Ein starkes Skelett ist wichtig, verliert es an Substanz, können Knochen brechen.
In Deutschland erkranken viele Menschen jenseits der 50 Jahre an Osteoporose. Frauen trifft es deutlich häufiger und etwa zehn Jahre früher als Männer. Doch nur einige wenige der Betroffenen erhalten die richtige Diagnose und werden dann auch konsequent behandelt. Das Fatale am Knochenschwund: Er beginnt schleichend und bleibt meist lange unbemerkt. Treten Beschwerden wie Schmerzen oder – schlimmer noch – ein Bruch auf, ist der Abbau der Knochensubstanz oft weit fortgeschritten.
Bei vielen Menschen brechen nach dem 50. Lebensjahr die Knochen osteoporosebedingt. Aber Unfallchirurgen denken oft nicht an Osteoporose und machen deshalb ihre Patienten nicht darauf aufmerksam.
Dabei lassen sich unsere Knochen ein Leben lang beeinflussen. Bis zum Alter von 30 Jahren legen sie mehr oder weniger an Masse zu, bei Männern stärker als bei Frauen. In den darauf folgenden Lebensphasen geht es vor allem darum, den Bestand zu erhalten, später auch, Verluste zu minimieren. Denn das Skelett, das unseren Körper aufrecht hält und die Bewegungen stützt, ist nicht, wie oft vermutet, starr und statisch. Vielmehr geht es in unseren Knochen zu wie auf einer Dauerbaustelle: Große Zellen, die so genannten Osteoklasten, tragen alte oder durch winzige Brüche geschädigte Knochensubstanz ab. Andere zelluläre „Arbeiter“, die Osteoblasten, gleichen den Abbau entlang der Knochen wieder aus.
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