Zahlreiche Einflüsse können das dynamische Auf und Ab in der Knochenstruktur empfindlich
stören. Haben Eltern osteoporosebedingte
Frakturen erlitten,
droht das gleiche Schicksal oft auch ihren Kindern, da Knochenschwund erblich sein kann.
Wichtig für einen ausgeglichenen Knochenstoffwechsel ist das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. In den Wechseljahren und danach fällt der Östrogenspiegel stark ab. Das führt zu einem deutlichen Abbau der Knochenmasse sowie der Knochenstruktur. So nimmt die Knochendichte bei Frauen in den ersten 15 Jahren nach der letzten Regelblutung durchschnittlich um etwa 20 bis 30 Prozent ab – ein Grund, warum die Zahl Osteoporose- Kranker jenseits des 60. Lebensjahrs stark ansteigt.
Einer der bedeutendsten Risikofaktoren ist fehlende Bewegung. Doch hier kann jeder sehr viel selbst tun. Denn der entscheidende Reiz für das Knochenwachstum bleibt die Belastung, also der Zug durch die Muskeln am Knochen. Weil im Weltall die Schwerkraft fehlt, verlieren Astronauten innerhalb kurzer Zeit bis zu 30 Prozent ihrer Knochenmasse. Das Gleiche passiert Bettlägerigen.
Auch Untergewicht schadet unserem tragenden Gerüst, ebenso eine falsche Ernährung, bei der es an Vitaminen und Mineralstoffen mangelt. Und wer raucht oder übermäßig Alkohol trinkt, gefährdet ebenfalls die Dichte der Knochen. Nicht zuletzt können bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Kortison das Skelett poröser machen. Menschen mit Rheuma oder Asthma, die jahrelang Kortison einnehmen müssen, sollten frühzeitig darauf hingewiesen werden, dass es ein Calciumräuber ist.
Auch Frauen, die nach Brustkrebs Aromatasehemmer erhalten, sollten eine Knochendichtemessung durchführen lassen. Mit der Messung kann das Risiko erkannt werden und einem Bruch kann gezielt vorgebeugt werden.
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