Zwei Tage nach der
Infektion geht es los:
Ein unangenehmes, trocken-kratziges Gefühl im Hals und eine laufende Nase signalisieren,
dass der Körper sich gegen die Invasion der
Viren wehrt.
Was uns bei einer
Erkältung am meisten zu schaffen macht,
sind also nicht die Viren selbst, sondern die Reaktionen unseres
Immunsystems darauf.
Die Erkältungsviren zerstören weder Abwehr- noch Schleimhautzellen.
Die meisten Defekte entstehen durch körpereigene Entzündungsstoffe, die gegen diese Viren gerichtet sind.
Diese Entzündungsstoffe bewirken zunächst, dass die Schleimhäute in den Atemwegen anschwellen,
sie leiten eine Überproduktion von Sekreten ein und eine Veränderung in deren Zusammensetzung. Der Schleim wird sehr zähflüssig.
Zunächst bleiben die empfindlichen Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut trotz dieser erschwerten Bedingungen intakt und erfüllen ihre Reinigungsfunktion.
Erst wenn die Erkältung längere Zeit nicht ausheilt, nehmen sie Schaden: Der Abtransport des Schleims aus der Nase ist dann gestört, die
Entzündung wird
chronisch oder bereitet
Bakterien den Boden für eine zusätzliche Infektion, zum Beispiel eine
Bronchitis. Deshalb sollte man eine beginnende Erkältung gleich behandeln.
Die gezielte Therapie von Schnupfen, Husten und Heiserkeit unterstützt das Immunsystem und kann dabei helfen, die Abwehrreaktionen möglichst milde und leicht ausfallen zu lassen. Es ist wichtig, dass die Entzündungsstoffe schnell wieder aus dem Körper befördert werden. Zudem sollten die Schleimhäute befeuchtet werden, am besten mit Nasentropfen oder Sprays.
Bestehen die Symptome länger als 14 Tage, sollten Erkältete auf jeden Fall einen Arzt zurate ziehen. Auch bei hohem Fieber sind der Selbstbehandlung Grenzen gesetzt. Eventuell hat in diesem Fall eine „echte“ Grippe zugeschlagen, die unbedingt fachkundig behandelt werden muss.
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