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Gesundheit
Kranken- und Pflegeversicherung
Private Krankenversicherung (PKV)
Übersteigt das Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (48.600 EUR) für mindestens drei aufeinander folgende Jahre, ist ein Wechsel in die Private Krankenversicherung möglich. Vor der Entscheidung sollte man sich allerdings genau über die zu erwartenden Vor- und Nachteile informieren, denn eine Rückkehr in die GKV ist kaum möglich.
Die private Krankenkasse kann eine Alternative für Sie sein, sofern Sie überhaupt die Möglichkeit zu einem Wechsel haben. Vergleichen Sie dazu das Kapitel "Wer kann eine Krankenkasse wählen?“
Bei einer privaten Krankenversicherung wird grundsätzlich die einzelne Person versichert, das bedeutet, jedes Familienmitglied zahlt einen eigenen Monatsbeitrag. Dabei richtet sich der Monatsbeitrag nach dem individuellen Gesundheitsrisiko, das wesentlich von Alter, Geschlecht und bestehenden Vorerkrankungen abhängt.
Daher ist die private Krankenversicherung vor allem für junge Menschen und Singles attraktiv. Für einen Arbeitnehmer mit einer mehrköpfigen Familie sind die Gesamtbeiträge in der Regel weniger attraktiv.
Die Wechsel- und Tarifänderungsmöglichkeiten für privat Krankenversicherte wurden mit der Gesundheitsreform 2007 erleichtert. Seit dem 1. Januar 2009 müssen die privaten Krankenversicherungen einen so genannten Basistarif anbieten.
Die Entscheidung zu einem Wechsel in eine private Krankenkasse muss sorgfältig überlegt werden und sollte nur vollzogen werden, wenn abzusehen ist, dass die Beiträge auch im Alter und bei sinkendem Einkommen ohne Probleme weiter aufgebracht werden können.
Denn: Wenn Sie einmal in der privaten Krankenkasse versichert sind, ist ein Wechsel in die gesetzliche Kasse kaum mehr möglich. Nur wenn Sie arbeitslos werden oder Ihr Einkommen unter die Beitragsbemessungsgrenze sinkt, können Sie wieder „umsteigen”.
Vorteile der privaten Krankenversicherung:
Nachteile der privaten Krankenversicherung:
Wer sich für einen Eintritt in die private Krankenversicherung oder für den Abschluss von privaten Zusatzversicherungen entscheidet, steht vor der weit reichenden und schwierigen Entscheidung, welches der privaten Krankenversicherungsunternehmen er wählen soll.
Eine Beurteilung der Leistungen der privaten Krankenversicherungen ist deutlich schwieriger als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Hier variieren die Leistungen und damit auch die Beiträge deutlich und sind abhängig von den Wünschen und Bedürfnissen des Krankenversicherten.
Die Entscheidung für eine private Krankenkasse ist auch deshalb so weit reichend, weil ein Wechsel von einer privaten Kasse in eine andere meist nicht empfehlenswert ist (Ausnahme: Basistarif). Der Grund: Jüngere Mitglieder zahlen in der privaten Krankenversicherung zwar niedrigere Beiträge als in der gesetzlichen, im Vergleich zu älteren Mitgliedern ist ihr Beitrag jedoch trotzdem höher, als es durch die Krankheits- und Verwaltungskosten gerechtfertigt wäre.
Die Differenz „spart” die Versicherung für den Versicherten - ein Vorgang, der „Alterungsrückstellung” genannt wird. Damit soll sichergestellt werden, dass die Beiträge des Versicherten auch im Alter noch bezahlbar sind.
Die Rückstellungen sind an das jeweilige Versicherungsunternehmen gebunden. Will ein Versicherter von seiner privaten Krankenversicherung in eine andere wechseln, so geht ihm seine Alterungsrückstellung verloren. Außerdem muss er sich erneut einer Gesundheitsprüfung unterziehen, was unter Umständen zu Risikozuschlägen führt (Ausnahme: Basistarif).
Vor der Entscheidung für eine private Krankenkasse gilt es,
Selbst Fachleuten fällt es allerdings schwer, sich im Riesenangebot der Versicherungstarife zurechtzufinden, und für Laien ist es unmöglich, die dauerhafte Leistungsfähigkeit einer Versicherungsgesellschaft zu beurteilen.
Hilfe bieten hier Wirtschaftszeitschriften wie z.B. „Capital”, die immer wieder Tarifvergleiche durchführen, aber auch die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Unternehmern bewerten.
Das Internet bietet Informationen im Überfluss; jede private Krankenkasse präsentiert Ihre Angebote.
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Empfehlenswerte Adressen: |
www.versicherungsportal.de![]() www.krankenkassensuche.de
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Wer auf die Absicherung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht verzichten möchte oder wegen der Versicherungspflichtgrenze nicht in eine private Kasse wechseln kann, hat die Möglichkeit, sich ausgewählte Versicherungsleistungen über eine private Zusatzversicherung zu sichern.
Zusatzversicherte können sich z.B. vom Chefarzt behandeln lassen, das Krankenhaus frei wählen und ein Ein-Bett-Zimmer wählen. Im ambulanten Bereich können je nach Bedarf Zuschüsse für Zahnersatz, Sehhilfen oder Heilpraktikerleistungen eingeschlossen werden. Aber: Jede Leistung kostet extra!
Auch die gesetzlichen Krankenkassen bieten, in Kooperation mit privaten Versicherungen, Ihren Mitgliedern Zusatzversicherungen an.
Auswahlkriterien und Hinweise auf informative Websites finden Sie unter „Wichtige Entscheidungskriterien“.