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Medizinisches Lexikon

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Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) wird durch verschiedene Krankheitserreger ausgelöst, die eine Entzündung des Lungengewebes verursachen.

Die häufigste Form der Lungenentzündung wird durch Bakterien, sog. Pneumokokken verursacht. Die bakterielle Pneumonie tritt meist in der kälteren Jahreszeit auf. Der Patient leidet an Fieber (die Körpertemperatur kann rasch auf bis zu 40 Grad ansteigen) und Husten. Die Patienten fühlen sich körperlich schwach und krank. Der Husten ist zunächst mit einem rot-braunen Auswurf und später einem gelb-grünen Auswurf gekennzeichnet. Die Atmung ist eingeschränkt und oft schmerzhaft. Es kann zur Unterversorgung von Sauerstoff kommen was Gliedmaßen, Lippen, Zunge etc. blau-violett erscheinen lässt.

Andere infektiöse Lungenentzündungen können durch Viren, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden.

Eine virale Pneumonie beginnt schleichender als die bakterielle Pneumonie. Bis sich die Krankheit ausbildet dauert es oft mehrere Tage. Kopf- und Gliederschmerzen sind erste Anzeichen; Schüttelfrost tritt eher selten auf. Der Husten ist schmerzhaft, jedoch ohne Auswurf. Die Körpertemperatur steigt nur langsam an und selten über 38,5 Grad. Atemnot bleibt meist aus und das Krankheitsgefühl ist weit weniger ausgeprägt als bei der bakteriellen Pneumonie.

In seltenen Fällen kommt es zu einer nicht-infektiösen Lungenentzündung, die durch allergische Reaktionen, Dämpfe, Staub, chem. Reize (z.B. Einatmen von Magensaft, Reizgase etc.) oder physikalische Ursachen (z. B: Fremdkörper oder Strahlen) verursacht wird. Oftmals spielen auch Vorerkrankungen an Lunge oder Herz eine Rolle. Auch die Grippe, Masern, Keuchhusten etc. können die Entstehung einer Lungenentzündung begünstigen.

Besonders betroffen sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Alkoholiker.

Zur Therapie einer Lungenentzündung werden allgemeine Medikamente zur Linderung der Symptome sowie möglichst erregerspezifische Medikamente eingesetzt.

Die Lunge ist ein lebenswichtiges Organ. In ihr findet der Gasaustausch statt. Sauerstoff gelangt durch die Atmung ins Blut. Die Abfallprodukte des Stoffwechsels (v.a. Kohlendioxid) gehen aus dem Blut in die Luft die ausgeatmet wird über und werden so aus dem Körper hinausbefördert. Ist die Funktion der Lunge geschädigt, kann dies sehr gefährlich werden.

Bei gesunden Menschen heilt eine Lungenentzündung meist ohne Komplikationen aus. Bei gesundheitl. vorbelasteten Menschen und bei Menschen, die sich in Krankenhäusern mit einer Lungenentzündung infizieren kann diese Erkrankung jedoch auch tödlich verlaufen.


Ursache

  • Bakterien (Hauptursache), meist durch Pneumokokken ausgelöst
  • Viren
  • Pilze
  • Parasiten
  • Chemische Ursachen: ätzende Stoffe wie z.B. giftige Gase
  • Physikalische Ursachen: Fremdstoffe die durch die Atmung in die Lunge transportiert wurden
  • Strahlen z.B. durch eine Therapie
  • Einatmen von Mageninhalt (Aspiration)
  • Allergien


Was Sie tun können

  • Bettruhe
  • Viel trinken (kein Alkohol)
  • V.a. bei der Einnahme schleimlösender Medikamente wichtig
  • Um die Entzündungssekrete der Lunge zu lösen
  • Um den Flüssigkeitsverlust der der Fieber und Schwitzen verursacht wird auszugleichen
  • Anfeuchten der Raumluft
  • Atemübungen – bei akuter Atemnot: Zugabe von Sauerstoff
  • Einnahme von Antibiotika, nach Angaben des Arztes
  • Bereits bevor der Erreger fest steht, da die Wahrscheinlichkeit der bakteriellen Infektion am größten ist – steht der Erreger fest wird eine erregerspezifische Medikation verordnet
  • Auch wenn die Ursache Viren sind, gegen die Antibiotika nicht hilft – eine zusätzlich bakterielle Infektion kann somit jedoch verhindert werden
  • Antibiotika muss meist 2-3 Wochen eingenommen werden.
  • (Achtung: setzen Sie Antibiotika nie selbst ab, sondern nehmen es so, wie es der Arzt verschrieben hat; Antibiotika wirkt stark fiebersenkend wodurch sich die Patienten oft besser fühlen – nicht überschätzen – ein Rückfall ist meist stärker ausgeprägt)
  • Bei sehr starkem Reizhusten: Hustenmittel
  • Bei stark verschleimten Atemwegen: schleimlösende Medikamente
  • Bei einer Behinderung des Atemflusses: bronchienerweiternde Medikamente


Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei rot-braunem, blutigen Auswurf
  • Wenn keine Besserung einer Erkältung eintritt
  • Bei anhaltenden Beschwerden wie z.B. Husten, Atemprobleme, Schmerzen in der Brust
  • Bei Zweifel/Verdacht einer Lungenentzündung
  • Informieren Sie Ihren Arzt auch über Auslandsaufenthalte, die nicht länger als ein viertel Jahr zurückliegen, da Erreger aus dem Ausland teilweise anders behandelt werden müssen


Was Ihr Arzt tun kann

  • Anamnese (der Arzt befragt den Patienten zur Krankheitsgeschichte)
  • Abklopfen und Abhören des Brustkorbs, der Lunge und des Herzens
  • Röntgenaufnahme der Lunge
  • Bakteriologische Untersuchung – der Auswurf wird auf Erreger untersucht
  • Blutuntersuchung
  • Bei schweren Verläufen: Computertomographie


Vorbeugung

  • Kontakt zu an Lungenentzündung erkrankten Personen vermeiden
  • Schutzimpfung gegen Pneumokokken als Grundimpfung für Kinder und ab dem 60. Lebensjahr (bei Personen, die ein erhöhtes Risiko haben ist die Impfung ebenfalls ratsam)
  • Grippeschutzimpfung, da die Lungenentzündung eine häufige Folge der Grippe ist

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