Im STADA-Zwischenbericht 1. Quartal 2012 gibt der Vorstand von STADA folgende Einschätzung zur Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung des STADA-Konzerns ab:
„Der Vorstand bestätigt den im STADA-Geschäftsbericht 2011 veröffentlichten grundsätzlichen Ausblick sowie den Chancen- und Risikobericht für den Konzern. Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht aufgeführten Ergänzungen und Aktualisierungen, insbesondere in Bezug auf das laufende Geschäftsjahr 2012, ergibt sich aus Sicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der Chancen und Risiken für den STADA-Konzern.
Demnach ist das Geschäftsmodell von STADA auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen und Wachstumschancen im Gesundheits-und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch auch untrennbar Risiken und Herausforderungen verbunden, die insbesondere aus geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation und intensivem Wettbewerb resultieren. Angesichts dessen kann es in der Einschätzung des Vorstands in einzelnen nationalen Märkten auch in Zukunft immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt im Wesentlichen für die zunehmende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäftsaktivitäten im Kernsegment Generika.
Darüber hinaus wird STADA weiterhin mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein. Somit werden auch in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 für den Konzern wesentliche Währungsrelationen, insbesondere des serbischen Dinar und des russischen Rubel zum Euro, einen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Konzerns haben. Zudem wird sich STADA auch künftig mit den Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auseinanderzusetzen haben. Angesichts dessen bereitet sich der Konzern im Rahmen des Möglichen unverändert auf potenzielle davon ausgehende spezifische Risiken wie ein deutlich erhöhtes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, etwaige wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder weiterhin starke Volatilitäten bei Zinsniveau und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings können mit Blick auf das außerordentliche Ausmaß der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise Belastungen aus dieser wie etwa einmalige Sondereffekte durch Zahlungsausfälle oder nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen weiterhin nicht ausgeschlossen werden.
Die Umsatz- und Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns wird damit weiterhin durch unterschiedliche und teilweise stimulierende, aber zum Teil auch sehr herausfordernde Rahmenbedingungen in den verschiedenen nationalen Märkten, in denen STADA aktiv ist, geprägt sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht für 2012 und 2013 jedoch eine weitere klare Steigerung des Konzernumsatzes, insbesondere auch unter Einbezug der aktuellen Akquisitionen des laufenden Geschäftsjahres 2012.1)
Dabei geht der Vorstand aus heutiger Sicht davon aus, dass in 2012 und 2013 in beiden Kernsegmenten ein Umsatzwachstum erreicht werden kann. Das Segment Markenprodukte wird dabei voraussichtlich überproportional wachsen, so dass der Anteil der Markenprodukte am Konzernumsatz damit weiter steigen wird.
Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms „STADA – build the future“ weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten2) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählen auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland3) sowie etwaige Belastungen im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich aus evaluierten Werksverkäufen in Russland.
Trotz dieser ertragsbelastenden einmaligen Sondereffekte aus der weiteren Umsetzung des „STADA – build the future“-Programms erwartet der Vorstand beim ausgewiesenen Konzerngewinn für 2012 eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu 2011.
Auch bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der STADA-Vorstand im Konzern für 2012 und 2013 von einem weiteren Wachstum aus und sieht dabei für 2012 bei dem um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA aus heutiger Sicht die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit werden in 2012 erneut Rekordergebnisse bei diesen Kennzahlen angestrebt.
Zudem bekräftigt der Vorstand seine für 20144) in Aussicht gestellte Langfristprognose, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. EUR auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. EUR und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. EUR erreicht werden sollen. Die aktuellen Akquisitionen des Konzerns, die STADA organisch, d.h. ohne Kapitalerhöhung, finanziert, geben dem Vorstand eine ausgeprägte Sicherheit, dass ungeachtet der weiterhin bestehenden operativen Herausforderungen in einzelnen nationalen Märkten diese langfristigen Wachstumsziele mindestens erreicht werden."
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