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In unserem medizinischen Lexikon STADApedia möchten wir Ihnen helfen, schnelle und zuverlässige Antworten auf Ihre gesundheitlichen Fragen zu finden. Mehr als 300 medizinische Fachbegriffe und Themen werden erläutert. Hier finden Sie viele wertvolle Informationen und nützliche Tipps zu Themen rund um Ihre Gesundheit.*

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Ratgeber Gesundheit

Dreimonatskoliken

Dreimonatskoliken Als Dreimonatskoliken bezeichnet man Bauchschmerzen und Blähungen des neugeborenen Säuglings, die meist zwischen der 2. und 15. Lebenswoche auftreten. Der Säugling schreit während und nach dem Trinken und zieht ruckartig die Beine an. Der Bauch ist meist aufgebläht, es gehen Blähungen ab. Die kolikartigen Anfälle treten häufig nachmittags und abends auf.  Solange der Säugling gut trinkt, an Gewicht zunimmt und auch ansonsten keine Beschwerden auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Gegen Ende des vierten Monats hören die Beschwerden meist auf.

Häufigste Ursachen

Letztlich ungeklärt, vermutet wird:

  • Verschlucken von Luft durch zu hastiges Trinken oder durch Schreien.
  • Aufregung während des Tages.
  • Selten Nahrungsmitteltunverträglichkeiten, z.B. auf Milch.
  • Möglicherweise Quellmittel aus manchen teiladaptierten Fertigmilchnahrungen.

Was Sie tun können

Es sind verschiedene Maßnahmen möglich. Man muss herausfinden, welche dem Baby am besten helfen.

  • Den Bauch behutsam massieren.
  • Das Kind herumtragen.
  • Dem Kind Fencheltee geben. Dieser wirkt blähungstreibend und beruhigend auf Magen und Darm.
  • Den Bauch mit Kümmelöl einreiben. Kümmelöl wirkt beim Einatmen beruhigend auf den Magen-Darm-Bereich.
  • Bei stärkeren Blähungen helfen Tropfen mit Dimeticon, das durch Entschäumen die Gasblasen im Darm abbaut.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um Dreimonatskoliken handelt und um andere, schwerwiegende Magen-Darm-Erkrankungen auszuschließen (z.B. Darmverschlingung)
  • Wenn andere Beschwerden (Fieber, Erbrechen, Verstopfung) hinzukommen.
  • Wenn das Kind nicht genügend an Gewicht zunimmt.

Was Ihr Arzt tun kann

  • Der Arzt kann durch eine gründliche Untersuchung feststellen, ob eine "echte" Erkrankung vorliegt.

Vorbeugung

  • Nach dem Trinken das Baby "Bäuerchen" machen lassen, damit verschluckte Luft entweichen kann.
  • Häufiger kleine Mahlzeiten geben.
  • Spezielle Sauger / Flaschen verwenden, bei denen möglichst wenig Luft geschluckt wird.
* Wichtiger Hinweis:
STADApedia ist sorgfältig und gewissenhaft erarbeitet worden. Dennoch: STADA kann für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung übernehmen. Bitte fragen Sie bei gesundheitlichen Problemen auch immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Lexikon keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an communications@stada.de.
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