STADApedia
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Eine Bisswunde ist eine Gewebeverletzung, die durch das Beißen eines Tieres oder eines Menschen verursacht
wird. In erster Linie ist die Haut mehr oder weniger betroffen. Bei tieferen Bisswunden können auch Muskel-
und Organgewebe, Sehnen, Knochen sowie Blutgefäße und Nerven verletzt werden. Hunde können je nach Größe
stark blutende Reißwunden mit zerfetzten Rändern hinterlassen. Die kleinen, spitzen Katzenzähne verursachen
punktförmige, tiefe Einstiche. Bissverletzungen durch Menschen kommen meist an den Händen vor und können die
Fingersehnen und -gelenke schwer verletzen.
Schmerz und Blutung sind die ersten Symptome. Durch aggressive Bakterien, Viren und Pilze in der Mundhöhle des beißenden Tieres (oder Menschen) können sich die Wunden leicht entzünden und ohne Behandlung zu schweren Infektionen und sogar zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen. Eine große Gefahr stellt die Übertragung von Infektionskrankheiten wie Tollwut (Rabies) und Wundstarrkrampf (Tetanus) durch Tier- bzw. Hepatitis B oder C sowie HIV durch Menschenbisse dar.
Bissverletzungen sind häufig und werden meist durch Hunde verursacht. Laut Haftpflichtversicherungen werden in Deutschland jährlich ca. 30.000 Schadensfälle gemeldet. Die tatsächliche Zahl dürfte viel höher liegen, da viele Vorfälle gar nicht erfasst werden.
Hinweis: Eine Ansteckung mit dem Tollwutvirus führt zu einer schweren Entzündung des Gehirns und binnen weniger Tage zum Tode. Neben Katzen und Hunden können zahlreiche Nutz- und Wildtiere Träger des tödlichen Virus sein, z. B. Pferde, Rinder, Ziegen, Füchse, Rehe und Marder.
Einige Grundregeln im Umgang mit Tieren (fremde sowie eigene) beachten: