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Mit diesem Begriff wird die normale bakterielle Besiedlung des unteren Dünndarms und des gesamten Dickdarms bezeichnet. Die Darmflora übernimmt einen wichtigen Anteil bei der Verdauung; sie enthält über 100 verschiedene Bakterienarten, die in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Störungen des Gleichgewichts können z. B. zu Durchfall führen.
Diesen Beitrag gibt es auch in Türkisch und Russisch.
Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter Durchfall!
Der menschliche Darm besteht aus dem Dünndarm, dieser beginnt direkt am Magen, und dem so genannten Dickdarm.
Insgesamt ist der Darm ca.
5 Meter lang.
Im Magen beginnt die Verdauung, diese wird vom Darm fortgesetzt. Die Nahrung wird durch den Darm transportiert und dabei werden Nährstoffe in den Körper aufgenommen. Diese Nährstoffaufnahme findet ausschließlich im Dünndarm statt. In den Dickdarm wandert der Teil der Nahrung, der unverdaulich ist. Der Dickdarm beherbergt viele Bakterien, die in der Lage sind diese Nahrungsreste zu zersetzen und letztendlich als Kot auszuscheiden. Doch der Dickdarm hat noch eine viel bedeutendere Aufgabe: er führt dem Körper Wasser und Salze zurück, die mit den sog. Verdauungssäften in den Darm gelangt sind. Diese Funktion ist äußerst wichtig, da es sonst zu einem großen Flüssigkeitsverlust (wie es z.B. bei Durchfall der Fall ist) kommen würde.
In der Darmwand verlaufen Muskeln, die den Darm beweglich machen. Diese ziehen sich durch Reize des unbewussten Nervensystems zusammen – es kommt zu wellenförmigen Bewegungen der Darmwände – und transportieren die Nahrung im Darm.
Ist diese Transportfunktion gestört, eingeschränkt oder blockiert spricht man von einem Darmverschluss, der in der Fachsprache Ileus genannt wird.
Generell sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen, wenn Schmerzen länger als 3 Tage anhalten bzw. Sie einige Tage nicht zur Toilette können (seltener als 2-3 Mal pro Woche).
Da sich die Symptome des Darmverschlusses teilweise stark nach Ursache und Art unterscheiden lassen und sich hinter ganz unterschiedlichen Krankheitssymptomen verbergen können, ist eine genaue Anamnese (Befragung des Patienten durch den Arzt) sehr wichtig.