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Medizinisch: Glaukom. Eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen des Auges, die mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einhergehen. Der Grüne Star gehört zu den häufigsten Erblindungsursachen in den Industrieländern. Wird jedoch der erhöhte Augeninnendruck rechtzeitig erkannt, so kann er meist gut mit speziellen Augentropfen behandelt werden.
Der Grüne Star (Glaukom) gehört zu den häufigsten Erblindungsursachen in den Industrieländern.
Man versteht darunter eine Erhöhung des Augeninnendrucks, die den Sehnervs schädigt.
Meist tritt der Grüne Star im Alter auf.
Das Auge hat im vorderen Augenabschnitt zwei Kammern, die miteinander verbunden und mit einer Flüssigkeit, dem Kammerwasser, gefüllt sind. Dieses Kammerwasser wird im Auge gebildet und fließt durch den Kammerwinkel in einen Kanal ab, der in die Blutbahn führt. Im Regelfall herrscht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers ein Gleichgewicht, das dafür sorgt, dass im Auge ein konstanter Druck von ca. 15-21 mm Hg (Quecksilbersäule) besteht.
Häufig sind im Alter die Abflusswege nicht mehr gut durchlässig. Es wird mehr Kammerwasser gebildet als abfließt. Dadurch steigt der Augeninnendruck an. Man spricht von einem chronischen Glaukom. In der Regel bemerkt man diesen Anstieg des Kammerwassers nicht. Auf Dauer kommt es jedoch durch die ständige Druckbelastung zu einer Schädigung des Sehnervs. Dadurch verkleinert sich allmählich das Gesichtsfeld (der Bereich, den man aus einer Position sehen kann, ohne den Kopf zu bewegen). Da diese Verkleinerung des Gesichtsfeldes in der Regel langsam, manchmal auch nur an einem Auge, verläuft, gewöhnt man sich daran, dass man in den Randzonen weniger sieht. Wenn die Sehverschlechterung schließlich bemerkt wird, ist es oft zu spät, da verloren gegangene Sehbereiche nicht mehr zurückgeholt werden können. Wird jedoch der erhöhte Augeninnendruck rechtzeitig erkannt, so kann er meist gut mit speziellen Augentropfen behandelt werden.
Durch einen plötzlichen Verschluss der Abflusswege kann es auch zu einem akuten Glaukomanfall kommen. Dabei steigt der Augeninnendruck in kurzer Zeit sehr stark an. Es kommt zu zahlreichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Augenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schüttelfrost. Das Auge ist gerötet und hart, die Pupille ist extrem weit. In so einem Fall sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, da jeder Glaukomanfall zu einer Sehverschlechterung führen kann.