Der Körper verfügt über ein kompliziertes Abwehrsystem, das eindringende Stoffe oder Mikroorganismen
(Bakterien,
Viren, Pilze) abfängt und vernichtet. Man unterscheidet dabei zwei Systeme.
Das unspezifische Abwehrsystem vernichtet alle körperfremden Stoffe,
Zellen oder Zellbestandteile, die es als Eindringlinge identifiziert.
Zum unspezifischen Abwehrsystem gehören verschiedene Arten der weißen
Blutkörperchen, u.a. die sogenannten Granulozyten und Makrophagen. Dagegen produziert das Abwehrsystem
der B-Lymphozyten spezielle Gegenstoffe (Antikörper), die nur gegen
einen bestimmten Keim oder Fremdstoff gerichtet sind. Der Körper
merkt sich diese Stoffe und erkennt sie bei erneutem Kontakt sofort d. h. der
Körper wird immun. Dieser Teil des Immunsystems wird auch spezifisches Abwehrsystem genannt.
Gegenüber zahlreichen Infektionskrankheiten wird bei der Ersterkrankung eine Immunität aufgebaut, die Schutz vor weiteren Erkrankungen bietet. Bei Krankheiten, die man durchgemacht hat, hält der Schutz oft ein Leben lang an. Bei Impfungen hält dieser Schutz je nach Art der Impfung nur Monate oder einige Jahre, danach muss man die Impfung wieder auffrischen.
Die körpereigene Abwehr kann aus verschiedenen Gründen geschwächt sein. Dies führt dazu, dass man häufiger und schwerer als andere Menschen erkrankt.