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Glossar

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Ratgeber Gesundheit

Pfeiffersches Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (medizinisch: infektiöse Mononukleose) ist eine häufige Virusinfektion, die vorwiegend das lymphatische Gewebe befällt, ausgelöst durch das Epstein-Barr-Virus (EBV). Der Name geht auf den deutschen Arzt Dr. Emil Pfeiffer (1846-1921) zurück. Da der Krankheitserreger über den Mund übertragen wird, ist die Erkrankung auch als „kissing disease“ (Kusskrankheit) bekannt.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist weit verbreitet und in der Regel harmlos. Es wird geschätzt, dass fast jeder erwachsene Europäer sich mit dem Virus noch vor dem 30. Lebensjahr infiziert. Nach der Infektion tritt die Erkrankung in der Regel nur einmal auf; der Virus verbleibt jedoch lebenslang im Organismus und kann gelegentlich wieder aktiviert werden.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber verläuft bei Säuglingen und Kindern unter 10 Jahren meist ohne Beschwerden. Bei älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dagegen zeigen sich häufig folgende Symptome:

Die Inkubationszeit (zwischen Ansteckung mit dem Krankheitserreger und ersten Symptomen) erstreckt sich bei Kindern über acht bis 30 Tage, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen über vier bis sieben Wochen. Der Krankheitsverlauf beträgt in der Regel wenige Wochen.

Zu den selten vorkommenden Komplikationen zählen: Leberentzündung, Herzmuskelentzündung, Milzriss, Gehirnentzündung, Nervenstörungen und Nierenentzündung.

Ursache

  • Die Ansteckung mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), das zu den Herpes-Viren gehört, erfolgt durch Kontakt mit Speichel von Virusträgern oder Tröpfcheninfektion (Husten).

Hinweis: Bei Erkrankten ist das Virus noch einige Wochen nach Abklingen der Symptome über den Speichel übertragbar!

Was Sie tun können

  • Viel Schlaf und Ruhe
  • Keine körperliche Anstrengung, um die Gefahr eines Milzrisses zu vermeiden
  • Ausreichend trinken
  • Rezeptfreie fiebersenkende Medikamente
  • Wadenwickel zur Fiebersenkung
  • Wäschewechsel bei Nachtschweiß
  • Bei Schmerzen rezeptfreie schmerzstillende Medikamente

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei einer Halsentzündung mit Lymphknotenschwellung und Fieber

Was Ihr Arzt tun kann

Da sich das Beschwerdebild des Pfeifferschen Drüsenfiebers auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen zeigt, kann sich eine genaue Abgrenzung als schwierig gestalten. Bei Verdacht auf eine Infektion wird Ihr Arzt eine Blutuntersuchung durchführen. Typisch für das Pfeiffersche Drüsenfieber sind:

  • Anstieg der weißen Blutkörperchen.
  • Nachweis bestimmter Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus.

Der Krankheitsverlauf kann durch Medikamente kaum beeinflusst werden. Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel können jedoch die Beschwerden lindern.

Bei ernsten Komplikationen werden entzündungshemmende bzw. virenhemmende Medikamente eingesetzt.

Vorbeugung

  • Eine gezielte Vorbeugung gegen die Ansteckung mit dem Epstein-Barr-Virus ist nicht möglich.
  • Kein Kontakt zu erkrankten Personen.
* Wichtiger Hinweis:
STADApedia ist sorgfältig und gewissenhaft erarbeitet worden. Dennoch: STADA kann für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung übernehmen. Bitte fragen Sie bei gesundheitlichen Problemen auch immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Lexikon keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an communications@stada.de.
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