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Dreitagefieber (medizinisch: Exanthema subitum, Roseola infantum) ist
eine akute
Viruserkrankung des Säuglings- und Kleinkindalters
(sechs Monate bis drei Jahre). Die Krankheit klingt in der Regel nach ca.
fünf bis sieben Tagen ohne Komplikationen ab und hinterlässt eine
lebenslange Immunität. Übertragen wird der Virus durch Tröpfcheninfektion,
z. B. bei Husten, Niesen oder Spucken.
Etwa fünf bis 14 Tage nach der Ansteckung (sog. Inkubationszeit) beginnt die Erkrankung mit plötzlich ansteigendem, hohem Fieber (40 °C oder höher). In der Akutphase besteht vor allem bei Säuglingen das Risiko eines Fieberkrampfes. Nach drei bis vier Tagen normalisiert sich die Temperatur schlagartig und ein kleinfleckiger, rötelnähnlicher Ausschlag breitet sich über den Rumpf und den Nacken, seltener über das Gesicht aus. Das Allgemeinbefinden der erkrankten Kinder ist normalerweise wenig beeinträchtigt. In manchen Fällen können Husten, Halsschmerzen, Schwellungen der Lider oder Magen-Darm-Beschwerden hinzukommen. Seltener kann die Viruserkrankung jedoch auch ohne Fieber oder gar „stumm“, das heißt ohne typische Symptome, verlaufen und unbemerkt bleiben.
Dreitagefieber ist weltweit verbreitet. Bei ca. 95 Prozent der Kinder tritt die Viruserkrankung meist als erste typische Kinderkrankheit noch vor dem zweiten Geburtstag auf. Etwa 10 Prozent der Kinder entwickeln Fieberkrämpfe.
Das Dreitagefieber wird durch eine Infektion mit zwei unterschiedlichen humanen Herpesviren ausgelöst:
Nach Abklingen der Beschwerden verbleibt der Virus lebenslang im Organismus und kann gelegentlich über den Speichel erneut ausgeschieden werden. Auf diesem Wege können Kinder von gesunden Erwachsenen mit dem Virus angesteckt werden.
Eine Impfung gegen HHV-6 und HHV-7 gibt es nicht.