Wird ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) eingeengt oder verschlossen
spricht man von einer so genannten Thrombose.
Thrombosen treten meist in Venen auf (venöse Thrombosen), wobei die tiefen Bein- und Beckenvenen am häufigsten betroffen sind. Es besteht die Gefahr, dass sich das Gerinnsel löst und der Pfropfen mit dem Blutstrom durch das Herz bis hin zur Lungenarterie fließt und diese verstopft. In diesem Fall spricht man von einer so genannten Lungenembolie. Gelangt das Gerinnsel bis zum Gehirn kann es einen Schlaganfall auslösen. Durch die Überlastung des Herzens droht zudem ein Herzstillstand.
Entsteht ein Blutgerinnsel in den oberflächlichen Venen spricht man von Krampfadern, die meist harmlos und gesundheitlich nicht gefährlich sind.
Auch in der Herzhöhle können sich Thromben bilden. Sehr selten können sich Blutgerinnsel auch im arteriellen Gefäßsystem bilden (arterielle Thrombose).
Eine Thrombose der tieferen Bein- und Beckenvenen hat keine charakteristischen Symptome. Es kann zu Schwellungen und Schmerzen, verbunden mit einem Schweregefühl der Beine kommen. Die Symptome können meist durch Hochlagern der Beine gelindert werden. Die eher harmlosen Thrombosen der oberflächlichen Venen sind dagegen oft schmerzhaft und die Venen sind dick und können sehr gut unter der Haut getastet und durch ihre Röte erkannt werden.
Bei der Behandlung kommt es sehr auf das Alter des Gerinnsels an – in der Regel sollte sie innerhalb der ersten 10 Tage erfolgen. Zur Behandlung einer Thrombose werden Blut verdünnende Medikamente verordnet. Darüber hinaus wird ein Kompressionsverband angelegt.
Wer einmal an ein einer Thrombose erkrankt ist hat ein erhöhtes Risiko, dass sich erneut ein Blutgerinnsel bildet. Um diesem vorzubeugen ist u.a. eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung ratsam.
Risikofaktoren, die die Bildung eines Thrombus begünstigen können:
Oft sind die Symptome in der Anfangsphase uncharakteristisch.
Adressen & Links
Deutsche Venen-Liga e.V.