Thema des Monats*
Sommerzeit ist Reisezeit
Mit Medikamenten auf Reisen
Viele Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, müssen täglich
ein oder mehrere Medikamente einnehmen. Diese müssen vor Reiseantritt
rechtzeitig in ausreichender Menge in der Apotheke besorgt werden. Bei
dieser Gelegenheit können eventuelle Besonderheiten, z. B. in Zusammenhang
mit starker Sonneneinstrahlung, geklärt werden. Darüber hinaus sind weitere
Aspekte zu beachten:
- Bei Flugreisen sollten Medikamente im Handgepäck transportiert werden,
damit sie bei Gepäckverlust nicht verloren gehen.
- Einnahmezeitpunkt und Dosierung bestimmter Medikamente (z. B.
Kortisonpräparate, Antidiabetika oder Antibabypille) müssen bei langen
Fernflügen manchmal angepasst werden. Reisemedizinisch erfahrene Apotheker
oder Ärzte können Ihnen einen individuellen Einnahmeplan erstellen.
- Beim Transport sollten Arzneimittel vor Bruch, Hitze und Kälte geschützt
werden. Im Laderaum des Flugzeugs können sie einfrieren, was Wirkung und
Konsistenz stark verändern kann. Klären Sie jedoch vorher mit der
Fluggesellschaft ab, ob sie Medikamente im Handgepäck führen dürfen, da bei
flüssigen Arzneimitteln Probleme bei Sicherheitskontrollen möglich sind.
- Mit Ausnahme kühlungspflichtiger Substanzen sollten Arzneimitteln bei
Temperaturen zwischen 8 und 25 °C gelagert werden. Bei langen Autoreisen
können wärmeempfindliche Medikamente in einer Kühltasche transportiert
werden, jedoch ohne Kontakt mit dem Kühlakku.
- Genauen Wirkstoffnamen der Dauermedikation sowie Stärke und Dosierung
notieren, um bei Verlust Ersatz zu besorgen.
- Ärztliche Bescheinigung in der Landessprache mitführen bei Einmalspritzen
(z. B. bei insulinpflichtigem Diabetes) oder Arzneimitteln, die der
Betäubungsmittelverschreibungsverordnung unterliegen.
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