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Entzündung der Magenschleimhaut (Magen = Gaster). Die Beschwerden sind unterschiedlich stark; nicht selten kann sich aus einer Gastritis ein Magengeschwür entwickeln.
Die Magenschleimhaut ist stark durchblutet und wird durch eine Schleimschicht vor aggressiven Stoffen
(z.B. Magensäure, Enzymen) geschützt (Magen, nervöser).
Durch eine Schädigung dieser Schleimschicht oder Überproduktion der Magensäure kann die Magenschleimhaut
angegriffen werden. Es kommt zu einer akuten Magenschleimhautentzündung (Gastritis) mit ähnlichen Beschwerden
wie beim nervösen Magen. Je nach Ursache der Schleimhautentzündung stehen bestimmte Beschwerden im Vordergrund:
Meist gehen die Beschwerden im Laufe des Tages von selbst zurück. Bei einer dauerhaften Veränderung der Magenschleimhaut spricht man von einer chronischen Gastritis. Oft treten dabei überhaupt keine Beschwerden auf oder es wird zuwenig Magensäure gebildet, weil die Magenschleimhaut geschädigt ist. Viele ältere Menschen leiden an einer chronischen Gastritis, weil sich die Magenschleimhaut üblicherweise mit dem Alter zurückbildet.
Beim Magengeschwür (Ulkus) geht die Schädigung über eine Entzündung hinaus. Es bildet sich in der Magenschleimhaut ein Geschwür aus, das bis in die Magenwand vordringen kann, evtl. blutet und sogar die Magenwand durchbrechen kann. Solche Geschwüre können auch im Zwölffingerdarm auftreten (Zwölffingerdarmgeschwür). Erste Anzeichen beim Magengeschwür sind Druck und Völlegefühl unmittelbar nach den Mahlzeiten, stechende Schmerzen etwa 2 Stunden nach dem Essen. Beim Zwölffingerdarmgeschwür stehen eher Schmerzen nachts oder vor den Mahlzeiten (Nüchternschmerz) im Vordergrund. Oft bessern sich die Schmerzen durch das Essen. Oft treten Appetitlosigkeit und die gleichen Symptome wie bei der Magenschleimhautentzündung auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Teerstühlen (Blut im Stuhl) oder Bluterbrechen kommen. Aber auch hier gibt es Fälle, bei denen keine Beschwerden auftreten. Auch ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür kann chronisch werden.