschenkeln (kann beides Linderung schaffen)
  • Beinmassage
  • Nehmen Sie keine Schlafmittel regelmäßig (Gewöhnung, Abhängigkeit)

Wann Sie zum Arzt müssen

  • wenn Sie häufig ein unangenehmes Kribbeln, Brennen oder Ziehen in den Beinen spüren und diese Missempfindung durch Bewegung kurzzeitig gelindert werden kann
  • wenn Sie wegen dieser Beschwerden nicht schlafen können
  • wenn Sie trotz Schlaf stets abgeschlagen, müde und unkonzentriert sind

Was Ihr Arzt tun kann

  • Klärung der Ursachen durch ein Gespräch
  • Bluttest und Urinuntersuchung, um andere Krankheiten auszuschließen
  • Elektroneurographie (Messung der Nervenleitergeschwindigkeiten)
  • Schlafuntersuchungen im Schlaflabor

Vorbeugung

Eine Vorbeugung des Restless-Legs-Syndorms gibt es nicht. Achten Sie auf Ihren Mineralienhaushalt, eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

* Wichtiger Hinweis:
STADApedia ist sorgfältig und gewissenhaft erarbeitet worden. Dennoch: STADA kann für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung übernehmen. Bitte fragen Sie bei gesundheitlichen Problemen auch immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Lexikon keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an communications@stada.de.
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