Die
Untersuchung von menschlichen Körperflüssigkeiten bzw. -ausscheidungen hat eine
lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Schon damals wurden
Urinproben, z. B. mit einem einfachen Geschmackstest auf Zucker im Urin untersucht.
Heute zählen Laboruntersuchungen zu den wichtigsten und häufigsten diagnostischen Maßnahmen beim Arztbesuch. Die Labormedizin hat in den letzten Jahrzehnten bahnbrechende Fortschritte gemacht; dem Arzt stehen heute eine Vielzahl von Labortests zur Verfügung.
Zu über 90 Prozent dienen Blut und Urin als Untersuchungsmaterial für Laboranalysen.
Die Bestimmung von Laborwerten gewinnt erst dann eine sinnvolle Bedeutung, wenn geklärt ist, was als normaler oder krankhafter Wert zu verstehen ist. Die Normal- oder Referenzwerte werden nach einem repräsentativen Durchschnitt einer gesunden Bevölkerung festgelegt. Die Referenzwerte können dennoch von Labor zu Labor eine unterschiedliche Bandbreite umfassen.
Wichtig: Ein vom Normalbereich abweichender Laborwert alleine ist keine Krankheit! Laborwerte liefern dem Arzt erst in Zusammenhang mit dem gesamten Beschwerdebild des Patienten Hinweise auf bestimmte Erkrankungen.
Um zum besseren Verständnis von Laborbefunden beizutragen, haben wir nachfolgend wichtige und häufig durchgeführte Laboruntersuchungen zusammengestellt. Dabei benennen wir den sog. Normalbereich und weisen auf mögliche zugrunde liegende Erkrankungen hin.
Wichtig: Keinesfalls sollten Sie die Ausführungen zur Stellung einer Selbstdiagnose oder gar Selbstbehandlung einsetzen. Ein einzelner Laborwert kann aus den verschiedensten Gründen immer abweichen und muss ggf. erneut überprüft und/oder durch weitere Untersuchungen ergänzt werden - dies gehört ausschließlich in die Hände Ihres Arztes.