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Ratgeber Gesundheit

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen Ohrenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Ist der äußere Gehörgang betroffen (Otitis externa), kommen zu den Ohrenschmerzen meist Juckreiz, und Hörstörungen. Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) kommt es zu pulsierenden, meist starken Schmerzen, häufig mit hohem Fieber, Hörstörungen und Druckgefühl. Bei bakteriellen Infektionen sammelt sich Eiter hinter dem Trommelfell. Durch den Druck kann das Trommelfell reißen und der Eiter fließt ab. Durch eine rechtzeitige Antibiotikaverordnung kann das Zerreißen des Trommelfells verhindert werden. Auch der Verschluss der Ohrtrompete (Eustachische Röhre), die die Verbindung zwischen Nase und Ohr stellt, kann zu Schmerzen, verbunden mit Hörstörungen führen. Dies kann z.B. bei verändertem Luftdruck im Flugzeug, chronischer Entzündung der Rachenmandel, Entzündung der Nasennebenhöhlen oder Allergien vorkommen.

Die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) verbindet Ohr und Nase.

Häufigste Ursachen

  • Entzündungen des äußeren Ohres. Durch falsche Reinigungsmaßnahmen oder durch Schwimmen (Badeotitis) gelangen Bakterien oder Viren in das Ohr
  • Entzündungen des Mittelohres, häufig als Folge einer Erkältung. Von der Nasen- oder Rachenschleimhaut her kommt es zur Ausbreitung von Viren in das Mittelohr. Besonders häufig sind Kinder zwischen 3 und 8 Jahren betroffen
  • Vorschädigung (Trommelfell ist schon einmal geplatzt)
  • Entzündung und evtl. Verschluss der Ohrtrompete, häufig als Folge einer Erkältung, Allergie oder chronischer Mandelentzündung
  • Ohrenschmalz, das den Gehörgang verstopft
  • Fremdkörper, z.B. Insekten, die in das Ohr eingedrungen sind
  • Erfrieren der Ohrmuscheln, z.B. beim Wintersport
  • Kinderkrankheiten wie z.B. Masern
  • Schwerwiegende andere Erkrankungen

Was Sie tun können

  • Bei Entzündungen des äußeren Ohres: Behandeln und Vorbeugen mit Glycerin/Alkoholmischungen als Ohrentropfen. Nicht mit Wattestäbchen, Zündhölzern oder ähnlichen Instrumenten reinigen
  • Bei Mittelohrentzündung: sofort zum Arzt, hier ist eine Antibiotikabehandlung notwendig. Positiv wirkt Rotlicht. Evtl. Ohrenschmerz-Tropfen einträufeln oder ein leichtes Schmerzmittel nehmen. Keine kortisonhaltigen Ohrentropfen verwenden
  • Bei Ohrtrompetenentzündung: Nase freihalten mit Nasentropfen. Kamillendampfbäder und Rotlicht helfen
  • Bei Ohrenschmalz: kann mit speziellen Produkten mit Gummi-Ohrspritze aus der Apotheke aufgelöst und ausgespült werden
  • Bei Ohrenschmerzen durch Luftdruckveränderung: Bei geschlossenem Mund beide Nasenflügel zuhalten und vorsichtig mit der Nase gegen diesen Druck zu atmen
  • Bei Erfrierungen an den Ohren: Erwärmen mit warmen Händen oder warmen (keinesfalls heißen!) Tüchern führt zu einem schnellen Abklingen der Schmerzen. Zur Vorbeugung die Ohren mit Fettsalbe schützen

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Beschwerden halten an oder werden stärker
  • Wenn bei Ohrenschmerzen auch nur der geringste Verdacht auf eine Mittelohrentzündung vorliegt, immer sofort einen Arzt aufsuchen
  • Tropfen gegen Ohrenschmerzen oder leichte Schmerzmittel bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache
  • Immer wenn bei Säuglingen und Kleinkindern Ohrenschmerzen auftreten
  • Immer wiederkehrenden Beschwerden
  • Verletzungen oder schwerwiegenden Grundkrankheiten

Was Ihr Arzt tun kann

  • Einen Ohrenschmalzpfropf durch eine Spülung entfernen.
  • Bei bakteriellen Infektionen des äußeren Ohres antibiotikahaltige Ohrentropfen verordnen
  • Bei einer bakteriellen Mittelohrentzündung innerlich anzuwendende Antibiotika verschreiben
  • Bei stark vereiterter Mittelohrentzündung kann der Arzt das Trommelfell öffnen, damit der Eiter abfließt

Vorbeugung

  • Ohren nicht mit Wattestäbchen oder harten Gegenständen reinigen. Der Gehörgang hat einen Selbstreinigungsmechanismus, der dadurch gestört würde
  • Beim Baden die Ohren mit Badewatte schützen
  • Bei Kindern auf eine freie Nase achten
* Wichtiger Hinweis:
STADApedia ist sorgfältig und gewissenhaft erarbeitet worden. Dennoch: STADA kann für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung übernehmen. Bitte fragen Sie bei gesundheitlichen Problemen auch immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Lexikon keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an communications@stada.de.
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