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Ratgeber Gesundheit

Bluterguss und Prellung

Bluterguss und Prellung Ein Bluterguss (Hämatom) entsteht, wenn nach einer Verletzung (z.B.: eine Prellung) Blut in das umliegende Gewebe austritt. Man sieht sofort oder erst nach Tagen einen blauen Fleck, der sich später durch die verschiedenen Abbaustufen des Blutes erst gelblich und dann bräunlich verfärbt. Sind tiefer liegende Gefäße verletzt, wird die Blutung als Schwellung sichtbar. Durch den Druck, den das ausgetretene Blut auf das Gewebe ausübt, kann es zu Schmerzen kommen. Ausgedehnte Blutungen können die Funktionsfähigkeit von Muskeln und Gelenken beeinträchtigen.

Je nach Größe und Lage (z.B. im Schädelbereich oder in der Augenhöhle), kann ein Bluterguss auch gefährlich werden.

Häufigste Ursachen

  • Äußere Einwirkungen (Quetschung, Prellung, Stoß, Sturz).
  • Blutgerinnungsstörungen durch Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Was Sie tun können

  • Die meisten Blutergüsse verschwinden nach einigen Tagen von selbst.
  • Sofort nach der Verletzung Eispackungen oder Eissprays anwenden oder die betroffenen Körperteile unter kaltes Wasser halten. Eine 24-stündige Kältebehandlung mit kalt-feuchten Umschlägen oder Eispackungen und Hochlagerung soll den Bluterguss möglichst klein halten. Anschließend Wärmeanwendungen, z.B. Wärmebäder oder Moorpackungen.
  • Salben mit Heparin oder Hirudin fördern die Auflösung des Blutergusses.
  • Salben mit Arnika oder Arnikaumschläge wirken entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei sehr großen Blutergüssen.
  • Wenn starke Schmerzen oder Schwellungen auftreten.
  • Bei starken Stoßverletzungen am Kopf,  Prellungen der Genitalien.
  • Eine Körperfunktion beeinträchtigt ist.
  • Wenn ohne wahrgenommene äußere Einflüsse häufig Blutergüsse entstehen.

Was Ihr Arzt tun kann

  • Bei Blutergüssen ohne äußere Einwirkung die Ursache feststellen.
  • Feststellen, wie stark die Verletzung ist und ob noch andere Verletzungen vorliegen.
  • Manchmal müssen Blutergüsse operiert werden, um die Zerstörung des benachbarten Gewebes zu vermeiden.
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