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Eine Blinddarmentzündung wird auch Appendizitis genannt. Der Appendix
ist der Wurmfortsatz des Blinddarms. In der Umgangssprache wird die
bakterielle Entzündung des Wurmfortsatzes irrtümlich
als Blinddarmentzündung bezeichnet.
Bei einer Appendizitis verspürt der Betroffene meist zuerst Schmerzen im Bereich der oberen Bauchhälfte. Erst nach einigen Stunden wandert dieser in die untere Bauchhälfte und verstärkt sich meist beim Gehen. Auch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber treten auf. Durchfall oder Stuhlverhalt (Entleerung des Stuhls ist nicht möglich) können im Zuge der Entzündung auftreten.
Bei einigen Personen (z. B. Kleinkindern, Schwangeren, älteren Menschen) sind die Symptome nicht so stark ausgeprägt bzw. fallen nicht so typisch aus. Daher ist eine Diagnose oft schwierig. Bei Schwangeren sollten zunächst andere Krankheiten (z. B. Eierstockentzündung, Eileiterschwangerschaft) im Rahmen gynäkologischer Untersuchungen ausgeschlossen werden. Bei einem unklaren Befund wird immer eine Harnuntersuchung durchgeführt um Nieren- und Harnwegserkrankungen auszuschließen.
Da es keine sichere Methode gibt eine Blinddarmentzündung zu diagnostizieren, wird im Zweifel immer der Appendix operativ entfernt. Zu spät behandelte Entzündungen können schwerwiegende Folgen haben (z. B. Durchbruch des Blinddarms (Perforation) so dass Stuhl durch das Loch in der Darmwand in den Bauch austreten kann; Bauchhöhlenvereiterung; Verbreitung der Entzündung auf benachbartes Gewebe).
Es gibt 2 Möglichkeiten:
Bei beiden Möglichkeiten wird der Wurmfortsatz abgetrennt, herausgeholt und die Einschnitte vernäht.
Eine Vorbeugung ist nicht möglich. Wichtig ist jedoch, dass bei Verdacht einer Blinddarmentzündung umgehend ein Arzt aufgesucht wird.